Crossing Java & another movie! #Indo

Java war also meine bzw. unsere letzte Station in Indonesien. Eine riesige Insel mit noch grösserer Population. Gestartet sind wir in Surabaya, aber nur zum Schlafen. Am anderen Morgen ging’s gleich weiter, mit den öffentlichen Verkehrsmittel zum Mt. Bromo. Wir waren seelisch darauf vorbereitet, dass dies eine ganz schöne Odyssee werden könnte. Lustigerweise verlief das ganze ziemlich unkompliziert. Grundsätzlich nimmt man aber ab Surabaya den Bus nach Probbolingo und von dort einen „public bus“ nach Cemoro Lawang. Der „public bus“ geht aber nur, wenn man 15 Personen zusammen hat. Was bei uns nicht der Fall war. Nach ewigem hin und her und Suchen von Alternativen haben wir nachgegeben, etwas mehr bezahlt und wurden nach Cemoro Lawang chauffiert. Übernachtet haben wir im YOG Homestay, empfohlen vom wohl nettesten Reisebüro-Inhaber ever und ein Top Deal, verglichen zum Rest in Cemoro Lawang (falls es von euch mal jemanden dort hin verschlägt!).

Beim Mt Bromo selbst sind wir zuerst zum Aussichtspunkt King Kong hochgewandert, bevor wir auf die glorreiche Idee kamen, zwei Fahrer mit einem Töff zu bezahlen, damit sie uns in den Tengger Krater reinfahren, damit wir noch in den Bromo Krater reingucken können. Leider gab’s keinen Helm und die beiden Fahrer waren in der Wüste des Kraters (Asche) etwa so sicher auf ihrem Bike, wie ich auf einem Einrad wäre. Ich sah, wie Sven versuchte, sich irgendwo zwischen Schutzblech und Auspuff festzuklammern. Ich hatte immerhin eine kleine Halterung, an der ich verzweifelt etwas Halt fand. Nach der Fahrt befand sich in meinen Fingern aber definitiv kein Blut mehr, so fescht hani müesse hebe. Unsere Rädli sind laufend zur Seite gerutscht, Sven und sein Fahrer sind sogar halbwegs gestürzt. Lieber er als ich. Nei Scherz. Aso mol, eig scho.

Der Aufstieg zum Krater war nochmals eine überraschend anstrengende Sache, da man in der sandigen Angelegenheit etwas mehr mit dem Untergrund kämpfen muss, als gewöhnlich. Es lohnt sich aber! Der Krater ist wirklich eindrücklicher, als alle Vulkane, die ich zuvor je gesehen hatte. Und es brodelt sooo fest!!!! Leider verpassten wir um einige Tage eine heilige Tengger (Hindu) Zeremonie, bei der die Leute alles möglich spenden. Obwohl, so traurig bin ich nicht, denn offenbar werfen die einen auch eine Kuh und Hühner runter. Lebend. Das isch denn echt z viel. Auch spannend ist aber, dass die ärmsten der Armen runter an den tiefsten Rand des Kraters klettern und mit Auffangnetzen versuchen, die oben gespendeten, reingeworfenen Dinge aufzufangen. Mega traurig. =(

Borobudur, Prambanan und die Chicken Church

Vom Mt Bromo ging’s dann in einer tatsächlichen Odyssee nach Yogyakarta. Ich hatte Fieber, unser Fahrzeug hatte einen Platten, wir mussten ewig auf andere Passagiere warten und schlussendlich dauerte die Busfahrt satte 20h. Läuft bei mir. Die AirCon war auf 15 Grad Eiszeit und ich habe dank meinem Fieber selten so geschwitzt. Jap, das war ganz, ganz toll. Aber überläbt hani’s, gäll. Halbs so schlimm. Das Fieber wurde bald etwas besser und Yogyakarta war echt eine süsse Stadt. Wir besuchten die beiden Tempelanlagen Borobudur und Prambanan, sowie die Chicken Church, die eigentlich eine Taube und kein Huhn ist. Überhaupt finde ich dieses Ding das dümmste Bauwerk seit langem, aber Sven ist ein grosser Fan. Nicht ganz unberechtigt: Es ist nämlich keine klassische Kirche, sondern ein „House of Prayer“, wo Gebetsräume für jede Religion zur Verfügung stehen. Das ganze in Form eine Friedenstaube. Aber ja, ich find’s eifach nur hässlich und die Tatsache, dass es eben doch wieder „separate Räume“ für die Religionen sind, zeigt einfach, dass wir es immernoch nicht zum grenzenlosem Zusammenleben schaffen. Quasi selbst in einem „House of Prayers“ noch einzelne Räume benötigen. Das setzt genau wieder das Statement, dass man nicht gemeinsam in einem Raum sein kann. Mamma mia. Aber ja, es isch viellicht en Asatz…

Jakarta und das WM Finale

Von Yogya nahmen wir den Zug nach Bandung und von da weiter nach Jakarta. Die Fahrt selbst ist mega schön, durch Reisfelder und traumhafte Landschaften. In Jakarta haben wir uns einen Tag lang die Füsse vertreten. Vom traditionellen Puppenmuseum, dem National Monument, über die alten Gebäude aus der Zeit der holländischen Kolonie bis hin zu einer Kirche, die aussieht wie das Notre Dame, aber direkt neben einer der grössten Moscheen liegt, war alles dabei. Abends war dann noch das WM Finale. Leider war echt jedes Pub pumpevollä und wir wurden nicht mehr reingelassen. Ja, da mueni zuegäh, mir hends au easysponti probiert. Schlussendlich landeten wir mit etwa 200 anderen in einem Mc Donalds, wo die absolut maximale Partystimmung herrschte. Kaum zu glauben, dass ich einen Fuss in einen Mc setze, gäll. Als die Franzosen ein Tor schossen, flippten die Indos aus, als wäre Indonesien höchstpersönlich am Gewinnen. Man sprang auf die Tische, schrie und grölte. Nei, Bier hät’s kei gäh und überhaupt keine isch bsoffe gsi. Als Kroatien das Tor schoss, ging die Menge genauso ab. Hahahaha! Eifach nume legendär gsi.

Vielfältiges Indonesien

In Java fiel mir auch zum ersten Mal auf, wie krass sich die Insel von Flores, Sumbawa, Lombok und Bali unterscheidet. Die Wirtschaft ist deutlich stärker, gibt es riesige Konzerne und Millionen Arbeitskräfte. Die Leute sind besser gebildet und haben viel öfters einen Bürojob. Ganz auffällig ist auch ein kleines Problemchen der Javanesischen Bevölkerung: Wohingegen die Leute in Bali und östlich noch immer sehr stark körperlich arbeiten, können sie das stets frittierte Essen (goreng goreng und nomal goreng) und die immer mit Zucker gesüssten Getränke (Tipp: Immer „tidak gula“ bstelle und ihr hend de Friede) figurtechnisch vertragen (ich säge nöd, dasses annährend gsund sig). Das sieht in Java aber etwas anders aus. Die Leute bewegen sich kaum, haben öfters Bürojobs, sind maximal unsportlich, essen aber genau den gleichen, ungesunden Scheiss. Sorry, ich chan’s nöd anderst säge. So sehr ich Nasi Campur, Morning Glory und Tempeh liebe, so sehr veraaaachteeee ich frittierte Bananen und den ganzen anderen gebrateten und frittierten Kram. Resultat: Unglaublich viele sind kugelirund oder gar so höch, wie breit. Was bei einer Durchschnittsgrösser von „ca. einem Kopf kleiner als ich“ halt schon ziemlich fies ist. Gesund ist das nicht und ich hoffe, dass da irgendwann ein gesünderes Bewusstsein entsteht.

Tschüssli!

Das war’s also mit Java und somit vorläufig auch Indonesien. Etwas zusammengefasst natürlich. Ich war leider ein paar Tage echt nicht fit und wir haben’s zwischendurch immer wieder ziemlich gechillt. Trotzdem hat’s für ein Filmchen gereicht – viel Spääässseeeeee! Und wer sich wundert, ob ich denn jeden Tag dieselben Klamotten trage: Nei, eigentlich aso scho nöd 😉 Aber für den Tempel braucht’s lange Hosen und da hab ich nur noch eine. Und dann hatte ich auch nur noch ein sauberes Ärmelshirt. Drum ja, excusez-moi für die fehlendi Vielfalt 😉

 

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2 Kommentare zu „Crossing Java & another movie! #Indo“

  1. Corina, du gsehsh so guet und frisch und happy us! 🙂 Ich gnüss dini Reis mit diir ❤

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