Let the roadtrip begin! #Chile

Endlich, endlich sind wir unterwegs. Hola Chile, Hola Patagonien, Hola Carratera Austral! Endlich haben wir das Mietauto und endlich sind wir ON THE ROAD! Aber das Ganze kam nicht ohne Drama, beziehungsweise nicht ohne die ein oder andere Krise meinerseits und auch beim leicht gestressten Sven. Jap, für solche halbwegs Camping-Jungfrauen stellte sich heraus, dass es doch noch echli meh braucht, als man denken würde =P Aber eins ums andere.

In Puerto Montt angekommen, sahen wir zum ersten Mal unseren Mietwagen: Einen nigelnagel neuen Hyundai Creta (4×2) mit echt nur 1100km. Ich hab das ganze Auto gefilmt und genau einen einzigen Kratzer gefunden. Ziemlich viel Druck auf mir als Fahrerin, dass dies so bleibt -.- eieiei… Aber hey, schaffemer scho. Fingers crossed. Dann führte der Weg schnurstracks nach Puerto Varas. Im kleinen Dörfchen mit SENSATIONELLER Aussicht auf den Vulkan Osorno (Fake Mt. Taranaki…) haben wir dann aber primär Zeit in verschiedenen Shops verbracht. Am ersten Tag gings darum, eine Matratze, einen Campingkocher, Tupperware (alias Teller), Besteck, Kochlöffel, Duct-Tape (LEBENSRETTENDE ERFINDUNG!) oder Alufolie und Gas zu finden. Zudem einige Lebensmittel an Proviant, die uns möglichst lange sättigen sollen. In einer Art „Jumbo“ (heisst hier Lider) fanden wir dann den Kocher und die Matratze um einiges günstiger als bei den teuren Outdoorläden. Etwas spät merkten wir, dass wir in Sachen Schlafsack ein kleines Missverständnis hatten. Ich habe nämlich meinen Sommerschlafsack mitgebracht und gemeint, Sven hätte einen eigenen oder sonst eine Lösung. Er meinte hingegen, mir schon länger einmal gesagt zu haben, dass man meinen ja öffnen und als Decke nutzen kann. Dass man dies kann, ist schon richtig. Dass dies als Decke ausreichen würde, auf keinen Fall.

Wohl oder übel haben wir unsere erste Testnacht dann mit einem Sommerschlafsäckli verbracht und sind wirklich fast erfrohren. Ich habe in meinem Leben, weder in Nepal oder in den Nachtzügen Indiens, noch auf Flores in Moni oder beim Mt. Bromo in Java, ich habe echt noch nie so fest gefroren. Am anderen Morgen war klar: Wir brauchen Schlafsäcke, eine weitere Decke, Isomaterial für die Fenster und ich brauche einen zweiten Pulli. Bisher bin ich nämlich nur mit einem Pulli und einer warmen Jacke gereist. Schnell war klar: Kein Tag ohne Pulli in Patagonien. Ergo, Wechseln muss möglich sein. Man schwitzt, man friert, man schwitzt, man friert.

Einen weiteren halben Tag verbrachten wir daher mit organisieren und einkaufen, bis dann endlich alles soweit stimmte. Ab und zu vermissen wir Campingstühle und ein Tischli, aber bislang gings auch ganz gut mit einer simple Picknickdecke. Nachdem wir dann nach Petrohué aufbrachten, dort einen sensationellen Wasserfall bestaunten (vergleichbar mit den Huka Falls in NZ oder den gletscherigen Wasserfällen in Island) und weiter zum zweiten Nachtlager fuhren, fühlte sich das Auto schon viel „heimeliger“ an. Läuft langsam. Die zweite sowie die dritte Nacht waren wohlig warm und wir schafften es mittlerweile nach Hornopiren.

Die Strasse hier heisst Carratera Austral (Ruta 7) und ist wohl einer der berühmtesten Roadtripstrecken schlechthin. Es gibt tonnenweise Camper, SUVs, Leute mit Zelt und Fahrrad oder so richtig krasse Überlebens-Mobile mit 2m hohen Pneus und einem Haus obendrauf. Ohni Witz. Wie die Guten hingegen auf den eher engeren Kieswegli manövrieren, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Mit einem normalen Camper ists aber kein Problem und für unser Äuti sowieso nicht =) Grosse, grosse Empfehlung nach fünf bzw. sechs Tagen für alle Campingliebhaber unter den Lesern hier.

Bis zum Dörfli Hornopiren war es also wirklich eine maximal idyllische Fahrt über Strassen, Kieswege, pure Natur, entlang an Fjorden, vorbei an Vulkanen und Co. Paradiesisch. Vieles sieht auch hier nach wie vor aus wie Neuseeland, entsprechend gefällt es mir wahnsinnig gut. In Hornopiren selbst haben wir dann eine Nacht geschlafen, stets idyllisch am Wasser, und am anderen Morgen spontan einen Fährenplatz gekriegt. Eigentlich müsste man diese nämlich im Voraus reservieren. Konnten wir aber nicht. Einerseits weil hier das Thema SIM-Karte oberaffenmühsam ist und das Kaufen von Datenvolumen irgendwie einfach nicht funktionieren will. Mäh. Andererseits, weil die Öffnungszeiten aller Läden eine Katastrophe sind und man nie Infos kriegt, wie wo was wann und warum. Wir wollten dann mit WLAN irgendwo online buchen und dann funktionierte prompt das Zahlungssystem nicht. Whaaatever.

Schlussendlich haben wir uns auf die Warteliste für die Fähre am nächsten Tag setzen lassen und siehe da, sie liessen uns rein. Die Fähre war genaugenommen zwei Fähren, so mussten wir zwischendrin eine Strecke fahren und dann auf die nähste Fähre. Voll coool! Auf dieses Inselzipfeli kommt man ohne Fähre sonst auch gar nicht hin =) Angekommen in Caleta Gonzalo gings dann weiter nach Chaitén, wo vor 11 Jahren der Vulkan Chaitén ausgebrochen ist und die halbe Region ausgelöscht hat. Nun blüht es wieder wahnsinnig schön und wir haben uns es natürlich nicht nehmen lassen, auf den brodelnden und dampfenden Vulkan hochzukraxeln! War streng, aber lohnenswert!

Geschlafen haben wir dann etwas ausserhalb an der Playa Santa Barbara. Hat rein gar nix mit Los Angeles zu tun, im Gegenteil. Der Strand war super idyllisch, kaum Menschen und trotzdem sogar ein kostenfreies WC! Abends gesellten sich verschiedene andere Campermobile zu uns hin, sogar zwei Familien mit zwei bzw. drei Kindern. Mega cool! Die einen Kids sprachen mehrere Sprachen und waren super aktiv und praktizieren offenbar sogar auch Yoga zwischendurch! Jap, das kann ich mir schon vorstellen. Aktivurlaub mit der Familie für ein paar Monate =P hahaha aber zurück zum Jetzt…

Wir haben also am idyllischen Strand gecampt, abends bei der lokalen Mama noch einen Tee bzw. Kaffee getrunken und sind am Morgen zum Wellenrauschen aufgewacht. Die Picknickdecke hingeschmissen, den Kocher angemacht, Porrdige gekocht und dann, etwa 100m vom Strand, hüpfen einfach zwei Delfine aus dem Wasser! Wir so „OH DOLPHINS“ und die Kids und die Nachbarsfamily gleich auch „oh oh oh blablabla“ und wir alle sind zu den Felsen im Wasser gerannt und dann sahen wir es, etwa 3 Delfine immer wieder aus dem Wasser aufspringen und etwa 5 Seerobben etwas entfernter am Planschen. Sooo coooool!!!!

Jetzt warte ich eigentlich nur darauf, endlich mal WLAN zu haben und diesen Text posten zu können 😉 Kommt natürlich alles mega verspätet hier , sorry dafür! Ansonsten bin ich noch busy mit Videos schneiden und Fotos bearbeiten und natürlich meinen Zeitungsartikeln…bladibla, es wird nöd langwilig 🙂

Eine Frage habe ich aber: In Sachen Patagonien gibt’s soo viel Videomaterial. Schaut ihr lieber ein etwas längeres Video oder mehrere in der üblichen Länge?

Bis gli!

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Puerto Varas, Vulkan Osorno
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Boote in Hornopiren
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Verstecktes Café und Lodge in Hornopiren
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Sven, de Chuchichef i eusere grosszügige Chuchi am Gmües schniide
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zNacht im rustikale Esszimmer 
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Hornopiren
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Hornopiren
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Hornopiren
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Hornopiren inkl Regeboge
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Fähre
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Fähre
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Vulkan Chaitén Wanderig
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Vulkan Chaitén Wanderig
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Vulkan Chaitén Wanderig
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Vulkan Chaitén Wanderig
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Vulkan Chaitén Wanderig
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Vulkan Chaitén Wanderig
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Vulkan Chaitén Wanderig
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Zweits Nachtlager ide Nöchi vo Cochamo
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Chaitén Wanderig
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Zweits Nachtlager ide Nöchi vo Cochamo
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Playa Santa Barbara Nachtlager
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Work at Hornopiren
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Good night at Playa Santa Barbara Nachtlager
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Playa Santa Barbara Nachtlager
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Cochamo Fajitas
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