West Sumbawa #Indo

Heute gibt’s FOTOS FOTOS FOTOS! Jap, wir befinden uns immernoch in Sumbawa, also zumindest in Bezug auf die Berichterstattung, die hier ist etwas verspätet unterwegs ist. Einerseits, da ich einfach zu vielbeschäftigt war, andererseits, da auch das WiFi immer mal wieder für nix zu gebrauchen ist.

In Sumbawa angekommen, war ich erstmals nur überrascht. Überrascht von den äusserst guten Strassenzuständen und der Anzahl an Pferdekutschen aus dem gefühlten Mittelalter und Ziegen. Ich düste von der Fähre während ca. 2h nach Maluk – dem grösseren Örtchen im Süden der Westküste Sumbawas. Ich erwartete Bambushütten und Sandstrassen. Doch die komplette Strecke war schön geteert – klar, hier mal ein Schlagloch und dort mal eins, aber sonst wirklich einwandfrei! Und die Häuschen waren auch „europäischer“, als ich sie erwartet hatte! Später habe ich erfahren: Westsumbawa hat dank riesigem Gold- und Kupfermienen Abbau ein sehr hohes Durchschnittseinkommen und gilt auch etwas als die Schweiz Indonesiens.

In Sumbawa musste ich zuerst auf’s Surfen verzichten, weil sich meine Arm von einer durchschnittlichen Schürfwunde aufgrund fleissiger Surfsessions zur eitrigen Kraterlandschaft entwickelte. Ich holt mir vor der Abreise in Kuta Lombok in der Apotheke Gasen und Wundreiniger und Tapes. In Sumbawa empfohl mit eine Deutsche die Salbe „Plazenta Extrakt/Bioplacenta“, die die Wunde dann innerhalb von 4 Tagen komplett heilte! KRASSE SCHEISS! Ich darf fast nicht sagen, dass ich es bei meiner einzigen Sumbawa Surf Session dann sogar geschafft habe, mir im Korallenriff meine ersten superscharfen und bitzeli tiefen Reef-Cuts geholt zu haben. Übermütig bin ich eine Welle viel zu weit ins Riff reingesurft und strandete wie der grösste Volltrottel überhaupt auf dem knietiefen Riff. Nun, habe gelernt, chunnt nümme vor.

An meinen „trockenen“ Tagen bin ich mit dem Roller stundenlang durch’s Paradies gefahren. Sumbawa ist komplett untouristisch. Die einzigen „Weissen“ waren eine Handvoll Surfer auf allerbestem Niveau und zwei Deutsche Reisende ohne jegliches Interesse am Surfen. Ich dazwischen =P Für die Ausflüge habe ich mich mit den zwei Ladies zusammengeschlossen und einen Wasserfall und das wohl sauberste Dorf Indonesiens erkundet. Vor jedem Haus standen Abfallkübel und es lag fast nix rum – sowas habe ich bislang in ganz Asien noch nie gesehen! Wie überall waren die Leute superfreundlich, überaus begeistert über unser Erscheinen und mit wenigen Worten Bahasa flippten sie komplett aus. Wir haben das wohl schärfste Nasi Campur ever gegessen und die Besitzerin hat wiedermal den Fan neben meinem Schweissgesicht platziert. Gnützt hät’s aso nüt.

Ansonsten ist Sumbawa ein Paradies für Strände und Dschungel. Affen jucken über die Strasse und die Echsen-Sichtungsquote war selten so hoch. Am Surftag fuhren wir zu fünft während 1,5h nach Kertasari im Norden Westsumbawas. Die Jungs von Dreamtime (Iann und Yanni) sowie ein Australier Cory und eine deutsche, die in Australien lebt, Jana und ich. Die Jungs Surfen alle seit Geburt und Jana macht seit drei Jahren nix anderes. Ich war der absolute Looser im Team, wurde aber trotzdem aufgenommen und mitgeschleppt 😉 In Sumbawa ist aber aufgrund des fehlenden Tourismus auch der Umgang mit weissen / Surfern manchmal schwieriger, so wird oft geklaut. Wir haben deshalb fast keine Wertsachen und nur Bargeld und Rollerschlüssel mitgenommen und diese in Abfall, der am Strand rumliegt, versteckt. Oder in mitgebrachten Döschen verbuddelt.

Der Pointbreak selbst war nicht gross, kleinere bis durchschnittliche Funsize mit grösseren Sets zwischendurch. Das Wasser und Riff hingegen waren nochmals eine Steigerung zu dem, was ich von Lombok her kannte. Ich glaube sogar, dass ich per Zufall eine Seeschlange mit der GoPro filmte. Zum Glück sah ich das erst im Nachhinein… eieiei! Obwohl ich verglichen zu den anderen keinen Plan vom Surfen habe, gab ich mein bestes und kriegte viele Inputs und gutes Feedback. Die Jungs surften mit der GoPro in der Hand und machten Tricks wie die Wilden. Ich war zufrieden, dass ich nur einmal im Riff landete ^^ Irgendwann sah ich jedoch, dass Cory und Yanni wie zwei Wahnsinnige zum Strand paddelten. Als wir alle draussen waren, hörten wir: Cory hat sein Handy in einer Tasche vergessen und diese wurde geklaut. Yanni hat den Dieb mit GoPro zu Fuss verfolgt. Vom Dieb und dem Handy gab’s aber keine Spur. Schad, wär sicher es geils GoPro Video worde! Shit happens. Cory nahm’s entspannt und für uns hiess es: Nasi Campur. Geiles geiles Indo Essen von der Strasse mit Erdnuss-Sauce. Must try when in Indonesia!

Mittlerweile bin ich zurück in Lombok und melde mich bald wieder! Es gibt wieder viel zu berichten, so habe ich meine Lieblingsapotheke mittlerweile zum dritten Mal besucht (immerhin die Jungs freuts!) und dank meinem verrückten Buddy Jeremy wird’s sowieso nie langweilig. SEA you soon!

 

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Abfallkübel vorem Hüsli

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Morning Surf
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Sunset
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Sunset
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Kertasari

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Close to Supersucks, Maluk
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Corals at Low Tide
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Beachiiiiiin
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Corals at Low Tide
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De gits no für’s Protokoll 😉 s Problem mit Reef-Cuts isch, dass im Riff teils ultraresistenti Bakterie lebet, wo sich chönd im Körper usbreite und drum müend so Cuts mit stärkstem Alkohol-Desinfektionsmittel greinigt werde. Brännt hät’s we nonie, aber es heilt recht guet.
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1 Kommentar zu „West Sumbawa #Indo“

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