A traveller’s thoughts – Indy

Seit über 1,5 Jahren lebst du bei uns, kleine Indy. Du süsser frecher Mauz. Wir nennen dich Indeli, Indipindi, kleiner Mauz, Mauzipauz oder ab und zu auch einfach nur Indy. Wir haben dich das erste Mal in den Händen gehalten, also du noch auf einer Handfläche Platz hattest. Unser Herz hattest du sofort erobert. Wir haben uns lange auf dich gefreut und mittlerweile bescherst du uns jeden Tag viel Freude (und ab und zu auch Ärger).

Gut erzogen wie du bist – hören tust du trotzdem nicht auf „Nein“-, darfst drinnen und draussen wohnen. Zuhause gehört dir mittlerweile alles: Vom absoluten Chef-Katzenbaum (nur das beste für’s Mädchen vom M.) über unser eigenes Lieblingssofa, zum Stuhl im Schlafzimmer oder dem Sessel vom M. in seinem Büro. Überall fühlst du dich wohl. Im Winter liegst du gerne unter der Lampe auf dem Küchentisch und sonnst dich, im Sommer legst du dich auf die kalten Bodenplatten und streckst alle vier Beinchen von dir. Jetzt wo’s kühler ist, da gefällt dir auch die Bodenheizung, die an einzelnen Stellen etwas wärmer ist, ganz gut. Ab und zu versteckst du dich sogar in der Bettdecke, im Kleiderschrank, im Wäschekorb, im Blumentopf oder in der Badewanne. Egal wo, du bist einfach überall zuhause.

Nie hätte ich gedacht, dass eine kleine Katze so süss und so menschenbezogen sein kann und dass man sich so sehr an sie gewöhnen kann, dass sie fix zum „Familien-„Bestandteil wird. Und das, obwohl Katzen im Vergleich zu Hunden doch über eine eher niedrige soziale Intelligenz verfügen (sorry Indy, aber mängisch simmer würkli nöd sicher, was gnau abgaht i dim chöpfli =P ). Doch wir lieben dich, auch wenn du uns am liebsten alle Yogurth und eigentlich alles, was irgendwie lecker riecht (ausser meine Sojamilch) wegessen würdest und beim Geräusch einer Fleischpackung mit 120 km/h durch die Wohnung schleuderst, um dann mit den grössten Katzenaugen ganz fest zu betteln. Auch wenn du so hoch springen kannst, dass kein Platz in der Wohnung vor dir sicher ist und du uns jeden morgen beim Duschen zusehen möchtest (wo bleibt denn da bitte die Privatsphäre!?). Auch wenn ich dich ab und zu unter den parkenden Autos hervorkrümeln muss, weil du dich wieder zu nah an die Strasse getraut hast. Und du die Kämpfe gegen den bösen Gangster-Miez aus der Nachbarschaft nicht alleine austragen kannst (ist auch nicht fair, der wiegt sicher 7kg und du bist immer noch ein Fliegengewicht). Auch wenn du mich ab und zu erschrecken möchtest, hinter den Ecken auf mich lauerst und mich anspringst, um zu spielen. Trotzdem schaust du jeden Abend mit uns fern oder setzt dich zu bzw. auf uns rauf, egal was wir gerade machen 😉 Bei Games zu stören, das  scheint dir ganz besonders zu gefallen: Noch ein bisschen die Pfote in die Tastatur knallen und so. Wenn wir Zuhause sind, dann bist du am liebsten immer bei und um uns.

Immer, wenn wir in den Urlaub fahren, kümmern wir uns um ein tolles Plätzchen für dich. Gut gibt’s nicht weit von Zuhause eine Katzenpension, wo du bisher sehr gerne hingehst. Einzig die Anreise ist immer etwas schwierig, der M. wird verkratzt und angefaucht, und ich krieg etwas 1’400 Haare ab, die du im Stress verlierst. Merci gäll. Schon mehrere einzelne Wochen warst du da. Jedesmal hast du tolle Freundschaften geschlossen (no comment –  das sagt zumindest die „Katzenpflegerin“) und wolltest gar nicht mehr heimkommen. (Weisch, mir freuet eus scho mega lang zum dich abhole und du ignoriersch eus iskalt und gahsch lieber wieder go spille. typisch chatzelady.)

Doch ab und zu schiesst es mir in den Kopf: Wenn wir wirklich mal 4-6 Monate um die Welt reisen möchten, wo bist du dann am glücklichsten? 6 Monate in der Katzenpension? Kennst du uns dann überhaupt noch? Vergisst du uns? Magst du uns dann vielleicht nicht mehr? Mag jemand unsere Wohnung untermieten und dich dazu? Du magst keine Kinder, hast Angst vor ihren lauten Stimmen. Bist eine anspruchsvolle (pubertierende?!) kleine Dame und wir möchten nur das Beste für dich. Bleibt zu hoffen, dass wir in den nächsten 2 Jahren eine Lösung dafür finden, Kleines. Wir geben dich nicht einfach so her.

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