On the road – Djupivogur to Myvatn #Iceland

Wie die Zeit vergeht! Schon zwei Monate ist es her, dass wir in Island waren. Irgendwie kam ich mit dem Schreiben einfach nicht in die Gänge – zu viel war los, doch endlich juckt es mich wieder in den Fingern. Eigentlich hoffte ich, dass Michi diesen Streckenabschnitt aus seiner Perspektive beschreibt – spielt er in dieser Teilstrecke nämlich eine ganz besondere Rolle 😉 Doch einmal von vorn…

Wir fanden in Djupivogur einen hübschen kleinen Camping und auch leckeres Essen (sweet potatoe soup die Dritte) – doch das Highlight waren wohl unsere Campingnachbarn. Kurze Eckdaten: Das Wetter war (wiedereinmal) denkbar stürmisch und unglaublich nass. Als wir im Jeep lagen, fühlte es sich an, als wären wir eine Nussschale auf dem offenen Meer, so stark haben die Windböen gegen unsere Seitenwand gepeitscht. Der Weg vom Auto zum WC-Häuschen (ca. 20m) war fast unüberwindbar – eiskalt, pflutschnass und komplett schlammig, da der Boden schon richtig lange und wirklich eifach nume übelscht verschiffet worden ist. Doch jetzt zu unseren Nachbarn: Wir verkrochen uns also im warmen Inneren, plusminus winddichten Jeep. Dann hörten wir Stimmen. Franzosen. Der Gwunder war gross, hissten wir also unsere Vorhängli und konnten es kaum fassen: Die bauten gerade ihr Zelt auf. EIN ZELT! BEI DIESEM WETTER?!

Michi fiel fast aus dem Fenster. Grosses Kino. Die Empörung war riesig. Es folgte ein stummes Beobachten der Szenerie und lustige Kommentare der fieseren Art. Nochmals eine kurze Beschreibung der Situation: Nässe und Sturmböen und Regenpeitschen aus allen Himmelsrichtungen. Der Boden ein einziger See. Herr und Frau Moules et Frites ebenfalls nass bis auf die Knochen. Die Zeltplane pflutschnass. Das Aufstellen unmöglich, da der Wind alles wegfegte. Und da wollen die schlafen????? Grooossses Unverständnis unsererseits. Zuerst dachten wir „Okay, die sind mit den Fahrrädern unterwegs…“ Scheisse gloffe und so. Und dann merkten wir: DIE HABEN EIN AUTO! hahaha waaaaaruuuuum pennet die nöd im Auto? OMG.

Diese Nacht haben die Armen wohl irgendwie überlebt, doch wir sind dann am anderen Morgen sowieso via Egilsstadir nach Myvatn aufgebrochen. Da das Wetter nach wie vor denkbar mies war, legten wir einen entspannten Fahrtag entlang der Ostfjorde (Achtung: Viele Kieswege mit Schlaglöchern und somit etwas Krisenpotential aus Angst vor platten Pneus ;-)). Die Fahrt war zwar etwas neblig, aber immer wieder wunderschön: Kaum am Meer, war plötzlich wieder Schnee in greifbarer Nähe. So schön! Unendliche Weite, halt das ganze Traritrara, das Island zu bieten hat… siehe Fotos am Ende des Posts 😉

Nun der zweite Lacher. (Ja jetzt cha au de Michi drüber lache…) Muss festgehalten werden, da ich Michi schlichtweg noch nie so aus dem Häuschen erlebt habe =P Wir fuhren also in unseren ersten isländischen Tunnel. Dunkel, es geht nach unten. Fahren wir unter der Erde durch das Fjord? Ziemlich sicher. Michi beiläufig: „Wie schnell isch do?“ „Siebezg lueg“ „ah voll“. 2 Minuten später. Michi: „Ahhhh lueg het sogar en Blitzer!! CHEEEESE“ und macht eine megalustige Grimasse in Richtung Blitzer. Corina, die Füsse auf dem Armaturenbrett, irgendwas im Reiseführer am Rumblättern, Sturmfrisur ahoi: „Ah ja säg nüt“ *BLITZZZZZZZZZZZZZZZZ*

„HETS EUS ETZ BLITZT??“ „WE SCHNELL BISCH GFAHRE?!“ „FUUUCK ES ISCH IMFALL ABEGANGE!“ „WE SCHNELL BISCH GSI?!“ „SCHEIIISSSE DE TACHO ISCH ÜBER 90!!!!!“ „WHAAT WE TÜÜR ISCH DAS?“ „HE NEI, DAS ISCH ISLAND! ES BIER KOSTET 12 EUR, WAS KOSTET DENN DIE BUESS?!“ blablabla. hahaha ohjeohje…

Michi bleich. Michi auf 180. Michi, sonst so ein überkorrekter Autofahrer, kann’s einfach nicht glauben, dass ER geblitzt wurde! Corina verkneift sich jeglichen Kommentar à la „Hani nöd vor zwei Minute gseit, dasses 70 isch?“ Uiuiui, die Stimmung ist im Keller. Der Tunnel ist fertig – wir müssen anhalten. Michi muss googeln, wie hoch die Bussen sind. Immerhin hat uns die Autovermietung hier richtig lange einen Vortrag gehalten und ins Gewissen geredet. Nicht blitzen lassen, es ist sauteuer, they said…

Nun – versprochen haben sie uns eine saftige Busse und ein schönes Foto als Andenken. Zum Glück bis heute nix gekommen. Obwohl eigentlich schade, das Foto hätte ich gern gesehen 😉

Doch was wäre ein Island-Beitrag ohne einen Foss? Richtig, gar nix! Natürlich haben wir unterwegs noch einen kleinen Halt eingelegt und den Dettifoss zuerst mal ewiglange gesucht und dann glücklicherweise doch noch besucht. Kleiner Tipp am Rande: Vergesst das Navi, die Route 862 ist die einzig Richtige, alles andere gibt nur Ärger 😉

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