When in Taranaki #NZ

Wer an Neuseeland denkt, denkt zuerst an die Naturgewalten der Südinsel. Oder an die Bay of Islands im Norden mit ihren unzähligen Inseln und Delfinen. Oder die vulkanisch aktive Region um Rotorua, dann irgendwann an Auckland, Wellington oder Christchurch. So sieht auch die übliche Reiseplanung durch Neuseeland aus: Dem Süden wird grundsätzlich, nicht nur wegen der Grösse sondern auch wegen der unzähligen Sehenswürdigkeiten, viel mehr Zeit zugewiesen.

So kommt es, dass weniger als 2% der Neuseelandtouristen auf ihrem Trip die Region Taranaki im Südwesten der Nordinsel besuchen. Gut für mich, so bleibt diese Region wirklich ein Geheimtipp und eine besondere kiwi experience, die ich euch aber wärmstens empfehlen möchte. Nicht umsonst hat lonely planet Taranaki als zweitbeste Reiseregion (weltweit) für 2017 empfohlen!

Auf das Leben der Einheimischen von „the Naki“ gehe ich noch in einem eigenen Post ein. Hier eine kleine To Do Liste für Taranaki 🙂

Mount Taranaki

Unübersehbar ist das Wahrzeichen und der Namensgeber der Region, der Mount Taranaki. Eine Pracht eines Vulkans, doch ziemlich launisch was Wetterschwankungen angeht, so kann sich der Mountain, wie ihn die Locals nennen, innerhalb von wenigen Minuten in Wolken hüllen. Nebst den bekannten Tramps wie dem Summit Track zum Gipfel, welcher nur im Februar-März gegangen werden sollte, oder einem Besuch der Dawson Falls gibt’s noch einige besondere Empfehlungen meinerseits:

Wasser aus einer, unter den lokalen Maori sehr spirituellen, Quelle, das über mehrere Etagen in Naturpools fliesst und zu einem mutigen Sprung einlädt? Das sind die Wilkies Pools. Ein kurzer, ca. halbstündiger Walk ab dem Dawson Falls Visitor Center. Wem das zeitlich zu wenig ist, der geht anstatt direkt zu Wilkies Pools den dreistündigen loop walk zur Waingongoro Hut und auf dem Rückweg erst zu den Pools. Dann hat man sich die Abkühlung auch wirklich verdient 😉

Noch mehr Lust auf Wandern? Ab dem Visitor Center in North Egmont gehst du 1,5  Stunden hoch zur Tahurangi Lodge. Aber Achtung, das sind die anstrengendsten 1,5h deines Lebens, denn die Steigung war wirklich so krass, dass ich beinahe hintenraus gekippt wäre und mir sehnlichst Treppenstufen anstatt eines Pfades gewünscht hätte. Von der Tahurangi Lodge kann man dann im Februar entweder den Gipfel besteigen oder innerhalb von 1,5h via einem kleinen Schneefeld und dem Manganui Skifield zum Stratford Plateau laufen. Schöne Aussichten und viel Sonne. Wichtig: Anfangs- und Endpunkt sind nicht dieselben, daher Abholtransport organisieren 😉

Surfen

Nicht umsonst heisst die Küstenstrasse Surf Highway 45. Nicht nur in New Plymouth, sondern entlang der ganzen Küste gibt’s immer wieder tolle Surfspots. Für mich ein Highlight war der Opunake Beach. Dunkler Vulkanstrand, glasklare Wellen und keine Felsen im Wasser. Und nur eine Handvoll Surfer, dh. genügend Platz im Lineup! Yeih! Wetsuit und Board für NZD 40 pro Tag (CHF 30.-) bei Dreamtime im Centrum mieten.

Surfen lässt es sich aber auch sonst praktisch überall, z.B. bei den bekanntesten Hotspots in New Plymouth bei Fitzroy oder in Oakura, ca. 15-20 Min. südlich von New Plymouth. Da steht sogar das grösste Surfboard der Welt ;-)!

New Plymouth

Die Küstenstadt hat einen besonderen, etwas anderen Vibe als der Rest von the naki. So gibt es hier ziemlich viele Villen mit beach view und sehr hübsche Nachbarschaften. Es hat einen leicht kalifornischen Touch, aber viel weniger als Mount Maunganui. Vielleicht mausert sich NP in den nächsten 5 Jahren Richtung Mount Maunganui, wer weiss?

Der wunderschöne Park und botanische Garten „Pukekura Park“ ist ganzjährlich ein Treffpunkt und im Dezember bis Januar mit dem Festival of Lights einen besonderen Besuch Wert: Nachts ist alles beleuchtet und jeden Abend spielen Livebands aus der Region – kostenlos! Wer noch mehr Musik will, besucht an Silvester das Reaggefestival beim Butler’s Reef oder das noch bekanntere Womad Festival im März! Ein anderes, besonderes Festival in New Plymouth ist das Tattoo Art Festival, welches jährlich im November stattfindet und Künstler aus aller Welt anzieht.

Für einen aktiven Tag in der Stadt eignet sich der Coastal Walkway. Vom Port Taranaki im Süden der Stadt geht’s über 10km der Küste entlang, vorbei am „Wind Wand“, Fitzroy sowie der Te Rewa Rewa Bridge bis hin zum Rugby Stadion. Geeignet zum Joggen oder Inlineskaten. Hin und zurück versteht sich!

Ab dem Port Taranaki können mit Chaddys Charters auch die lokalen Seelöwen besucht werden. Mega schöner Ausflug, ca. 1h auf dem offenen Meer mit einem uralten Tuckerböötli. Und man sieht gleich auch die ikonischen Felsen New Plymouth’s und erfährt Spannendes über die Maori Legenden der Felsen.

Dam dropping

Eine sehr lokale Freizeitbeschäftigung für Mutige ist das Dam Dropping, wo man nach starken Regenfällen mit Wetsuit und Bodyboard die Flussdämme hinter rasen kann. Leider hatte ich zu wenig Regen, ansonsten hätte ich das definitiv auch gemacht! Beim nächsten Mal dann 😉

Hawera

Ein perfekter Tag in Hawera beginnt mit 205 Treppenstufen auf den historischen Watertower, auf dem die Aussicht besonders gut und windig ist. Mittags wird bei Rimi Sushi das beste Sushi überhaupt gegessen (Chicken Crumble mit Avo und Cream Cheese) und am Nachmittag am Ohawe Beach entspannt oder gesurft. Check!

Hunting and Fishing

Die absolute Lieblingsbeschäftigung der Locals. Wenn nicht gefischt wird (z.B. am Kaupokonui Beach), werden die Possums, Hasen oder Igel geschossen. Klingt schrecklich, ist bei der Überpopulation aber notwendig, da diese süssen Beisser viele Krankheiten auf die Tiere und Pflanzen übertragen oder die Ernten wegfuttern… Natürliche Feinde gibt’s nicht und weil sich die Hasen bekanntlich wie wild fortpflanzen, muss der Mensch hier leider eingreifen.

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4 Kommentare zu „When in Taranaki #NZ“

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