Surfupdate #Bali

Hallihallo! Seit etwas mehr als einer Woche bin ich zurück in Bali und ich war jeden Tag am Surfen, Surfen, Surfen… Daher geht’s bei meinem ersten Post aus Bali auch um nix anderes. Wen das nicht interessiert, der kann jetzt schon mal dieses Browserfenster schliessen – denn es wird wahrscheinlich sehr sehr einseitig =P

Kurz als Intro: Gebucht habe ich eine Woche „Intermediate Surftraining“ bei Lapoint in Gianyar, im Osten Bali’s. Ich war schon in einigen Surfcamps und Lapoint hat einen mega guten Ruf. Sie arbeiten in Bali mit Ripcurl zusammen und haben daher auch super Instruktoren. Das ist das erste Mal, dass ich bei einem Camp ein „Level“ auswählen konnte. Level 1: Noch nie gesurft. Level 2: Kann hüfthohe Wellen surfen und allein aufstehen. Level 3: Kann kopfhohe Wellen surfen und will Cutbacks lernen. (Cutbacks sind „Kurven zurück zum brechenden Punkt der Welle.) Ich habe mich zu Level 3 eingeteilt und war dort auch genau am richtigen Ort.

Der Ort Gianyar hat zur Regenzeit eine gute Ausgangslage für die Spots rund um Sanur, bspw. Serangan, Baby Reef, KFC oder den World Surf League Championship Spot Keramas. Spannend war: Alle Spots waren Riffspots – also kein sandiger Untergrund, der jeden Fehler verzeiht. Das Camp selbst war eine traumhafte Villa mit ca. 18 weiteren, ganz lieben Gästen und 3 Schweden von Lapoint: Vanessa, die liebe Campmanagerin und Stina und John, die beiden Social Hosts. Ich habe mich beim Reinkommen schon perfekt aufgenommen gefühlt und auch meine Zimmermitbewohner waren bereits auf den ersten Moment mega sympatisch!

Nun zu den Wellen: Der forecast sagte, dass wir mit Wellen um 6-8ft rechnen können. Das bedeutet, zwischen dem Wasserspiegel und dem oberen, brechenden Punkt der Welle liegen bis zu 2,5m Distanz. Ich war bisher in 4ft ganz sicher unterwegs und weiss gar nicht, wie oft ich überhaupt eine grössere Welle gesurft bin. Zudem war mein Ziel eigentlich: Cutbacks üben, schneller nach rechts oder links wenden und herausfinden, welches Board ich kaufen soll, um die nächsten Monate an meinen Skills arbeiten zu können. Ebenfalls hinzu kommt, dass ich zwar ziemlich safe auf dem Wasser bin, wenn ich mal stehe, aber das Anpaddeln, das richtige Timing und die „Weitsicht“ für die „perfekte Welle“ sind wichtige Faktoren, die mir noch gar nicht gut liegen. Dazu wollte ich nochmals viel Input von den Instruktoren erhalten.

Nun war es so, dass Johan und ich die einzigen im Level 3 waren, also die „Fortgeschritteneren“. Da wir uns auch ein Zimmer teilten, sind wir super schnell gleich ein mega gutes Team geworden! (#TeamChanelCharging, if you read it 😉 ) Wir haben zusammen einen Instruktor gehabt, der uns konstant korrigiert und Feedback gegeben hat. Auch die Fotoanalyse war wirklich super hilfreich, daher habe ich  überhaupt alle diese vielen Bilder. Auf einigen Bildern seht ihr auch, dass andere Surfer in meine Welle reindroppen oder ich reindroppe – haha. Das bedeutet, ich oder andere haben die Vorfahrtsregeln im Wasser missachtet. Das ist superwichtig, um keine Unfälle zu haben und auch Respekt vor anderen Surfern zu haben, die lange auf „ihre“ Welle warten. Vorfahrt hat grundsätzlich jener Surfer, der am nächsten am brechenden Punkt der Welle ist. Ich kommentiere das gleich unten bei den Fotos.

Für mich ist es wirklich krass zu sehen, wie ich Fortschritte mache, wie die Wellen grösser werden und ich mich auch darin sicherer fühle. Die Wucht einer Welle, wenn man einen Nosedive (Boardspitze taucht und man wird kopfüber durchgespühlt) macht oder sonst einfach ein unnötiges wipeout hat, ist massiv. Ich hatte diese Woche die wohl längste Dauer unter Wasser, den längsten Kampf in der impact Zone (wo die Wellen gebrochen sind und mit voller Wucht auf einen zubrettern, wurde zum ersten Mal gegen das Riff geschmissen (nix passiert, alles gut!) und – hört, hört – bin zum ersten Mal ein Shortboards gesurft!

Das Shortboard war wohl das Highlight meiner bisherigen „Surfkarriere“. Alles hat damit angefangen, dass ich mich über das lange Brett beklagt habe, da die Wellen für solche Boards schlichtweg zu steil wurden und ich mehr Spass wollte. Dann hat der Instruktor gemeint: Morgen nimmst du ein 6’6. Ein spitzes Shortboard. Ich habe ihn eher ungläubig angeschaut, da ich überzeugt war, mit diesem Brett weder genug Kraft zum Paddeln, noch genügend Technik zum Surfen zu haben. Der Sprung erschien mir schlichtweg zu gross. Zudem landeten wir an besagtem Morgen dann effektiv am Keramas Beach: Einem weltklasse Surfspot mit massivsten Wellen und einem Riff, das vielleicht einen knappen Meter tief war. Nicht beste Voraussetzungen, für mein Übungstag auf einem Shortboard. Meine Stimmung war, sagen wir mal so, dezent kritisch.

Die Freude war dann umso grösser, dass es geklappt hat: Ich bin gestanden und habe gewendet. Einigermassen. Und es war eine kleine, aber steile Welle. Der Adrenalinkick hingegen war maximal massiv und selbst am Tag danach war ich giggerig wie noch nie auf’s Surfen, auf das Board und einen neuen Surfspot im an der Westküste Bali’s. Dort ist dann auch das Video unten entstanden, auf dem ich die Cutbacks geübt habe, also einigermassen am kürveln arbeite. Sieht scheiss langsam aus, ich weiss. Aber die Uhr, die Johan und ich jeden morgen gekriegt haben, hat bei dieser Welle meine max. Geschwindigkeit von 22,3km/h aufgezeigt. Ganz okay für mich, wenn man vergleicht, dass Profis mit ca. 40km/h surfen.

Zusammenfassend kann ich sagen, ich habe nochmals mega mega viel Vertrauen in meine Fähigkeiten gewonnen, kann immer schneller in eine Welle einstechen (Front- oder Backside surfen) und fühle mich auf Left- wie Righthandern sicher (das heisst, ob die Welle nach links oder nach rechts bricht) und habe – oho oho – mein ERSTES SURFBRETT GEKAUFT!

Das gute Stück ist 6’4ft lang, also ein Shortboard. Damit mir das Paddeln alleine im Line-Up aber auch an Tagen, an denen die Wellen schnell kommen, oder an Spots, an denen sie hohler brechen, leichter fällt, habe ich mich für so viel Volumen wie irgendwie möglich entschieden. Mein Board fasst nun 43l und ist daher sogar einfacher zu Paddeln als das leicht längere 6’6, was man auf den Bildern / Videos sieht. Das liegt primär an der breiteren Nase meines Boards und daran, dass es minimal dicker ist.

So, das war das Update aus Surfseite. Nun die Bilder, an denen ich selbst wirklich eine MEGA FREUDE habe, da es für mich einfach schön ist, zu sehen, dass ich jeden Tag im Wasser etwas dazulerne 🙂 Und es folgen auch noch das Video mit dem ersten „effektiv erfolgreichen Ride“ des Shortboards, sowie einige Failvideos, die ich euch auch nicht vorenthalten wollte. Immerhin gehört das auch dazu und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie oft ich bei Keramas in den Rifffelsen aufgelaufen bin… Ich war kurz vor’m Aufgeben und Flüchten, bevor ich dann meine erste erfolgreiche Welle hatte 😉

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Wahrschindlich mini grössti Welle ever 🙂 Man beachte, dass ich mini Hand ha chönne im Wasser nahzieh – unbeschriblich!!!!!!
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Man beachte auch wie wunderschön s Wasser isch und wie glasig d Welle brechet 😉 TRAUMHAFT!!!!!!
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Üebe mit Schuss tüüf zgah und s Wasser berüehre 😉
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Eusi Uhre am istelle – d Ripcurl Surfwatches messet Gschwindigkeit, Paddeldistanz (über 7km a eim Tag…hallo Monstermuskelarme) und Azahl Welle pro Tag.
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Da gseht mer, wie mer nomal Inputs bechömet, bpsw. dass d Gwichtsverlagerig zum Tempo gwünne mitm chline Brett anderst muen stattfinde 😉 Physik!
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Da gseht mer au, dass ich en chline Sicherheitsabstand inimme zum brechende Punkt vode Welle, will die würklich riesig und au bitz hohl broche sind. Di meiste Welle a dem Tag sind über oder knapp Kopf höch gsi.

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Da gseht mer schön, wie öpper i mini Welle inedroppt, obwohl ich fix druff bin
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Und da gseht mer, wie ich am Kollega hinde dra dri droppe und de Gilles mir auna dri droppt…also gnau gnah en dopplete Drop-In
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…und das chunnt denn debi use: de Kolleg hinter mir regt sich wahrschindlich uf, das ich so langsam bin und ich flitze haarscharf am Gilles verbi und rüefe „Achtuuuuuung!“ und de armi Gilles het wahrschindli es Herzchriesi und zieht, wenner chan, sis Brett zrugg 😉
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Das isch de Start i mini ersti, erfolgrichi Welle ufm Shortboard. Me gseht, wie unglaublich hohl und glasig d Welle dur de perfekti Offshore Wind bi Keramas sind. Was mehr nöd gseht, isch das beschissne Riff, wo vor minre Nase uf mich gwartet het 😉 Ich weiss, es geht da nöd höch us, aber es isch e schnelli Welle und es chan ufme Foti fast nöd festghalt werde, wie schnell da alles muen gah zwüschet paddle, ufstah, dreihe und fahre!
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Freud und Schock sind glich gross gsi wie d Überraschig, dass ich’s gschafft han ;-)!

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Und da hettemer no di besagte Fail- und Erfolgsvideos 😉 Enjoy!



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