Ways to sleep in #JAPAN

In Japan haben wir wirklich abwechslungsreich übernachtet. Von der womöglich kleinsten Toilette der Welt, über eine der spektakulärsten Duschen in der ganzen Galaxie war ziemlich viel dabei. Jedoch möchte ich euch drei typisch japanische Übernachtungsmöglichkeiten näherbringen, die ihr einfach mal ausgetestet haben müsst!

Eine Nacht im Kapselhotel

Kapselhotels verdanken ihren ursprünglichen Nutzen den Gastarbeitern vom Land, welche für Ihre Arbeit in der Stadt eine günstige Übernachtungsmöglichkeit ohne viel Schnick Schnack brauchten. Daher gibt es viel mehr Kapselhotels für Männer, als für Frauen. Wir haben uns für eines entschieden, in dem beide Geschlechter übernachten können, selbstverständlich aber in getrennten Bereichen. Das Konzept war wirklich mega fancy: Alles super clean, super organisiert und sehr komfortabel. Beim Check-in erhält jeder einen Bag mit Schlafanzug (Kimono) und Schlappen, sowie ein Hand- und ein Badetuch mit Zahnbürste und -paste. Dann wird man quasi durch einen Parcours geführt.

1. Station: Locker Room, hier werden das Gepäck eingeschlossen und die Schlafanzüge montiert. Wie überall in Japan werden hier auch die Schuhe ausgezogen und eingeschlossen.
2. Station: Waschbecken / Toiletten. Hier gibt’s eine rieeesen Front mit Lavabos und Föhns für’s Stylen der Ladies.
3. Station: Duschräumlichkeiten, riesige abschliessbare Duschkabinen mit grossem Vorraum für’s Umziehen. Toll!
4. Station: Schlafsaal, alles abgedunkelt und sehr ruhig.

Die einzelnen Kapseln sind gut beschriftet und beleuchtet. Sieht echt geil aus. Ich hatte eine obere Kapsel und musste das Treppchen hochklettern. Die Kapsel selbst ist grösser als erwartet und sehr komfortabel. Licht und Wellengeräusche können individuell angepasst werden. Genau, Wellengeräusche. Das spielt nämlich die Soundanlage 🙂

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Eine Nacht im traditionellen japanischen Hotel

Die Schuhe werden hier schon vor dem Check-in ausgezogen und gegen fürchterliche Slipper eingetauscht. Den Kimono gibt’s aber erst auf dem Zimmer. Geschlafen wurde nicht in einem Bett sondern auf ausgerollten Futon Matten, welche hier sehr bequem waren. Für den Toilettengang gibt’s extra Schuhe und ein Tischchen für die Teezeremonie gab’s auch noch. Was aussergewöhnlich war? Unser Zimmer besass keine Dusche. Nein, ganz im japanischen Stil geht man zur körperlichen Reinigung ins Badehaus. Dort gibt’s nochmals Regeln über Regeln: Frau und Mann wie üblich getrennt. Schuhe werden im Vorraum ausgezogen. Im nächsten Raum zieht man sich komplett aus. Die Kleider und Tüechli werden in Körber deponiert. Füdliblutt geht man dann in den nächsten Raum und hofft, dass noch keine gertenschlanken Japanerinnen im Raum sind, die von den eigenen europäischen Kurven einen sofortigen Herzinfrakt kriegen könnten. Ich hatte Glück, während meinen Badegängen war alles schön leer 😉 Nun vor sich findet man dann etwa 6 Stationen zur Reinigung: Schämeli mit Chübeli. Man setzt sich auf das Stühlchen und reinigt sich gründlichst mit dem Wasserstrahl oder Kübel. Mir war das too much, ich setze mich nicht nackt auf irgend einen schäbigen Stuhl. Gut hatte es da noch eine europäische Dusche, die ich mir gleich geschnappt habe =P Nach dem Duschen und einseifen und abduschen geht’s dann zum eigentlichen Highlight: Ins Onsen. Das Onsen ist das heisse Bad aus vulkanischem Ursprung, also eigentlich eine heisse Quelle mit etwas schwefelhaltigem Wasser, welches echt wahnsinnig gut tut. Vor allem nachdem man über 20km zu Fuss hingelegt hat. In unserer Unterkunft gab es ein Indoor und ein Outdoor Onsen. Ganz klein, aber MEGA entspannend. Wer fertig ge-onsen-t hat, der geht nochmals gründlich duschen, trocknet sich draussen ab, montiert den Kimono und geht tiieeeef und fest schlafen. Auf weitere japanische Frühstücksexperimente haben wir in diesem Hostel verzichtet. Thank you, but no thank you.

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Das Kimono Set
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Teezeremonie :)?

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Die Schlappen

Miete über AirBnB eine japanische Unterkunft

Auch in unserem Air BnB in Kyoto haben wir auf dem „Fussboden“ geschlafen. Jedoch gab es da noch ein zwei weitere Besonderheiten: Unser „Haus“ war eigentlich eine Garage und unsere Matrazen waren eigentlich dünne Stofffetzen, welche für uns das Rätsel gelöst haben, weshalb alle Japaner so schlank und ohne Kurven sind: Die müssen sich wohl auf diesem harten Boden flachgelegen haben 😉 Scherz. Der absolute Gag an dieser Unterkunft war aber die Toilette. Wir hatten bereits in Tokyo ein minimales Bad und haben später in Takayama und Hiroshima festgestellt, dass diese „Badezimmer“ eigentlich wie fertige Kunststoff-Boxen ins Zimmer reingestellt werden und eine Wand rundherum erhalten, damit es wie ein Raum wirkt. Also nix mit Plättli-Bad, sondern alles Kunststoff aus einem Guss. Sicher sehr einfach zum Reinigen 😉 Jedenfalls war der Platz rund um die Toilette stets sehr spärlich, jedoch nie so klein wie in Kyoto. Dort endete die Toilette ca. 5-10cm vor der Toilettentüre, sprich, entweder man hat so kurze Beine wie ich, die grad noch so reingequetscht werden können, oder man muss wie M., die Toilettentüre offenlassen, um darauf Platz zu haben. Gut, wenn man sich schon etwas besser kennt, bevor man diese Erfahrung macht 😉

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