The Pinnacles #NZ

(Teil 1 Aucklnd folgt noch…)

Such an adventure, ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Mit dem Intercity ging’s ab Auckland nach Kopu, wo ich zwei nette Schweizer kennenlernte und somit eine sehr kurzweilige Fahrt hatte. In Kopu nahm ich mein erstes rechtsgesteuertes Auto entgegen. Das Fahren ging bestens und so konnte ich nach dem Provianteinkauf und einem kurzfristigem Schock beim Kreiselverkehr, da ich hier ja im Uhrzeigersinn um den Kreisel muss und total falsch geschaut habe, meine Reise zum Kauaeranga Valley Road End vornehmen. Nach über 13 Kilometern Kiesweg im Busch war das Auto schon mal zur Sau, der Abenteuerinstinkt lief aber auf Hochtouren. Beim road end liess ich mein Auto und 80% meines Gepäcks für die Nacht stehen und brach zur Pinnacles Wanderung auf.

Spätestens seit dem Buch „Wild: From Lost to Found on the Pacific Crest Trail“ wollte ich auch mal alleine wandern. Gesagt, getan. Circa 2,5-3h hat der Anstieg zur Pinnacles Hut effektiv gedauert, war aber hammermässig anstrengend, da es wirklich fast ausschliesslich „Steps“ sind, also übergrosse Treppenstufen aus Steinen. Die Oberschenkel brannten und mein Ächzen hat man bestimmt im ganzen Forest Reserve gehört. Nebst zig verschiedenen Vögeln habe ich nur etwa 4 Wanderer auf ihrem Rückweg gekreuzt und zwei Wanderpärchen beim Hochlaufen überholt (hihi). Die Wanderung an sich war sonst wirklich ein Träumchen, die Pflanzenvielfalt und die Aussicht waren legitime Gründe, um eine Pause zum Durchatmen einzulegen. Abenteuerlich waren vorallem die Hängebrücken, die als Umweg bei Flut dienten. Ich musste nur einmal die Wackel-Brücke nehmen (this really scared the shit out of me), ansonsten konnte ich die Bäche zu Fuss durchqueren.

Oben angekommen wartete eine mega schöne Hütte mitten im Paradies, aber ohne Telefonnetz, ohne Elektrizität und ohne Heizung oder warmes Wasser auf mich. Leider war das Wetter schlechter als erwartet und es war „frickkkken freeezing“. Ich duschte circa eine Mikrosekunde im Eiswasser und machte mir anschliessend Tee, bis ich einsah, dass mein hauchdünnes Seideninlet definitiv zu wenig warm geben wird, um die Nacht annähernd zu überstehen. Ich trug schon alle meine Kleider und schlotterte am ganzen Leib, da war die Sonne noch nicht mal untergegangen. Der Ranger Pete, der alle 6 Tage Schichtwechsel hat und somit quasi 50% hier oben lebt, war total quirlig und ich frage mich heute noch, was der für einen Akzent hatte. Zumindest hab ich solang mit ihm gequatscht, bis ich mich traute, ihn nach einer Decke zu fragen. Und oh wunder! Ich erhielt einen lebensrettenden alten Gammelschlafsack, der etwa 10kg wog und dem Geruch zu entnehmen schon vielen schlecht vorbereiteten Menschen wie mir durch die Nacht half 😉 Aber ich war überglücklich mit dem müffeligen Stück und kuschelte mich warm ein, denn der Wecker sollte schon um 5 Uhr morgens klingeln 😉

Mit einer Taschenlampe ausgerüstet schlüpfte ich aus dem Müffelstück und konnte direkt los, ausser der Windjacke war ich ja schon komplett angezogen, da ich aufgrund der Kälte alle meine Kleider trug =P Dann ging’s im Dunkeln los, in ca. 40-50 Minuten sollte der Gipfel erklungen werden, wo ich den Sonnenaufgang vom 15. Dezember 2016 als einer der ersten Menschen der Erde bewundern wollte. Der Aufstieg war, ganz ehrlich, ziemlich kriminell. Alleine im Dunkeln musste ich über Wurzeln balancieren und an kleinen Metalltreppen die Felsen hoch klettern. Sorry Mami! Aber ist ja alles gut gegangen, die Aussicht oben war wirklich nicht von dieser Welt und noch nie hat ein Riegel zum Frühstück so gut geschmeckt, wie einsam auf dem Felsvorsprung, mit diesem wunderschönen Sonnenaufgang vor mir.

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