Finding my inner Yogi #Chiang Mai

Wir sind die ganze Zeit unterwegs, schnappen überall Eindrücke auf, haben spannende Gespräche, reissen Themen an, bevor uns plötzlich das Hupen eines TukTuks wieder in die Realität zurückholt.  Das Thema wechselt, der Kopf rattert. Ich dachte immer, die Reisenden sind alle so vögelifrei. Aber irgendwie gibt’s einerseits doch ganz schön viel zu organisieren und andererseits haben wir hier viel zu viel Zeit, uns zu allen möglichen und unmöglichen Themen Gedanken zu machen. Das Ganze in Ruhe setzen zu lassen und zu verarbeiten, das klappt bei mir irgendwie gar nicht so leicht. Ich schaffe es kaum, mir diese Zeit zu nehmen. Will ja nix anderes verpassen! Der Blog hilft hier zwar uh fescht, das Erlebte niederzuschreiben und zu erzählen. Doch oft bleiben Fragen, Themen oder Ideen in meinem Kopf unbeantwortet. Das klingt jetzt sicher voll schräg, oder?

Zukunft vs. Gegenwart

Kurz gesagt: Ich merkte, dass zu viel Energie in meinem Kopf in Zukünftiges investiert wird. Und zukünftig bedeutet oft, dass es ungewiss oder gar hypothetisch ist. Und somit vielleicht für nix verschwendete Energie ist. Ich mache mir zu viele Gedanken, was noch kommt, was nicht, was mal sein könnte, würde, hätte. Ich mache mir ab und zu auch Sorgen, was noch sein könnte, würde, hätte. Zudem realisierte ich, dass ich in meinem Leben zu viel Energie an Dinge verschwende, die ich gar nicht brauche. Sei es materieller Ballast, aber auch emotionaler Ballast. Dinge, wie dumme Gewohnheiten, über die man sich ärgert, die man aber nicht loskriegt. Oder Ärger über längst Vergangenes, der mich nicht loslässt. Oder überhaupt lächerlicher Ärger über Kleinigkeiten, die es erstrecht gar nicht wert sind.

Was hät das ez mit Yoga und Meditation ztue?

Je länger ich mich mit dem Thema beschäftigte, desto mehr sah ich, dass man dort genau das predigt: Fokus auf’s Jetzt. Yoga wird immer als die Verbindung von Körper und Geist beschrieben und, wie man mit dem Atem auf’s Jetzt fokussieren kann. Meditation soll für einen Moment „komplettes Abstellen“ sein. Nun, ich sags euch: Meine bisherigen Meditationsversuche waren eher katastrophal und ich war 0,0% entspannt. Mir platzte der Kopf mit Gedanken und ich konnte nicht still sitzen, weil irgendwas weh tat, mir ein Bein einschlief oder weil mich eine Mücke stach. Also nein, bislang wenig erfolgreich. Gaaar nöd zen.

Das Retreat

In Chiang Mai fand ich dann ein tolles Retreat und konkret hiess das für uns: Sieben Tage in einem Permakultur Yoga & Meditations Retreat. 2x täglich 2h Yoga und Meditation. Weck-Gong um 5.30 Uhr. 3 vegane Mahlzeiten. Unterkunft basic, aber sehr bequem. Zwischendurch Workshops oder andere Yoga Trainings. Wie Sven so schön sagte: „Gehirnpause: Hier sagt man mir, wie ich mich bewegen muss, wann ich essen, aufstehen und schlafen muss.“

Klingt jetzt alles ganz hippie-easypeasy aber ich sag euch, ich hätte um 20 Uhr abends am Tisch einschlafen können. Die Atmosphäre war zwar tiefenentspannt, aber fordernd.

Was ich gelernt habe?

Ui. Wie Permakultur, ein ganzheitlicher Kreislauf von nachhaltigem Leben / Anbau / Garten, funktioniert. Wie man aus Gartenkräuter Shampoos und Gesichtsmasken herstellt (nei, ich bin no ken Oberöko…). Wie man in den Hand- und Kopfstand kommt und sonstige kuriose Positionen, von dessen Namen ich keinen Schimmer habe. Ich habe die Zeit maximal genossen, mich mit unterschiedlichen Menschen in einem so offenen Rahmen auszutauschen.

Aber es gab auch Momente, wo Sven und ich uns angeschaut haben und dachten „Okay, das isch ez echli zviel Predigt / zu vill spirituells BlaBla.“ Ja, er ist aus freiem Willen mitgekommen, imfall. Obwohl er nach der ersten Yogalektion schon fast auf allen Vieren aus dem Studio gekraxelt ist: Er hat’s bis am Ende (oke fast) durchgezogen. Sogar mit dem veganen Essen! Nur ein bisschen gemeckert, dass alles so brei-ig ist. Und säb chani nöd verlügne. Smoothiebowls, Porridge Bowls, und sustigi müesligi Sache wie Hummus häts gäh. Aber fein ischs aso gsi. Und gnueg häts au gäh.

Und jetzt?

Nach der Woche kann ich sagen: Ich kann jetzt problemlos 20 Minuten meditieren, obwohl mir ein Käfer fast ins Ohr gekäfert wäre. Mein Wille war so gross, das Ding wegzuscheuchen, aber ich hielt durch. Ziel ist es nämlich, Stärke und Willen aufzubauen. Nicht jedem Bebeli und Wehwehchen nachzugeben. Nur weil dir das Bein einschläft, fällt das gute Stück ja nicht gleich ab. Oder?! Ich habe einmal sogar so gut meditiert, dass ich eingeschlafen bin. Läuft. Scherz, ist natürlich nicht das Ziel, aber zeigt: Ich kann jetzt loslassen.

Körperlich hat mich das Yoga auch nochmals gefesselt, ich bleibe täglich dran. Auch der Veganismus ist immer wieder interessant und ich probiere seither, mind. 1-2 Mahlzeiten täglich vegan zu essen. „Ganz“ vegan ist aufgrund der beschränkten Möglichkeiten hier nicht wirklich möglich, ausser man orientiert den ganzen Tagesablauf an einzelnen Restaurants. Das ist mir dann doch schlichtweg zu viel des Guten, würde Lebensqualität einbüssen und wäre auch viel zu teuer.

Natürlich bini etz nöd oberspirituell und zünde dä ganz Tag Räucherstäbli ah. Und ich han au ke Batikröckli und Elefantehose und Glöggli-Ketteli ah. Und Rastas hani au nöd. Wirdi alles au gar nie ha! Aber mein Ziel bis Ende Jahr ist, noch viel mehr über Yoga zu lernen. Da gehören nämlich mehr als nur ein paar Übungen dazu. Seid gespannt, es gibt obercoole News für Oktober! Doch zuvor sollte ich mal den Thailand Video schneiden und hier etwas mehr aus Kambodscha erzählen. Bis gli also!

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Garden-Kitty (Mami)
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Euse Truck-Alow
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s Mit Abstand schlimmste Foti wo je vo mir gschosse worde isch. Aber: Happy me und happy Pinky (Baby Chätzli).

 

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1 Kommentar zu „Finding my inner Yogi #Chiang Mai“

  1. Heute, am 27.08.2018 liebe Corina ein GROSSES HAPPY BIRTHDAY. Geniesse deine Tag und lass dich verwöhnen, vielleicht zwischendurch ein Geburtstag-Meditatiönchen? Alles Liebe und Gute und weiterhin eine gute und spannende Reise. Herzlicher Gruss, Andréa

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