Coromandel Roadtrip #NZ

Nach dem Pinnacles hike (NZ engl.: tramp; tramping) ging’s auf einen kleinen Roadtrip rund um die Halbinsel Coromandel. Gesehen habe ich nebst sagenhafter Natur und unzähligen Vogelarten und Hasen (sind soooo herzig, aber verbreiten leider Krankheiten, fressen die Gärten, sind daher im Volksmund „pest“ und werden entweder abgeschossen oder gnadenlos überfahren…) sogar einen Pfau, der auf der Strasse rumstand. Ich habe ihn dann kurz mit dem Handy fotografiert, doch irgendwann kam er gefährlich auf mich zugesprintet und da machte ich grad noch einen Abgang, kurz bevor er sein Federkleid entblössen konnte!

Coromandel bietet viele tolle Highlights, einerseits nur schon das Fahren durch die malerische Landschaft – ich hätte an jeder Kurve einen Fotostopp einlegen können, doch ich wollte es einfach nur geniessen – und verschiedenen Stränden, von weiss und fein bis schwarz und aus Lava, war alles dabei. Das erhoffte Highlight Hot Water Beach, wo man sich im Sand einen warmen Pool buddeln konnte, war wirklich ein kleiner Reinfall, da sich dort etwa 10 Personen auf einen Quadratmeter gestürzt hatten und das war mir dann doch zu blöd. Dafür waren der New Chum’s Beach, die Cathedral Cove und mein AirBnb absolut schön bzw. einmalig.

Zum Airbnb…ich habe ein „Basic Eco House“ in Whenuakite gebucht, soll gemäss Beschreibung sehr idyllisch im Kiwi Forest gelegen sein und nah zu den Stränden. Ich dachte mir, Fussmarsch-nah und so. Nun, der Weg zum Airbnb gestaltete sich schonmal ziemlich herausfordernd, fuhr ich über einen ca. 10km langen Kiesweg und musste irgendwann in den dicksten Urwald abbiegen auf einem „Strössli“, dass so schmal ist, dass mein kleiner Mietwagen kaum Platz hatte. In der Wegbeschreibung hiess es dann „stay right and head up hill“, alright, ich blieb also rechts und fuhr den „Hügel“ hinauf, wobei das wirklich eine üüübeeelste Steigung war. Nach ca. 4 Metern dann der Moment des Schreckens: Der vorher ziemlich stabile Kiesweg wechselte plötzlich und das Kies wurde etwa 15cm Tief, wodurch meine Räder anfingen, durchzudrehen. Das Auto wackelte wie auf Wolken von rechts nach links und mein Herz raste. Ich überlegte einen Moment, ob Bremsen nun die richtige Reaktion wäre, merkte aber sofort, dass mein kleiner 90PS Wagen dann niemals mehr anfahren konnte. Also blieb ich auf dem Gas und fuhr in Wellenbewegungen den Hügel hoch, versuchte, nicht in den Busch reinzuragen und erreichte nach gefühlten 5 Minuten, realistisch betrachtet aber wohl eher 50 Sekunden, kreideweiss und schweissüberströmt das Häuschen. Oben angekommen hätte ich am liebsten geheult, denn das AirBnb war leer und offen. Es gab keinen Schlüssel, kein WLAN, keinen Telefonempfang und es hatte etwa siebentausend Spinnen. All good, sagte ich mir. Bis ich das Auto und den Kiesweg anschaute und merkte, dass ich mich nie im Leben getrauen werde, den „Schlieferweg“ wieder hinunterzufahren. Auf der Veranda erspähte ich dann ein anderes Hausdach, ca. 300m weiter im Busch. Ich rutschte also den Hügel hinunter und rannte schnurstracks zum Haus, wo mich ein nacktes Baby und sein Vater erwarteten. Der Vater erahnte schon, dass ich vom AirBnb kam und lachte, als ich ihm mein Dilemma erklärte und meinte nur „you definitely need a 4 wheel drive, sweetheart“. Und nein, natürlich hatte mein kleiner Automat keinen Allradantrieb, also war ich überglücklich, als er mir das Auto nicht nur nach unten fuhr, sondern ich es auch dort stehen lassen durfte. Kiwi’s sind einfach so nett und hilfsbereit und selbst im tiefsten Busch hatte ich keine Bedenken, an einem fremden Haus um Hilfe zu bitten.

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