Welcome to the Pot! #Cambodia

Holy Guacamole! Ich kann schlichtweg nicht glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist. Wir kamen knapp vor meinem Geburi nach Kampot und bezogen dann für eine Nacht eine supersuperhübsche Unterkunft direkt am Fluss. Mein einziger Wunsch war nämlich: Wenn nicht Surfen, dann bitte Wasser. Wenn nicht Meer, dann mind. ein Fluss oder See! Entsprechend haben wir den Tag auf einem Kayak verbracht und es war soooo idyllisch. Abends gabs feines Essen und am nächsten Tag gings zurück in die Stadt.

Kampot ist eine überschaubare Kleinstadt und hat einen herzigen Kern mit deutlich französischem Stil. Für kambodschanische Verhältnisse ist die Stadt supersauber und ziemlich organisiert. Schnell wird auch klar: Die Expatszene ist sehr stark ausgeprägt. Es gibt viele Cafés und Bars, die von Expats geführt werden. Wo es bspw. in Indonesien viele leckere, lokalgeführte Restaurants gibt, haben wir das in Kampot oder allgemein in Kambodscha viel weniger gefunden.

Die ersten Tage kamen wir in einem Gasthaus unter und waren mit dem (wohl ältesten) Fahrrad (Kampots) unterwegs. Ich han fix en Platte gha, aber mit echli würge ischs scho gfahre. Ein etwas erschreckenderes Gegenteil zur herzigen Region war dann jedoch die Gegenwart der vielen Sexpats. Restaurants mit älteren Herren (würde sagen 65+ und nicht selten „schmuddliger“ Erscheinung), die junge Mädchen (Mehrzahl) auf dem Schoss haben, sind keine Seltenheit. So viele! Auch das ist ein Teil Kambodschas, leider…

In Kampot gibt’s einige kulinarische Empfehlungen, so beispielsweise mein Favorit, das Epic Arts Café. Eine in UK basierte Stiftung, die sich für Menschen mit Behinderung in Kambodscha einsetzt. So ist das Personal bspw. Gehörlos oder Stumm etc. // Menschen mit Behinderung haben in Kambodscha und anderen Ländern Asiens leider nach wie vor ein viel schwierigerer Stand in der Gesellschaft. Oder Simple Things, die auch gutes tun. Wer den besten Kaffee in der Stadt will, geht zur Espresso Roastery mit selbstgemachtem Kaffee. Auch sonst gab’s in und um Kampot noch ganz viele tolle Dinge, von denen ich euch aber separat noch erzählen möchte!

Nach ein paar Tagen stand dann Sven’s kleine Abreise an: Er ging für zwei Wochen nach Malaysia, zuerst auf die Perhentian Islands, um zu tauchen. Ich blieb in Kampot, weil ich dort noch meinen Arbeitseinsatz leisten wollte. Ich sage hier kleine Abreise, weil uns die grosse Abreise Ende September noch bevorsteht. Er geht dann bis im Januar nach Holland während ich frischfröhlich weiter in Asien unterwegs sein werde 😉 Nei, ich han nonig gnueg…

Nun gings ans Eingemachte. Wer sich erinnert: Ich wollte ursprünglich nach Kampot, weil ich hier ein Freiwilligen-Arbeitseinsatz machen wollte. Über das Projekt selbst erzähle ich euch auch ein anderes Mal noch mehr Details. Die Jungs, Bib und Joe, erklärten mir dann, dass ich im Gasthaus High Tide einchecken soll. Dort gäbe es verbilligte Betten / Bungalows oder kostenlos eine Hängematte. Okay, perfekt. Auf geht’s!

High Tide ist ein „Hostel“ direkt am Fluss. Wahnsinns Location, etwas abgelegen vom Stadtkern aber richtig, richtig idyllisch. Der Empfang war herzlich, aber nebst dem normalen Menu wurde ich auch grad instruiert, was es noch für ein Menu mit anderen Substanzen gäbe. Ich brauchte einen Moment, um zu schnallen, was mir hier gerade alles angeboten wird. LOL. Oke merci, ja mal luege, vielleicht eher nöd. Danke! Hahahaha!

Nachdem ich mich mit diversen Gestalten und lieben Menschen unterhalten habe, stellte sich heraus: Die meisten der Mitarbeiter / Besitzer / Expats lebten zuvor auf den Inseln Koh Rong / Samloem und in Sihanoukville. Und mir war sofort und zweifelsfrei klar: Ich bin hier mitten in den crazy people gelandet, von denen mir Manon in Otres noch erzählt hat. HAHA ooops!

Ich sags mal so: Zwei Wochen später habe ich High Tide mit dem schwersten Herzen ever verlassen. Mir sind die Menschen ans Herz gewachsen, obwohl ich für die einen bestimmt nur ein weiterer Gast von 240293 Gästen war. Anderen werde ich wohl länger in Erinnerung bleiben, so gab es doch zahlreiche lustige, legendäre oder einfach einmalige Momente. Ich habe während zwei Wochen selten so wenig geschlafen, hatte eine abenteuerliche Bootparty miterlebt, die grüsigsten Joss Shots, lernte neue Skills, hatte einen violetten Hintern aufgrund der allerheftigsten Arschbombe ever und habe so viele Hunde geknuddlet, wie in meinem ganzen Leben noch nie. Und jap, ich laufe seit zwei Wochen mit einem „durch einen Kugelschreiberstift geflickten“ FlipFlop rum, der mich jeden Tag an die Kuriositäten erinnert, die ich erlebte. Selten konnte ich so runterfahren, den Moment so geniessen und einfach nur sein. High Tide ist eine Familie und irgendwie grad weit genug weg vom ganzen Zirkus, dass man sich dort einfach irgendwann wohl fühlt. Mal schauen, vielleicht komm ich gar zurück… thanks guys.

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