Off to Siem Reap! #Cambodia

Der Vorsatz in Sachen günstiger und ökologischer Reisen funktioniert leider nicht immer. Bangkok – Siem Reap ist in dieser Hinsicht aber dankbar, gibt es nämlich eine spottbillige Zugfahrt zur kambodschanischen Grenze. In unserem Fall hiess es zuerst, während 12h von Chiang Mai nach Bangkok zu tuckern. Im Bus. Eigentlich kann ich in solchen Situationen ja fast nicht schlafen, aber mir war halbwegs schlecht und ich hörte mir eine Meditation an. Das nächste, was ich weiss, ist, dass etwa 4 Stunden vergangen sind. Kraasssss! Wir kamen um gut 23 Uhr in unserer Unterkunft an und fielen subito in den Tiefschlaf, bevor morgens um 5.55 Uhr der Zug ab Bangkok Mainstation fuhr. Ich war trotz dem ganzen Geschlafe null erholt und habe die ersten 1,5h im Zug auf dem Sitz flott weitergeschlafen. Wie das ging, ist mir bis heute ein Rätsel, aber ich schwör es isch d Meditation!!

Sven nutzte die Chance, um eine Vielzahl hässlicher Videos von mir beim Schlafen zu drehen. Was für e dummi Gwohnheit! Solche gibt es nämlich schon aus dem Flugzeug nach Malaysia, als wir etwas mehr Platz hatten und ich mich hinlegen konnte. Oder von anderen Busfahrten, wo ich mich ein bisschen ausbreiten konnte. Sollte vielleicht mal ein Reise-Schlaf-Video für euch zusammenschneiden, mit den kuriosesten Positionen und offenem Mund. Nei Scherz. Bringi mich da selber no uf dummi Ideeä. Zurück zu Kambodscha.

Die Zugfahrt ist superidyllisch, kostet knapp CHF 1.- pro Person und dauert etwa 6 Stunden. An der Endstation haben wir uns für ein paar Rappen ein lokales Gruppen-Tuktuk genommen und sind bis zur „Exit Thailand“ Station gedüst. Dort wird das Thailand Exit Visum gestempelt, bevor man zu Fuss über die Grenze läuft. Neben uns haben Männer Schubkarren voll Material über die Grenze geschoben, wirklich oberaltmodisch wie man sich das aus alten Zeiten vorstellt. Wahnsinn! Im „neutralen“ Territorium zwischen den beiden Grenzposten hatte es dann auch ein RIESEN Casino. Die Kambodschaner sowie Thais dürfen auf ihrem eigenen Boden nämlich nicht gambeln, auf neutralem oder fremden Territorium hingegen schon! Klassiker. Dasselbe gilt für die Vietnamesen, die dafür fleissig nach Kambodscha kommen. Macht wiedermal mega viel Sinn gäll.

Wir zeigen unser eVisa für Kambodscha (unbedingt ausdrucken!) und gehen der Hauptstrasse entlang, bis wir ein shared taxi finden. Mittlerweile sind wir von Kopf bis Fuss nass und dreckig. Das ist nämlich neu: Der Boden ist dreckig und so nass, dass die Füsse bis zu den Knöcheln in einer braunen Sauce stehen. Bei meinem Gehstil bedeutet das zudem, dass meine ganze Rückseite mit einer Million Spritzer übersäht isch. Top. Wir höcken uns mit zwei lokalen Mädels ins Auto und auf geht’s ins nächste Abenteuer. BHAA!! In einem abartigen Himmelfahrtskommando gehts weitere 3 Stunden lang nach Siem Reap. Sven hat während diesen Stunden easypeasy gepennt, während ich mir auf dem Rücksitz fast ins Höschen gemacht hätte. Der Fahrer fuhr wie ein kompletter Kamikazepilot auf der Flucht aus dem Irrenhaus. Ohni Scheiss ez, ich wusste nicht was besser ist: Hinschauen oder Wegschauen. Der Monsun schepperte mit 130km/h auf die Scheiben, die Sicht reichte vielleicht maximal 2 Meter. Du hast nur braune Suppe (von oben, von unten, von allen Seiten) mit ein paar Gegenlichtern anderer Fahrzeuge gesehen. Und davon gabs hunderte: Roller, Autos, Lastwagen, andere Kuriositäten auf Rädern. Und die lieben Verkehrsteilnehmer – ein weiterer Klassiker – sind ja auch nicht gerade bekannt für ihren organisierten, durchdachten Fahrtstil. Trotz all dem empfand es unser Fahrer nicht als nötig, auch nur 3 Meter Abstand zu den anderen Fahrzeugen zu halten. Auch von Bremsen oder „Entschleunigen“ scheint er NOCH NIE gehört zu haben. Einmal musste ich was reinrufen, ich konnte es schlichtweg nicht zurückhalten. Der Gute hat mir natürlich nur einen Giftpfeil-Blick via Rückspiegel zugeschossen und gedacht, was die dumme Tussi aufm Rücksitz eigentlich will. Ich konnte meinen Überlebensinstinkt aber selbst bei beschränktem Handlungsspielraum nicht zurückzuhalten. Sorry not sorry.

Überläbt hämmers. KEI AHNIG WIE. In Siem Reap haben wir für ein Oberschnäppchenpreis (Schlafsaal mit 12 Schnarchnasen wäre teurer) ein mega riesen Zimmer mit freistehender Badewanne (Erinnerig: Mir sind vo Chopf bis Fuess dräckig) und genügend Platz für Sport und Yoga genommen. Und en Pool häts au gha, wie guet! Etwas Komfort und Erholung musste nach 2 kompletten Reisetagen sein, bevor es endlich hiess: TEMPEL TEMPEL TEMPEL!

Fotos gibts aus diesen Momenten nicht allzuviele, wir haben eher gefilmt. Die Zugszenen gibts im letzten Video, das leider einen kleinen Youtube-Schaden hatte. Wer’s nicht anschauen konnte, einfach hier auf dem Blog selbst zum letzten Post gehen. Dort klappts und auf YT klappts jetzt auch 😉 Ich hoffe allgemein, dass ihr diese Texte auf dem Blog lest und nicht im grusigen Email-Format. Der sieht ja mega schrecklich aus und ich kann das leider nicht anpassen, da ich hier mit einer Gratis-Version arbeite 😉 Ez aber fertig für hüt.

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Photocredit: Sven. Ich han i dere Ziit gschlafe.

 

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