Alltag auf #Bali

Selamat Bagi! Ich grüsse euch nach wie vor aus Bali, der island of gods. Dem Surfparadies, dem food heaven, dem Magnet für Urlauber, Reisende, Spirituelle, Surfer, Aussteiger, Expats und überhaupt, hier gibt’s einen Platz für jeden. Alle scheint es nach Bali zu ziehen und ich kann gut verstehen, weshalb. Der Lebensstandard hier ist unglaublich hoch, so lässt es sich für verhältnismässig wenig Geld wie ein König leben. Klar ist es teurer als beispielsweise Vietnam oder Thailand, aber der Standard ist auch ausser Konkurrenz. Wenn man etwas Geld in die Hand nimmt, kriegt man hier bessere Unterkünfte, Spa Behandlungen und Essen, als irgendwo in der Schweiz und es ist trotzdem noch viel viel billiger 😉

Seit bald einem Monat bin ich jetzt auf Bali und lasse mich treiben. Die erste Woche war ich noch im Surfcamp, habe dann mein Surfboard gekauft und einen Roller für zwei Monate gemietet und bin seither primär im Wasser anzutreffen. Dort habe ich auch meinen Buddy Jeremy kennengelernt. Er ist ursprünglich aus den USA, reist aber seit über einem Jahr und verdient nebenbei Geld als Online English Teacher. Ein Feld, in das ich vielleicht auch mal Einblick halten sollte. Je länger, desto mehr habe ich Lust, wieder an irgendetwas zu arbeiten. Ich wäre offen für alles, doch bislang hat sich nix ergeben. Die Motivation kommt wohl vorallem daher, dass man hier so viele Selbständige trifft, junge Leute mit Visionen und Ideen, die sie verfolgen und täglich einige Stunden daran arbeiten. Absolut erstrebenswert! Und man staunt, womit die Menschen Geld verdienen – der eine hat ein Teddybär Business, fall ihr also mal ein richtig nerviges Geschenk möchtet: https://www.annoyingteddy.com 

Nun aber zurück zu meinem Alltag auf Bali. Surfen steht klar im Vordergrund: Jeden Tag paddeln wir raus, meist Berawa oder Old Man’s, weil’s schlichtweg am nächsten ist. Abends checken Jeremy und ich den Wellen-Forecast und seinen Stundenplan für den nächsten Tag und vereinbaren unsere Surfsessions. Dank dem Roller sind wir auch flexibel, die Spots zu wechseln, falls es flat oder vom Winde verweht ist. Zwischendurch lese ich Bücher, gehe in eine Yoga Stunde oder vereinbare mich zum Essen mit anderen Reisenden, die ich unterwegs kennengelernt habe.

So traf ich beispielsweise Suzie wieder, mit der ich in Myanmar trekken war oder erhielt über die Ostertage hohen Besuch aus der Schweiz, was wirklich unglaublich toll war! Es war richtig schön, ein Stück Familie und Vertrautheit hier zu haben und die Tage sind nur so geflogen. Was wir unternommen haben, kommt dann mal noch in einem anderen Post 😉

In Canggu, wo ich mich für den Monat niedergelassen habe, gibt es auch einige Fixpunkte im Programm: Dienstag ist Taco Tuesday mit Gratis Tattoos im Deus Temple, Mittwoch ist eine crazy Party im Old Man’s, Freitag ist eine Party im The Lawn und anschliessend ist jeder in der Sandbar. So gibt es für jeden Abend ein To Do, aber ich brauche meine Energie für’s Surfen und gehe meist nur einmal pro Woche aus. Letzten Freitag war ich mit Suzie im The Lawn, quasi als Abschlussparty, bevor sie weiter auf die Gili’s reiste. Wir haben eine Gruppe cooler Leute kennengelernt, die alle länger hier sind, an ihren Projekten arbeiten und schon ein recht gutes Netzwerk haben. Nach einer durchtanzten Nacht am Strand inkl. Sonnenaufgang über den Reisfeldern hat man dann gleich schon wieder neue Leute ins Herz geschlossen und so ist man irgendwie plötzlich drin, in der Community in Canggu. Man trifft dieselben Leute immer wieder oder jemanden, der jemanden kennt. Dorfläbe halt! Klar hat es hier auch viele Urlauber, die nur für ein, zwei Wochen Ferien machen. Die kann man meist daran erkennen, dass sie 24/7 top gestylt sind, sich den ganzen Tag am Strand sonnen und bräunen und vorallem auf ein wildes Partyleben aus sind, was man hier durch und durch gut ausleben kann 😉

Canggu selbst zieht besonders viele „Instagram“ people an, so ist wirklich jedes Café, jede Bar und jedes Essen „instagrammable“. Alles ist super durchgestylet, supercool und überhaupt. Ich hab’s langsam etwas gesehen – es ist mir etwas zu künstlich. Versteht mich nicht falsch: Nach wie vor liebe ich das leckere Essen hier und würde es nicht missen wollen. Ich liebe die Community, der Surflifestyle, die Leute, die es hier hin verschlägt. Und auch ich muss ab und zu immernoch mein Essen fotografieren, weil es einfach so kreativ angerichtet ist und hammermässig schmeckt. Trotzdem kann ich langsam nur noch schmunzeln über die durchgestylten Leute, die in jedem Café ihre Fotosessions inkl. Profifotograf machen oder sich in zwanzig Posen am Pool und über ihrer Smoothiebowl räkeln und dann doch irgendwie nicht so viel Spass an ihrem Alltag haben. Bislang habe ich schon mehrere „Instagram“-Girls kennengelernt, die einen hammer feed haben, dank tausenden von Followers ganz gutes Geld verdienen, auf den Bildern einfach nur supergeil aussehen, aber in der Realität todunglücklich sind und ganz viel Bestätigung suchen.

In diesen Momenten merke ich, dass ich bei mir angekommen bin. Dass ich diese Art von Bestätigung nicht brauche und auch nicht suche. Dass ich happy bin, mit dem was ich tue und mit dem Punkt, wo ich in meinem Leben stehe. Ich bin umgeben von so spannenden und inspirierenden Menschen, so habe ich hier wieder einige Menschen ganz fest ins Herz geschlossen. Es sind nicht viele und es ist nicht die laute Meute, die sich jedem Abend ins Getümmel stürzt. Es sind Menschen, die selbst „angekommen“ sind.  Mit denen ich nach dem Surfen ab und zu ein Bintang trinke, die mich im Line Up begrüssen und wir uns anschliessend gegenseitig feiern, wenn einer eine gute Welle surft. Es sind Leute, mit denen ich stundenlange Gespräche führen oder mich gehen lassen kann, mit denen ich Frühstück oder Abendessen gehe und die mir einen Alltag geben. Es sind Leute, auf die ich mich hier irgendwie verlassen kann.

Nun habe ich aktuell vor, in einer Woche nach Lombok weiterzureisen, wo ich wiederum einige Locals aus meinem letzten Lombok-Surftrip kenne. Dort möchte ich auch ca. zwei bis drei Wochen bleiben, bevor es zurück nach Bali geht. Mitte Mai muss ich den Visa Run machen, das heisst, billig aus- und einreisen und ein neues Zwei-Monatsvisum beantragen, um dann noch Regionen wie Flores und den Komodo Nationalpark zu bereisen, bevor ich dann mitsamt Surfboard nach Java weiterziehe.

Nun ja, es wird nicht langweilig. Vorallem, weil ich selbst in Bali wiedereinmal fast nichts gesehen und gemacht habe, ausser gesurft und gegessen! Kaum zu glauben, gellet. Und nein, das Surfen ist mir noch nicht verleidet 😉 Morgen geht’s aber auf einen Tagestrip mit dem Roller und endlich wiedermal mit der Kamera ausgerüstet, um hoffentlich bald wieder spannenderes erzählen zu können ;-)!

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