Living the coconut life in Lombok #Indo

(ENG below)

Lombok, du wunderbare natürliche Schönheit, du holde Jungfrau. Du bist so ursprünglich und doch entwickelst du dich jeden Tag, Schritt für Schritt. Du bist staubig, du riechst manchmal etwas streng und du bist noch etwas unsicher. Doch zugleich empfängst du uns mit offnen Armen, bist herzlich und überraschst uns immer wieder.

Ich kann dir nicht genug dafür danken, dass du mir die Wellen meines Lebens geschenkt hast. Wenn man Tanjung Aan erreicht, würde man nicht denken, dass hier irgendwo surfbare Wellen sind. Der Strand ist ein wahres karibisches Paradies. Doch im flachen Wasser der Bucht wartet ein einfaches Fischerboot aus Holz auf uns. Türkis gestrichen, tarnt es sich im glasklaren Wasser. Wir paddeln mit unseren Brettern zum Boot, kraxeln hinein und düsen los in Richtung Line-Up. Ich bin schon wieder komplett aus dem Häuschen. Kann es eigentlich immer noch besser werden!? Ich wusste mir nicht mehr zu helfen. Das Wasser unter uns blieb kristallklar und das Panorama mit dem Fischerboot und den weissen Sandstränden am Horizont war einfach nur perfekt.

Draussen sind wir vom Boot ins Wasser gesprungen und zum point break gepaddelt. Ich sags euch nochmals: Noch nie habe ich solche perfekten Wellen gesehen. Dank den Felsen und dem Riff unter uns brechen die Wellen immer am selben Ort, daher der Begriff point break (für die wo’s nani gwüsst händ, ez händer sogar no öppis glernt, gäll). Der Swell an diesem ersten Tag war perfekt für mich. Die Wellen bauten sich schön langsam auf, brachen aber trotzdem stark genug, damit ich sie erwischen konnte und ich sag’s euch, sie lieferten einen ziemlich geilen drop-in. Weniger steil als in Bali, wo ich zum Teil selbst überrascht war, wie zur Hölle ich einen direkten nosedive umgangen bin, aber trotzdem richtig spassig. Der Adrenalinausstoss lief auf Hochtouren. Meine Güte, Poseidon hat wirklich volle Arbeit geleistet. Ich war sprachlos und dachte mir nur noch „Scheiss drauf, hier geh ich nie mehr weg“. Das muss mit Abstand das schönste Kind sein, dass Mutter Natur je geboren hat.

Klar, die Schildkröten, die neben mir im Line-Up am Berawa Beach aufgetaucht sind, waren schon ein mega highlight und ich wusste nicht, ob es noch besser kommen kann. Aber Berawa lieferte auch viele closeouts und war, typisch für Bali, immer mega voll. Tanjung Aan hingegen war super ruhig mit nur einer handvoll Surfern und die Wellen brachen so, dass sogar ich auf dem ungebrochenen Teil entlang surfen konnte. Genaugenommen bauten sie sich ca. fünf mal neu auf, und wenn du es schlau angestellt hast, hattest du schlussendlich einen Ride von mind. 300 Metern. SO GEIL! Nur ja, der Weg zurück ins Line-Up musste dann gepaddelt werden und das war wirklich das Ende meiner Arme. Es hätte mich nicht überrascht, wenn diese irgendwann einfach abgefallen wären. Aber der Ride war (mal wieder) nicht von dieser Welt und machte darum selbst das zurückpaddeln erträglich.

Ich habe von den Instruktoren der Nalua crew echt super Inputs erhalten und ich glaube, ich konnte mich in kurzer Zeit nochmals echt verbessern. Es bitzeli stolz war ich auch, dass ich auf ein kürzeres Board umsteigen konnte. Ich hatte unzählige gute Wellen und sagen wir mal so, ich war nicht mehr aufzuhalten. Selbst als ich am Samstagmorgen den Kater meines Lebens hatte und maximal zwei Stunden schlafen konnte (Notiz am Rande: Der Rum in der Surfers Bar ist eine grausige billige Pfütze und garantiert dir den schlimmsten Hangover deines Lebens. Trotzdem ist die wöchentliche Party am Freitag ein Riesenspass, also unbedingt hingehen!), habe ich die 08 Uhr Session nicht verpasst und nach dem Surfen vom einen Guide eine frische Kokosnuss. Sei gesund und helfe gegen den Hangover, sagte er. Gern hanis nöd gha. Aber mol, ghulfe häts glaub scho! Haha, ohjeohje.

An meinem letzten Tag hatte ich langsam den Höhepunkt meiner üblen Erkältung erreicht, die ich dank übernatürlicher Klimaanlage und einer nächtlichen Rollerfahrt bei Monsunregen aufgelesen hatte. Doch auch das war kein Grund, das Surfen ausfallen zu lassen. Nach der ersten Session hatte ich einen kleinen Powernap eingelegt und als ich kurz aus meinem Delirium aufwachte, fragten der eine Guide „Möchtest bzw. kannst du nochmals raus?“. Sie kannten mich nach einer Woche schon ziemlich gut und wussten, ich würde IMMER ein zweites Mal rein, denn ich war allgemein absolut übermotiviert. Es war low tide, sprich, der Wasserstand war supertief. Beim Line-up ca. 2m und näher beim Strand, wo die Wellen ausflachten, dann vielleicht noch 1m. Grosse Chancen auf ein Rifftattoo, wenn es dich vom Brett haut. Ich sagte mir etwas übermütig: Wage es bloss nicht, dir das zu versauen. Und ja, jetzt kann ich sagen: Es war das perfekte Ende einer grossartigen Liebesgeschichte. Ich konnte während dem Surfen der Welle die Fische im Riff unter mir sehen, teilweise sprangen sie gar in Schwärmen aus dem Wasser und einige landeten sogar auf meinem Board, bevor sie zurück hüpften. Einmal mehr war ich atemlos, wohl auch, weil ich superkonzentriert und unterdrückt dezent panisch war, mich am Ende der Welle nicht ins Meer fallen zu lassen, sondern mich auf allen Vieren zurück auf’s Brett zu manövrieren, damit ich bloss kein Rifftattoo abkriege. Es war ein perfekter Abschied, Tanjung Aan. Wir sehen uns bald wieder, du Schönheit!

Lombok you are pure beauty, you are a virgin. You are laid-back and yet evolving day by day. You are dusty, you are smelly, you are insecure. But still so warm, welcoming and surprising.

Having given me the surf of my life, I cannot thank you enough. In the first moments, you would never think about surfing when you access Tanjung Aan beach as it is a pure carribean paradise with no waves at all. A little wooden fishermen’s boat awaits us few meters from the coast line and we paddle out to hop on the boat. Then it’s a five minute ride to the line-up. I was already losing it. Again, I was freaking out. Completely. Can it get any better? I didn’t know. Yet. The water underneath was cristal clear and the panorama with the wooden boat and the white beaches in distance was just perfect.

We jumped into the water, paddled to the break and I tell you, I have never ever seen such perfect waves before. A perfect point break thanks to the rocks and the reef underneath. Building up slowly, yet breaking hard enough to catch and I tell you, they did deliver an nice drop-in. A little less steep than bali waves, but still great fun and adrenaline. Godness, poseidon did great work. I was like „Fuck this, I am never gonna leave this place.“ This must be the most beautiful child nature has born, ever.

Sure, turtles popping up next to me in the line-up at Berawa beach was already a highlight. I didn’t know it could get any better. But Berawa provided many close-outs and a typically crowded line-up. Tanjung Aan on the other hand was super quiet with just a handfull of people and the waves were breaking smooth enough for me to surf the unbroken part and they built up like five more times, so if you did it right, you could surf the wave for like 300 meters. Which also meant a hell of an effort to paddle aaaaall the way back. But let’s say, it was worth it. The rides were epic and even the paddling was beautiful. When you needed a break, you just sit on your board and have a look at this beautiful piece of nature.

I got awesome instructions from the Nalua crew and I think I improved a lot. I was also happy to switch to a shorter board which made me pretty proud too. I had heaps of great waves and let’s say I was unstoppable. Even tough I had a terrible hangover on Saturday and did sleep for maybe 2 hours at max (note: the rum at surfers bar is complete rubbish and a guarantee for the worst hangover of your life, but nevertheless the weekly fridaynight party was great fun haha), I didn’t miss the 8am session and got a fresh coconut after the surf to recover from my sickness.

On my last day I had a terrible cold thanks to the aircon and some nightly scooter rides in the monsoon rains (no questions pls), but again, no reason to skip surfing. I had a nap after the first session and the instructors were like „do you wanna go out a second time?“. They knew me and jeeez, surely I was all in for the kill.“ It was crazy low tide, which meant that the water was maybe 2m deep in the line-up and closer to the beach it was maybe 1m. Big big chances of getting a reef tattoo if you slip. Note to myself: DON’T YOU DARE TO FUCK THIS UP. Let’s say it was the perfect ending of a great lovestory. I could watch the fish swimming in the reef underneath my wave. Fish were jumping out of the water up on my surfboard too, crazy. I was stunned one last time. Maybe also because I was concentrating like a complete jerk to get back into a laying position after the surf without letting myself fall into the sea. Even though I played like supercool, that darn reef scared the shit out of me. However, it was a perfect goodbye. I’ll see you soon, Tanjung Aan, you goddamn beauty.

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no better place to cure a hangover

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2 Kommentare zu „Living the coconut life in Lombok #Indo“

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