Tel Aviv

Nachdem ich im Februar 2014 die Sonne auf Fuerteventura genoss, konnte ich unmöglich bis im Mai auf wärmere Temperaturen in der Schweiz warten. Also entflohen wir dem kühlen Winter im März nach Tel Aviv. Die Stadt wird überall gehypt und dies durch und durch berechtigt.Einmal in Tel Aviv angekommen, kam es mir vor, als wäre ich irgendwie doch Zuhause: Kein Kulturschock, keine Kommunikationsbarrieren, das Gefühl von Willkommensein. Sehr ungewöhnlich erschien es mir, da unsere westlichen Medien den Israel-Palästina Konflikt immer und immer wieder thematisieren.

Nach einer Woche Tel Aviv war mir klar: Der Konflikt ist Realität. Der Konflikt beschäftigt die Völker und deren Jugend. Überall Teenies und junge Menschen in Militäruniform, die auf offener Strasse mit voller Kampfmontur umherstreunen und ihr ganz normales Teenieleben geniessen: Café trinken, Pancakes essen, kichern, Shoppen. Einfach im Tarnanzug und den schweren Kampfstiefeln. Doch überall genauso viele lachende Gesichter, offene, freundliche Menschen.

Tel Aviv selbst erschien uns wie in einer Blase. Es war beinahe zu schön, um wahr zu sein. Wie kann Freud und Leid nur so nah beieinander liegen?

Dank getyourguide – einer jungen, tollen Seite zum Finden von geführten Touren – haben wir auch noch Ausflüge ans Tote Meer, nach Massada – der Burg von Herodes – sowie nach Jerusalem unternommen. Alles sehr informativ, aber klar, auch westlich geprägt. Natürlich kritisiert man sich als israelischer Staat an einer solchen touristischen Führung nicht selbst, daher fehlte uns manchmal etwas die Gegenstimme der Erzählungen. Die Sicht der Palästinenser. Nur in einer kurzen Taxifahrt, welche wir von Jerusalem zurück nach Tel Aviv mit einem belgischen Päärchen teilten, konnten wir ein paar Worte mit einem Palästinenser wechseln. Er erzählte uns, dass sie nicht über die Grenze dürften. Nur er als Taxifahrer habe eine Sondererlaubnis. Israeli dürfen sich jedoch in beiden Gebieten frei bewegen. Dies sind nur einige Beispiele, natürlich hört man von weit schlimmeren unfairen Bedingungen, wie z.B. der Kontrolle der Wasserverfügbarkeit. Jemand, der lange für die UN gearbeitet hatte, erzählte mir mal, dass die Israeli das Wasser über die Grenze kontrollierten und bewusst zurückhielten. Ob es genau so stimmt, kann ich nicht beurteilen. Was ich aber gesehen habe: Israel ist ein sehr grünes, fruchtbares Land. Doch die grüne, anbaufähige Fläche endet abrupt entlang der Grenze zu Palästina. Der palästinensische Boden war deutlich karger, steiniger und nicht wirklich anbaufähig. Beim Toten Meer war er sogar primär sandig und man sah die Spuren vom Salz, welches das tote Meer hinterlassen hatte, als es noch viel grösser war.

Details zum Hotel: Tel Aviv ist weiss. 99,9% der Gebäude sind weiss. Man nennt dies Bauhausarchitektur und auch unser Hotel the Rothschild 71 ist danach gebaut. Das Hotel liegt am Rothschild Boulevard 71, sehr zentral.

Der Empfang im Hotel war genial: die Rezeption ist ein Wohnzimmer, die Empfangsdame ist eine 20-jährige mit MacBook und die Inneneinrichtung ist gefüllt mit Designklassikern. Die Kaffeemaschine, Getränke und Kekse im Wohnzimmer standen allen Gästen zur freien Verfügung. Auch Fahrräder werden kostenlos verliehen (Achtung: Lenker und Bremsen testen!). Unser Zimmer verfügte über ein frisches Design und ein modernes, tolles Bad. Gebucht haben wir ein 15qm Studio:

photo-3

Da ich damals noch nicht wusste, dass ich diesen Blog erstelle, ist das Foto auch denkbar schlecht geraten 😉
Kosten pro Nacht p.P. 97 CHF via booking.com
Anreise ab dem Flughafen mit dem Taxi

Bilder der Reise findet ihr im separaten Gallery Post.

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