Valparaiso #Chile

Die Reise ging also weiter…Ciao Pichi, hallo Citylife! Zwei Busse später kam ich spätabends in Valparaiso an. Müde und wahnsinnig erkältet warf ich mich direkt ins Bett, denn ja, meine letzte Surfsession war etwas zu lang, etwas zu kalt, etwas zu viel von allem. Drum: Tee trinken, Ayurveda Balm (den ich immernoch aus Sri Lanka dabei hab) auf die Stirn- und Nebenhöhlen und ab ins Bett.

Am nächsten Tag scheint die Sonne und Valpo ist ready, um erkundet zu werden! Die Stadt liegt am Meer und war einst wichtigstes Handelszentrum mit Hafen & Co. für Chile. Und was eine Hafenstadt so mit sich bringt? Nun: Viele schäbige Ecken. Viele dunkle, verruchte Geschichten. Man liebt sie, oder man hasst sie. Aber die teils sogar noch sehr kriminelle Stadt hat heute durchaus auch mega schöne Ecken. Steil am Hang gebaut, finden sich beispielsweise viele farbenfrohe Strassen und Pflasterstein-Strassen. Valpo ist zwar filthy und bitzli dräckig überall, aber auch kreativ, jung, frech und bitzli verrückt.

Die steilen Hügel haben mir mit meiner maximal verstopften Nase zwar brutal zu schaffen gemacht, aber hey, gaht scho irgendwie. So liess ich mir die Stadttour nicht entgehen, auch wenn das Atmen manchmal nicht ganz angenehm verlief. Lol. Hier ein paar Themen…

Terremoto

Ja in Valparaiso begrüsste mich dann am ersten Tag gleich ein Terremoto (Erdbeben). Obwohl Valpo in der Tat eine Stadt ist, die bereits von verheerenden Erdbeben heimgesucht wurde, handelte es sich in diesem Fall um keine Naturkatastrophe. Eher um eine Leber-Katastrophe. Der Terremoto ist nämlich ein alkoholisches Getränk, das die Chilenen durchaus feiern. Ich weniger. Das Gesöff aus Pipeño (fermentierter Wein) mit Ananas Glacé ist wahnsinnig stark. Wähhhh.

Architektur

Warum ist Valparaiso also eine so farbige Stadt? Ausnahmsweise nicht nur für das Auge des Touristen ;-)! Im Einsatz sind nämlich oftmals Containermaterialien. Ist ja naheliegend, dass in einer Hafenstadt das Containermaterial für die Häuser verwendet wird, oder?! Das Material war einerseits günstig, aber auch wetterfest. Nur Rost, der machte sich irgendwann bemerkbar. Es regnet und windet hier nämlich gelegentlich. Deshalb wurden die Materialien stets neu gestrichen, mit den Farben, die vom Hafen, von den Schiffen und anderen Containern halt irgendwie verfügbar waren. Mal ein Teil grün, mal ein Teil rot. Ja, die Chilenen mögens praktisch, das kann ich nur bestätigen. Kein Volk, das lange fakelt. Gibts ein Problem, wirds meistens direkt angegangen und pragmatisch gelöst, wenn auch nicht immer langfristig 😉

Streetart

Auf der Stadttour kamen wir wirklich an viel, viel Streetart vorbei. Schon schön, wenn so wahnsinnig viele Farben in der Gegend sind, dann erscheint selbst eine stinkige Gasse irgendwie herzig. Kein Wunder lebte Pablo Neruda, der berühmte chilenische Poet, auch in Valpo. Hier gibts echt viel Inspiration. Mir gefielen aber vorallem ganz kleine Graffitis oder Sticker, die man erst auf den zweiten Blick entdeckt. Gesellschaftskritisch und philosophisch, das sind sie durchaus, die Chilenen. Nicht selten ist ein eben noch unspekakuläres Gespräch mit einem Chileno in etwas politisches, philosophisches oder soziologisches Abgedriftet. So auch in einem Kafi in Valpo, wo ich ein Buch gelesen habe. Quatschte mich ein älterer Herr an und schlussendlich sass ich 2h bei ihm am Tisch und er bot mir zuerst Wein und irgendwann indigenen Tabak aus dem peruanischen Djungel an. Lol, beides habe ich abgelehnt. Erkältung und so. Trotzem war das Gespräch sehr interessant. Der typische Ex-Business Dude, der wohl irgendwann auf den spirituellen Pfad gekommen ist. Gibts überall 😉 Trotzdem war das ein sehr netter Austausch und für die Spanisch-Practice mache ich bekanntlich alles.

Tattootermin

Und ich hatte sonst in der Tat einen Termin in Valpo einzuhalten, nämlich mein nächstes Tattoo. Lange habe ich daran gefeilt, lange nach einer guten Künstlerin gesucht und endlich eine herzige, junge Dame gefunden, die mir das Kunstwerk auf den Arm fitzen konnte. Die Künstlerin hatte ursprünglich Veterinär-Medizin studiert. Es gefiel ihr, war ihr aber nicht kreativ genug. Von der Tierhaut gings also rüber zur Menschenhaut, oder so. lol. Wie auch immer haben wir uns bestens verstanden (auf Spanisch. lol. ich mache mich langsam) und eine tolle Session gehabt.

Mit meinem neuen „Buch“ bin ich oberhappy. Wofür es steht? Mhhh. Für leere Seiten, die man jeden Moment neu befüllen kann. Für Worte, die zu Taten, zu Blumen werden. Etwas schönes, das aus dem Nichts wachst. Das aus Gedanken wachst. Aus Ideen. Und falls es für jemanden eine Zeitung darstellt, nun, dann ist das wohl so. Denn immerhin würde ich heute wohl nicht mehr diesen Traumalltag leben können, dürfte ich nicht immernoch für die Zeitung schreiben. Eine einmalige Lebenserfahrung und Chance, die mir hier geschenkt wurde. Darf man ja eigentlich auch mit etwas Kunst würdigen, oder?!

Und das wars irgendwie auch schon aus Valpo. Ich war kränklig und habe nicht all zu viel gemacht. Der Bus ging bald zurück nach Santiago, wo ich eine Nacht verweilte, beim Lush Shop eine Gesichtsmaske (ja, was muss, das muss) aufstockte und mich dann auf den Weg Nordwärts machte!

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glaub mis absolute Lieblingsfoti vo Valpo

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sad but interesting quote
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ein Kaffee in Ehren…

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