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Seljalandsfoss, Skogafoss, Þórsmörk & Reynisdrangar #Iceland

Weiter ging’s zu Wasserfall Nummer 2 – dem Seljalandsfoss. Schön sind sie alle, nass wird man auch jedesmal: Dank kletterunfähigen Chinesen, die beim Umrunden des Wasserfalls nicht vom Fleck kommen, waren wir dem Dunst des Wasserfalls lange genug ausgesetzt, um bis auf die Haut durchnässt zu werden 😉 Kein Problem, somit gleich geduscht.

Weiter ging’s zu Wasserfall Nr. 3 – dem Skogafoss. Unterwegs gab’s doch noch ein ungeplantes Highlight: Das kleine lokale Restaurant Gamla Fjosid mit der besten Suppe, einem hausgemachten Burger mit Fleisch direkt von der Farm und dem nettesten Inhaber. Nachdem wir vergebens einen Kaffee gesucht haben und aufgrund der Vorsaison meist auf verschlossene Türen gestossen sind, war dieses Restaurant echt die Rettung aller Hungersnöte.

Nun weiter mit dem Wasserfall Skogafoss. Er ist wirklich imposant, doch das eigentliche Highlight war die Wanderung entlang dem Fluss Skoga. Die Wanderung führte endlose Kilometer Richtung Ejyafjallajökull und Hochland. Immer wieder zieren kleine Wasserfallspektakel die wunderschöne Landschaft. Die Aussicht und die ganze Wanderung überhaupt sind wirklich atemberaubend und absolut empfehlenswert. Es wäre schade, den Wasserfall nur von unten zu betrachten. Seine „Quelle“ ist wirklich viel imposanter.

Ebenfalls ungeplant erspähte ich einen Gletscher, und weil ich noch nie einen Gletscher von nahem gesehen habe, musste M. – der fleissige Fahrer – natürlich sofort abbiegen und wir wurden nicht enttäuscht 🙂 Der Þórsmörk legte gleich noch einen Regenbogen vor und ich dachte, das sei das höchste der Gletscher-Gefühle. Falsch gedacht, Tag 4 brachte erst recht absolute Gletscher-Sprachlosigkeit, doch mehr dazu bald…

Unser nächstes, eigentliches Ziel war dann Vik. Dort gab es auch nochmals verschiedene Sehenswürdigkeiten, wie lustige Gesteinsformationen im Meer und am Strand. Die Stadt selbst ist für die Katz, der Camping erst recht. Keine Duschen und überhaupt ganz fragwürdige sanitäre Anlagen (und das würde ich auch sagen, wenn ich nicht für Geberit arbeiten würde!) keine geheizten Räume und WLAN nur beim ungeheizten Raum. Yeih! Aber nicht schlimm, am anderen Morgen brachen wir ja sowieso gleich wieder auf…

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Steam Valley, Gulfoss & Geysir #Iceland

Über ein halbes Jahr haben wir auf diesen Urlaub geplangt und endlich ist es soweit – wir sitzen in unserem nigelnagelneuen, umgebauten Mitsubishi Pajero und düsen durch die epische Weite Islands. Nachdem wir den Mietwagen alias Camper alias Zuhause auf vier Rädern bei KuKu Campers – die wirklich ziemlich verpeilt waren – abgeholt haben, sind wir spontan Richtung Osten aufgebrochen und haben unsere erste Nacht in Selfoss (dem Ort, nicht zu verwechseln mit dem Wasserfall) verbracht. Dies war die ideale Ausgangslage für den ersten Tag. Doch zuvor kam die erste Nacht: Arschkalt. Wir haben dann unsere Standheizung entdeckt, doch fragen uns auch jetzt, drei Tage später, noch immer, ob diese mit dem Diesel vom Tank läuft oder ob sie irgendwann wohl keine Batterie mehr haben kann? Denn ohne diese wären wir mit grösster Sicherheit schon in der ersten Nacht erfroren.

Trotzdem sind wir in aller Herrgottsfrüh in den ersten Tag gestartet – was wohl auch an der ewigen Helligkeit des Nordens liegen mag. Spontan ging der Weg nach Reykjadalur. Eine gute kleine Wanderung führt zu einem heissen Fluss im sogenannten Steam Valley, wo effektiv überall Rauch aus dem Boden qualmt. Die Bächlein müssen mit Vorsicht berührt werden, so könnten sie durchaus bis zu 100 Grad heiss sein. Doch der intensive Schwefelgeruch dient schon als Vorwarnung, dass man nicht zu nahe ran geht 😉

Bei den Quellen angekommen, haben wir glatt ein erstes Bad in der Wildnis Islands genommen und uns gefreut, dass wir praktisch alleine da waren. Vorsaison sei Dank! Wieder unten angekommen, ging’s auch schon weiter nach Geysir (zwei Geysire: Strokkur und Geysir) sowie dem Wasserfall Gulfoss, die zwei ganz tolle Naturschauspiele sind.

Übernachtet haben wir anschliessend im Camping Skjol, der wirklich sehr zu empfehlen ist. Easy Infrastruktur, gemütliche Bar und mega cooler Besitzer. Mit ein paar Dänen, die uns schon beim Duschen Wein angeboten haben, und dem Isländischen Besitzer sowie weiteren Gästen haben wir dann lauthals den Eurovision Song Contest geschaut – die Schweiz war ja sowieso draussen, also wurde solidarisch für alle vertretenen Nationalitäten gefant 😉

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the movie(s) #NZ

Wie vielleicht bereits auf meiner Facebookseite gesehen, habe ich ein kleines Neuseelandfilmchen über meine Wander- und Entdeckungsabenteuer gedreht. WICHTIG: Die besten, lustigsten und herzerwärmendsten Momente kommen nicht vor, da ich diese lediglich mit den tollen Menschen oder alleine, ganz ohne Kamera, genossen habe.

As you may already have seen on my private facebook account, I made a short movie about my NZ adventures with some scenes showing me hiking (tramping) and exploring the North Island. However the movie doesn’t show the best, funniest and most heartwarming moments as these were the ones that I have enjoyed without a camera, just with the people I’ve met or on my own.

Allgemein sind Filme in Neuseeland ein grosses Thema, vor allem die „Eigenproduktionen“. Der Kiwi Humor selbst ist schon mal total anders, als was wir Westeuropäer gewohnt sind und auch die Inhalte sind eigen: Während den letzten Jahren haben neuseeländische Filmemacher sehr gute aber auch tiefgründige Filme über Alltagsthemen in Neuseeland gedreht, so beispielsweise die Problematik mit Alkohol und Drogen, psychischen Krankheiten oder häuslicher Gewalt. Doch die Kiwis lachen auch gern über sich selbst oder über die Eigenheiten der Polynesier, da man in Neuseeland auch viele Insel-Maoris von den Cook Islands hat, die irgendwie nochmals ein bisschen anders ticken 😉 Wenn du mehr über NZ wissen willst, als nur die touristischen Highlights, dann schau diese Filme:

once were warrios – sackstark, die nackte Wahrheit über den Alltag (leider) vieler Familien in den ärmeren städtischen Gebieten in den 70, 80 und 90ern. Leider gibt es solche Situationen in vielen Ländern noch heute. Der Film ist ziemlich gewalttätig, aber man lernt unglaublich viel. Wie Elli sagte: „Jeder von uns (Maori) kennt eine Familie wie diese.“ Es ist wie Star Wars bei 9Gag: Du musst diesen Film einfach schauen, um nur schon die Hälfte der Witze unter Kiwis und Maoris zu verstehen. Teil 2: What Becomes of the Broken Hearted?

Dark horse – basierend auf der wahren Geschichte von Schachprofi Genesis Potini. Behandelt Themen wie psychische Krankheiten und die immernoch aktuellen Probleme mit Gangs (Maori Gangs) und deren kriminellen Machenschaften.

Sione’s Wedding – Komödie mit lustigem Humor „über“ die Samoaner in NZ.

Whale Rider – preisgekrönte co-Produktion mit Deutschland, die viele spannende Einblicke in Maori Traditionen gibt. Du wirst sofort ein Flugticket buchen wollen bei all den wunderschönen Landschaftsaufnahmen.

Boy -ein bisschen Maori, ein bisschen Fantasy (okay, viel Fantasy) ein bisschen polynesische Musik. Ein anderer preisgekrönter Film, der dich in die Gedankenwelt eines jungen Bubs eintauchen lässt. Du wirst die Welt durch seine Augen sehen – in einer irgendwie tragischen und traurigen und doch komischerweise lustigen, ungewöhnlichen Art und Weise.

Wenn du diese Filme geschaut hast, stellst du schnell fest, dass es einen Stern am Schauspielhimmel gibt: Cliff Curtis! Mache nie nie nie den Fehler und frage einen Neuseeländer, wer denn dieser Cliff Curtis ist…oder du kriegst den bösen Blick ;-)!

In general, movies are one big topic in NZ, especially the kiwi made movies. The kiwi humour as such is totally different to what western europeans usually watch. But also the topics are quite diverse: during the last couple of years NZ filmmakers made really good and intense movies about the daily life in NZ, showing critical but crucial topics like alcohol & drugs, violence at home or gang fights in NZ. Kiwis are also good at laughing about themselves, or especially about some polynesian habits, as there are many (Cook) Island Maoris as well as Samoan and from the other pacific Islands living in NZ. Movies you must have seen if you want to know more about en zed (yes!) than just the touristy highlights:

Once were warriors – insane, the naked truth about the life of many families in suburban areas in the 70ies / 80ies /90ies. Unfortunately, in many countries families still have to deal with these issues today. Really violent and strong, but awesome as you learn a lot. As one family member said: „everyone of us (Maori) knows/knew a family like this.“ It’s like Star Wars on 9gag: You have to watch to movie to understand half of the kiwi / Maori jokes =P Followed by What Becomes of the Broken Hearted?.

Dark Horse – based on the true story of chess pro Genesis Potini. Covering Topics like mental illnesses as well as the still very current issues with gang fights and trelated crimes.

Sione’s Wedding – funny Comedy „about“ the Samoan society in NZ.

Whale Rider – award-winning co-production with Germany that gives interesting insights to Maori traditions. LOTS of scenic landscapes that make you wanna book your flight ticket immediately.

Boy -a bit of maori, a bit of Fantasy (alright,a LOT of fantasy) and a lot of polynesian soundtracks. Another award-winning NZ movie that invites to dive into the mind of a young boy and see the world through his eyes. A little bit tragic and sad but also funny in an unsual weird way.

When you have watched these movies, you realize that there is one main actor in the scene: Cliff Curtis! So pls make sure you NEVER ask a kiwi who cliff curtis is….or you will get the evil eye 😉

When in Taranaki #NZ

Wer an Neuseeland denkt, denkt zuerst an die Naturgewalten der Südinsel. Oder an die Bay of Islands im Norden mit ihren unzähligen Inseln und Delfinen. Oder die vulkanisch aktive Region um Rotorua, dann irgendwann an Auckland, Wellington oder Christchurch. So sieht auch die übliche Reiseplanung durch Neuseeland aus: Dem Süden wird grundsätzlich, nicht nur wegen der Grösse sondern auch wegen der unzähligen Sehenswürdigkeiten, viel mehr Zeit zugewiesen.

So kommt es, dass weniger als 2% der Neuseelandtouristen auf ihrem Trip die Region Taranaki im Südwesten der Nordinsel besuchen. Gut für mich, so bleibt diese Region wirklich ein Geheimtipp und eine besondere kiwi experience, die ich euch aber wärmstens empfehlen möchte. Nicht umsonst hat lonely planet Taranaki als zweitbeste Reiseregion (weltweit) für 2017 empfohlen!

Auf das Leben der Einheimischen von „the Naki“ gehe ich noch in einem eigenen Post ein. Hier eine kleine To Do Liste für Taranaki 🙂

Mount Taranaki

Unübersehbar ist das Wahrzeichen und der Namensgeber der Region, der Mount Taranaki. Eine Pracht eines Vulkans, doch ziemlich launisch was Wetterschwankungen angeht, so kann sich der Mountain, wie ihn die Locals nennen, innerhalb von wenigen Minuten in Wolken hüllen. Nebst den bekannten Tramps wie dem Summit Track zum Gipfel, welcher nur im Februar-März gegangen werden sollte, oder einem Besuch der Dawson Falls gibt’s noch einige besondere Empfehlungen meinerseits:

Wasser aus einer, unter den lokalen Maori sehr spirituellen, Quelle, das über mehrere Etagen in Naturpools fliesst und zu einem mutigen Sprung einlädt? Das sind die Wilkies Pools. Ein kurzer, ca. halbstündiger Walk ab dem Dawson Falls Visitor Center. Wem das zeitlich zu wenig ist, der geht anstatt direkt zu Wilkies Pools den dreistündigen loop walk zur Waingongoro Hut und auf dem Rückweg erst zu den Pools. Dann hat man sich die Abkühlung auch wirklich verdient 😉

Noch mehr Lust auf Wandern? Ab dem Visitor Center in North Egmont gehst du 1,5  Stunden hoch zur Tahurangi Lodge. Aber Achtung, das sind die anstrengendsten 1,5h deines Lebens, denn die Steigung war wirklich so krass, dass ich beinahe hintenraus gekippt wäre und mir sehnlichst Treppenstufen anstatt eines Pfades gewünscht hätte. Von der Tahurangi Lodge kann man dann im Februar entweder den Gipfel besteigen oder innerhalb von 1,5h via einem kleinen Schneefeld und dem Manganui Skifield zum Stratford Plateau laufen. Schöne Aussichten und viel Sonne. Wichtig: Anfangs- und Endpunkt sind nicht dieselben, daher Abholtransport organisieren 😉

Surfen

Nicht umsonst heisst die Küstenstrasse Surf Highway 45. Nicht nur in New Plymouth, sondern entlang der ganzen Küste gibt’s immer wieder tolle Surfspots. Für mich ein Highlight war der Opunake Beach. Dunkler Vulkanstrand, glasklare Wellen und keine Felsen im Wasser. Und nur eine Handvoll Surfer, dh. genügend Platz im Lineup! Yeih! Wetsuit und Board für NZD 40 pro Tag (CHF 30.-) bei Dreamtime im Centrum mieten.

Surfen lässt es sich aber auch sonst praktisch überall, z.B. bei den bekanntesten Hotspots in New Plymouth bei Fitzroy oder in Oakura, ca. 15-20 Min. südlich von New Plymouth. Da steht sogar das grösste Surfboard der Welt ;-)!

New Plymouth

Die Küstenstadt hat einen besonderen, etwas anderen Vibe als der Rest von the naki. So gibt es hier ziemlich viele Villen mit beach view und sehr hübsche Nachbarschaften. Es hat einen leicht kalifornischen Touch, aber viel weniger als Mount Maunganui. Vielleicht mausert sich NP in den nächsten 5 Jahren Richtung Mount Maunganui, wer weiss?

Der wunderschöne Park und botanische Garten „Pukekura Park“ ist ganzjährlich ein Treffpunkt und im Dezember bis Januar mit dem Festival of Lights einen besonderen Besuch Wert: Nachts ist alles beleuchtet und jeden Abend spielen Livebands aus der Region – kostenlos! Wer noch mehr Musik will, besucht an Silvester das Reaggefestival beim Butler’s Reef oder das noch bekanntere Womad Festival im März! Ein anderes, besonderes Festival in New Plymouth ist das Tattoo Art Festival, welches jährlich im November stattfindet und Künstler aus aller Welt anzieht.

Für einen aktiven Tag in der Stadt eignet sich der Coastal Walkway. Vom Port Taranaki im Süden der Stadt geht’s über 10km der Küste entlang, vorbei am „Wind Wand“, Fitzroy sowie der Te Rewa Rewa Bridge bis hin zum Rugby Stadion. Geeignet zum Joggen oder Inlineskaten. Hin und zurück versteht sich!

Ab dem Port Taranaki können mit Chaddys Charters auch die lokalen Seelöwen besucht werden. Mega schöner Ausflug, ca. 1h auf dem offenen Meer mit einem uralten Tuckerböötli. Und man sieht gleich auch die ikonischen Felsen New Plymouth’s und erfährt Spannendes über die Maori Legenden der Felsen.

Dam dropping

Eine sehr lokale Freizeitbeschäftigung für Mutige ist das Dam Dropping, wo man nach starken Regenfällen mit Wetsuit und Bodyboard die Flussdämme hinter rasen kann. Leider hatte ich zu wenig Regen, ansonsten hätte ich das definitiv auch gemacht! Beim nächsten Mal dann 😉

Hawera

Ein perfekter Tag in Hawera beginnt mit 205 Treppenstufen auf den historischen Watertower, auf dem die Aussicht besonders gut und windig ist. Mittags wird bei Rimi Sushi das beste Sushi überhaupt gegessen (Chicken Crumble mit Avo und Cream Cheese) und am Nachmittag am Ohawe Beach entspannt oder gesurft. Check!

Hunting and Fishing

Die absolute Lieblingsbeschäftigung der Locals. Wenn nicht gefischt wird (z.B. am Kaupokonui Beach), werden die Possums, Hasen oder Igel geschossen. Klingt schrecklich, ist bei der Überpopulation aber notwendig, da diese süssen Beisser viele Krankheiten auf die Tiere und Pflanzen übertragen oder die Ernten wegfuttern… Natürliche Feinde gibt’s nicht und weil sich die Hasen bekanntlich wie wild fortpflanzen, muss der Mensch hier leider eingreifen.

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Magic Raglan #NZ

Hätte ich gewusst, was mich in Raglan erwartet, hätte ich eine ganze Woche oder noch besser, eine ganze Unendlichkeit dafür eingeplant. Doch zurück zum Anfang: Ich alleine in Hamilton, auf der Suche nach einem Mietwagen. Nicht ganz so einfach, spontan einen Mietwagen zu finden, und das während der Hauptsaison. Doch wie immer sind die Neuseeländer super freundlich und auch hier wurde mir sehr zuvorkommend geholfen und bei der Mietwagenfirma habe ich schlussendlich sogar noch sehr nette Bekanntschaften gemacht. Mensch!

Bevor es aber losging, habe ich in Hamilton die liebe Amélie aufgeladen. Wir haben uns in Auckland im Hostel kennengelernt und sie hat spontan dieselben Nächte in Raglan gebucht, wie ich, damit wir uns wieder treffen können. Nun machten wir uns also auf den 45-minütigen Weg nach Raglan, vorbei an den Bridal Veil Falls, den 55m hohen Wasserfällen, und weiteren unendlich saftigen grünen Hügeln und Tälern. Raglan selbst ist ein kleines Kaff, voller Surfshops und Cafés. So, wie es mir am allerbesten gefällt. Ich wäre am liebsten schon ausgestiegen, doch ich wusste noch nicht, was mich in unserer Unterkunft erwartete… Wir fuhren also durch’s Dorf, 6km durch’s Niemandsland den Hügel hoch, bis es endlich vor uns lag: Solscape. (Sol von Sonne und scape von Landscape)

Es prallte uns eine volle Ladung fassbarer Perfektion entgegen. Ein Haupthaus mit der Rezeption sowie einem veganen Restaurant, der grosszügigen Terrasse, einem Yogastudio in der oberen Etage und einer Wiese umgeben von wunderbaren Blumen mit Blick auf den Surfstrand und prachtvoller Sonnenschein. Dahinter war das Areal für Parking sowie Campervans. Dann kam unser Bereich: Riesige Tipis, Lehmhäuschen und alte Zugwaggons, die zu Schlafsälen umgebaut wurden. In der Mitte ein Gemeinschaftsraum mit Küche und grosser Terrasse, die zum gemütlichen Sein einlud. Ich wusste innert einer Sekunde: Das ist es. Das werden zwei perfekte Tage. Hierher komme ich zurück und jeder, der einen Fuss nach Neuseeland setzt, muss mir garantieren, mind. 2 Nächte in Solscape zu verbringen.

Ich buchte die täglichen Yogastunden sowie eine Halbtagesmiete für Surfboard und Wetsuit. Yoga war toll, Surfen war super, doch am allerbesten waren die Menschen. Ich kann gar nicht alle beim Namen nennen, Emily aus Vancouver (weitere Traumdestination), Stephan aus Innsbruck, Valentin aus Deutschland, die surfenden Geschwister aus Deutschland, die süsse Familie mit dem Vater, der seiner Tochter immer Geschichten vorlas, Anna aus den Niederlanden oder Chantal, die liebe Schweizerin. Wir alle verbrachten die Tage surfend am Strand und die Abende auf der Terrasse mit Bier, Cider und endlosen Gesprächen über das Leben, das Reisen, Gott und die Welt.

Am inspirierendsten war für mich Stephan. Auf den ersten Blick ein typischer sportlicher Snowboarder und Surfer, lange dunkle Haare und Bart. Man denkt „Der ist zu cool, um nett zu sein.“ Doch nach zwei Sätzen ist klar, dieser Typ ist unglaublich herzlich, nett und aussergewöhnlich positiv. Mich hat das verwundert, habe ich doch öfters festgestellt, dass  die „coolen Surftypen“ meist etwas arrogant wirken, so, als würden sie nicht mit den „Anfängern“ abhängen wollen. Er hat dann erzählt, dass er seit Monaten um die Welt reist: USA, Südamerika, Hawaii, Australien und jetzt Neuseeland. Zuvor war er wahrscheinlich schon an allen anderen Orten, wo es Wellen gibt, zumindest erzählte er von Bali, Sri Lanka undundund.

Er erklärte mir dann, dass er auf Reisen jeden Tag versuche, alle Menschen mit offenen Armen zu empfangen und keine Vorurteile zu haben. Doch selbst ihm falle es manchmal schwer, über die arrogante Ausstrahlung der Surftypen oder anderer männlicher Genossen hinweg zu sehen. Ich musste dann wirklich ganz laut lachen und habe ihm gesagt, dass er 1:1 genau so wirke und er war entsetzt. Er sah sich selbst weder als besonders cool, noch sonst irgendwas. Und das glaubte ich ihm sogar, denn nach wenigen Gesprächsminuten war klar, dass er total „normal“ ist.

Doch die Hemmschwelle, mit jemandem, der so „cool“ wirkt, ins Gespräch zu kommen, wäre für mich allein zu gross gewesen. Niemals hätte ich ein Gespräch angefangen oder überhaupt in Erwägung gezogen. Die Realität hingegen war, dass er jeden Menschen mit offenen Armen empfang, mit jedem ins Gespräch kam und eine wirkliche Inspiration für mich wahr, in Zukunft immer zu versuchen, niemanden nach dem 1. Eindruck zu beurteilen.

Raglan und die Menschen haben mich derart in einen Strudel gezogen, dass ich leider kaum Fotos geschossen habe. Ich kann es aber jedem nur wärmstens empfehlen, selbst in die magische Welt von Solscape einzutauchen und hoffentlich genau so tolle Menschen kennenzulernen, wie ich es durfte.

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Te Araroa inspiration #NZ

Nachdem ich Mount Maunganui frühzeitig verlassen und Hals über Kopf eine Nacht in einem kleinen Hostel in Hamilton gebucht habe, sass ich also im Intercitybus und fuhr vorbei an Hobbiton sowie endlosen grünen Hügeln und toller Landschaft. Von Hamilton habe ich mir nix erwartet, ich wollte nur ein Auto finden, mit dem ich nach Raglan fahren konnte. Dort hatte ich nämlich zwei Nächte in einer etwas aussergewöhnlicheren Unterkunftt gebucht.

Ich kam also im Hostel an, einer kleinen abgefuckten Bude. Das Zimmer mit sechs Betten ohne Fenster und die „Managerin“ rauchte einen Joint auf dem Balkon. Uöhm, jawohl. Mir egal, dachte ich. Ich machte mir mein Müsli (musste sparen und mich zwei Tage von Müsli left overs und raw fruit bars ernähren, da ich in Auckland und Mount Maunganui zu viel für vegane Köstlichkeiten ausgegeben habe) und setzte mich zur kleinen Runde auf die Terrasse an der Hauptstrasse. Schnell kamen wir ins Gespräch: Alex aus Kalifornien, James aus England. Die angestellte „Managerin“ des Hostels kiffte fröhlich vor sich hin, bis sie irgendwann einen – von mir sehr begrüssten – Abgang machte. James war der typische Engländer: klein, etwas dick, sehr bleich und optisch ein typischer IT Nerd. Ich hätte alles darauf verwettet, dass er noch zuhause wohnt. Während dem Abend hat sich herausgestellt, dass er in der Tat zuhause wohnt, aber auf seine altersschwache Mutter schaut. Auch IT Nerd war nicht ganz weit hergeholt, doch sein Job war total faszinierend: Er leitet ein Team von criminal analysts, die im Auftrag von Banken terrorverdächtige Personen überprüfen, digital über ihre Transaktionen verfolgen und Tatsachen aufdecken. Mega spannend!

Doch noch mehr aus den Socken hat mich Alex gehauen. Lebt in Kalifornien, geboren in Russland. Zuerst habe ich mir bei ihm gar nicht viel gedacht bzw. ich habe nicht darauf geachtet, wie er aussah. Zur allgemeinen Beschreibung: Er war sehr hager und hatte einen unglaublich braungebrannten Kopf, doch beim Hals war er schneeweiss. Seine Haare waren kurz geschoren und er war ziemlich hager und sah doch irgendwie athletisch aus. Und irgendwann fiel mir auf: Er trug lange Unterhosen und ein Funktionsshirt. WTF, ungewöhnlich für eine gemütliche Runde mit Bier auf der Terrasse, selbst in Neuseeland, wo es jedem egal ist, wie du aussiehst.

Als ich ihn fragte, was seine Neuseelandpläne seien, erzählte er mir vom Te Araroa Trail. Natürlich hatte ich davon gehört, es ist eine 3000km lange Wanderung durch ganz Neuseeland von Cape Reinga im Norden bis Bluff im Süden. Ich fragte dann ganz dumm, wieso er das in Neuseeland mache, wo er ja den noch viel anspruchsvolleren und abwechslungsreicheren pacific crest trail in den Staaten habe. Seine Antwort: „Den PCT habe ich im September beendet und ich wollte noch nicht zurück zur Arbeit“ (IT bei United Airlines). WOOOHOOOOOOO, wie krass ist das denn! Ich konnte es kaum fassen, vor mir sass ein „finisher“, ein Vorbild, eine lebende Inspiration. Ich fragte ihn alles, was mir einfiel. Bären, Schlangen, Verpflegung, Psychopathen im dunklen Wald, Frauen die den Trail laufen, Blasen an den Füssen, Filtern von Wasser, Sonnenbrand undundund…

Zusammenfassend: Bären haben Angst vor Menschen, wer sein Wasser nicht filtert kriegt innerhalb von zwei Wochen den schlimmsten Durchfall überhaupt, weil die Tiere ins Wasser pinkeln und scheissen, die Füsse sind sowieso recht schnell zur Sau und das meiste outdoor equipment, dass es in den Läden gibt, braucht man gar nicht. Kleidung ist auch überbewertet: 1 Hose, 1 Merino Shirt, 2 Unterhosen und 2 paar Socken und lange Merino Unterwäsche für die Nacht. Diese Klamotten waren übrigens gerade in der Wäsche beim Hostel, deshalb hatte er nix anderes zum Anziehen als seine lange Unterwäsche, während wir draussen auf der Terrasse sassen 😉

Ganz wichtig: Sonnencreme. Jetzt war mir auch klar, warum sein Kopf und seine Hände so ledrig braun und der Hals oder Arme so gar nicht braun waren =P Übel: Während dem PCT mussten er mehrere Tage ein Schneefeld überqueren. An besonders viel Sonnenschutz hatte er nicht gedacht.  Doch der Schnee reflektierte von unten und er hatte den schlimmsten Sonnenbrand überhaupt, sein Gesicht habe sich „vollflächig geschält“. Yummie!

Den Lacher des Abends hatten wir aber, als plötzlich die Türe aufging und ein 2m grosser, blonder Holländer reinlief. Alex und Sander (sein Name) schauten sich an und fingen an zu johlen – er ist auch ein Wanderer des Trails! Sie haben sich im Norden kennengelernt, doch Alex war schneller und nun haben sie sich beide per Zufall am gleichen Ort für eine Pause entschieden. Sander wanderte zum ersten Mal überhaupt, hatte die am schlimmsten verbeulten, gelbblauen Zehen, die ich je gesehen habe, hat Angst vor den possums und allem anderen, was in der Nacht so kreucht und fleucht, und fluchte in jedem „fu**ing“ Satz. Seine beste Anekdote: Er kaufte hier ein Zelt, möglichst klein und möglichst leicht. Problem: Er war zu lang für das Zelt und musste immer sehr verwinkelt schlafen, denn der Backpack muss ja auch mit rein 😉 Nach einer Woche hatte er Nackenschmerzen und schnitt kurzerhand ein Loch aus dem Zelt und verlängerte es mit einem Plastiksack vom Supermarkt und etwas ducktape, damit er nachts seine Füsse reinstecken konnte und sich so auch mal strecken kann.

Für mich ist klar, ich möchte auch mal eine Langdistanzwanderung machen. Vielleicht starte ich ja schon im 2017 mit einer Woche in der Schweiz?

Leider keine Fotos 😉

Mount Maunganui #NZ

Sonne, weisser Strand und Wellen, so habe ich mir Mount Maunganui vorgestellt. Leider gab’s keine Wellen, da das Wetter zu gut war und das Meer flach wie ein See war, doch die Stadt überraschte mit etwas ganz anderem: mega coolem Surfvibe und chilligen kleinen Street Food Festivals. Nachdem man den Mauao, den kleinen Stadtvulkan erklommen und im Meer gebadet (und sich einen unmöglichen Sonnenbrand geholt) hat, gibt es nichts gemütlicheres, als sich abends in mitten der Locals auf eine Wiese zu setzen, einem talentierten Livesänger zuzuhören und das Leben einfach nur zu geniessen.

Überrascht hat mich die no-alcohol policy. In Neuseeland gibt es sehr viele Probleme mit Alkohol, Alkohol am Steuer und Drogen. Daher gibt es immer mehr Restriktionen und solche Events, die sich ausschliesslich gegen den Konsum von Alkohol positionieren und nur Softdrinks ausschenken und somit eine friedliche Atmosphäre für Jung, Alt, Familie (und Hunde) schaffen möchten. Find ich gut!

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Coromandel Roadtrip #NZ

Nach dem Pinnacles hike (NZ engl.: tramp; tramping) ging’s auf einen kleinen Roadtrip rund um die Halbinsel Coromandel. Gesehen habe ich nebst sagenhafter Natur und unzähligen Vogelarten und Hasen (sind soooo herzig, aber verbreiten leider Krankheiten, fressen die Gärten, sind daher im Volksmund „pest“ und werden entweder abgeschossen oder gnadenlos überfahren…) sogar einen Pfau, der auf der Strasse rumstand. Ich habe ihn dann kurz mit dem Handy fotografiert, doch irgendwann kam er gefährlich auf mich zugesprintet und da machte ich grad noch einen Abgang, kurz bevor er sein Federkleid entblössen konnte!

Coromandel bietet viele tolle Highlights, einerseits nur schon das Fahren durch die malerische Landschaft – ich hätte an jeder Kurve einen Fotostopp einlegen können, doch ich wollte es einfach nur geniessen – und verschiedenen Stränden, von weiss und fein bis schwarz und aus Lava, war alles dabei. Das erhoffte Highlight Hot Water Beach, wo man sich im Sand einen warmen Pool buddeln konnte, war wirklich ein kleiner Reinfall, da sich dort etwa 10 Personen auf einen Quadratmeter gestürzt hatten und das war mir dann doch zu blöd. Dafür waren der New Chum’s Beach, die Cathedral Cove und mein AirBnb absolut schön bzw. einmalig.

Zum Airbnb…ich habe ein „Basic Eco House“ in Whenuakite gebucht, soll gemäss Beschreibung sehr idyllisch im Kiwi Forest gelegen sein und nah zu den Stränden. Ich dachte mir, Fussmarsch-nah und so. Nun, der Weg zum Airbnb gestaltete sich schonmal ziemlich herausfordernd, fuhr ich über einen ca. 10km langen Kiesweg und musste irgendwann in den dicksten Urwald abbiegen auf einem „Strössli“, dass so schmal ist, dass mein kleiner Mietwagen kaum Platz hatte. In der Wegbeschreibung hiess es dann „stay right and head up hill“, alright, ich blieb also rechts und fuhr den „Hügel“ hinauf, wobei das wirklich eine üüübeeelste Steigung war. Nach ca. 4 Metern dann der Moment des Schreckens: Der vorher ziemlich stabile Kiesweg wechselte plötzlich und das Kies wurde etwa 15cm Tief, wodurch meine Räder anfingen, durchzudrehen. Das Auto wackelte wie auf Wolken von rechts nach links und mein Herz raste. Ich überlegte einen Moment, ob Bremsen nun die richtige Reaktion wäre, merkte aber sofort, dass mein kleiner 90PS Wagen dann niemals mehr anfahren konnte. Also blieb ich auf dem Gas und fuhr in Wellenbewegungen den Hügel hoch, versuchte, nicht in den Busch reinzuragen und erreichte nach gefühlten 5 Minuten, realistisch betrachtet aber wohl eher 50 Sekunden, kreideweiss und schweissüberströmt das Häuschen. Oben angekommen hätte ich am liebsten geheult, denn das AirBnb war leer und offen. Es gab keinen Schlüssel, kein WLAN, keinen Telefonempfang und es hatte etwa siebentausend Spinnen. All good, sagte ich mir. Bis ich das Auto und den Kiesweg anschaute und merkte, dass ich mich nie im Leben getrauen werde, den „Schlieferweg“ wieder hinunterzufahren. Auf der Veranda erspähte ich dann ein anderes Hausdach, ca. 300m weiter im Busch. Ich rutschte also den Hügel hinunter und rannte schnurstracks zum Haus, wo mich ein nacktes Baby und sein Vater erwarteten. Der Vater erahnte schon, dass ich vom AirBnb kam und lachte, als ich ihm mein Dilemma erklärte und meinte nur „you definitely need a 4 wheel drive, sweetheart“. Und nein, natürlich hatte mein kleiner Automat keinen Allradantrieb, also war ich überglücklich, als er mir das Auto nicht nur nach unten fuhr, sondern ich es auch dort stehen lassen durfte. Kiwi’s sind einfach so nett und hilfsbereit und selbst im tiefsten Busch hatte ich keine Bedenken, an einem fremden Haus um Hilfe zu bitten.

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When in Auckland..#NZ

Lange lange hat’s gedauert, bis ich diesen Post endlich verfassen kann. Zuerst musste ich fast 6 Jahre warten, bis ich wieder einen Flug nach Neuseeland buchen konnte. Dann musste ich mich ewig gedulden, bis der Tag des Abflugs endlich eintreffen sollte und als ich endlich im Flieger sass, konnten selbst 5 Filme am Stück den 17-stündigen Flug von Dubai nach Auckland nicht erträglicher gestalten. WTF! 17! Stunden! Über den unmöglichen Typen neben mir lasse ich mich jetzt nicht weiter aus, nur soviel: Ich konnte auf dem ganzen Flug genau zwei (!!) mal aufstehen und auf’s Klo. (WTF!!!!) Nun aber zum wesentlichen – Auckland! ILOVEYOUBEAUTIFULCITYOHMYGODINEEDTOSTAY!

Ponsonby

Für mich persönlich ganz klar der place to be in Auckland. Ponsonby ist eine gepflegte Gegend circa 15-20 Gehminuten vom CBD (Central Business District) mit allen Geschäftshäusern und dem Skytower entfernt (was m.E. kein schöner Ort ist), also immer noch super zentral, mit den Bussen der Inner Line erreichbar und trotzdem fühlt es sich an wie in einer anderen Welt, in einem hipster-igen Dorf aus der viktorianischen Zeit. Der Stadtteil ist Geschichtsträchtig, war er nämlich einer der ersten in Auckland, was man am Baustil der Häuser sehr gut erkennt. Heute wohnt da eher die upper-midddle class. Coole Shops mit lokalen Produkten aus Neuseeland reihen sich neben tolle Restaurants und ich sag’s mal so: es ist einfach alles genau nach meinem Geschmack. Leider auch eher teuer, doch wirklich sehr authentisch. Die Leute leben da wirklich und daher wirkt es sehr persönlich und heimelig, dass man am liebsten gleich einziehen würde. An meinem letzten Tag in Auckland lief ich morgens um 6 Uhr zur Bushaltestelle und es kamen mir viele Jogger entgegen und haben einen „safe trip“ gewünscht – ich mein halloo?? Wie nett ist das denn.

Sogar der Strand ist nicht weit, innert ca. 15 Minuten Spaziergang ist man beim Sentinel Beach mit Blick auf die Harbour Bridge. Wow! Und auch das Hostel war so positiv, dass ich meinen letzten Tag vor dem Abflug auch gleich im Ponsonby Backpackers eingebucht habe 😉

Mount Eden

Ein Vulkan mitten in der Stadt ist in Auckland, einer Stadt, die 48 Vulkane zählt, keine Seltenheit. Doch Mount Eden ist so zentral und hoch gelegen, dass es auch beim zweiten Mal noch immer die beste Aussicht Aucklands ist. Wer braucht schon den Skytower?! Ab Ponsonby ist’s etwa ein 2,5 bis 3-stündiger Fussmarsch rauf zum Mount und wieder zurück.

Rangitoto

Mit einer 25-minütigen Fährfahrt gelangt man zur Vulkaninsel Rangitoto, dem höchsten der Vulkane Aucklands. Die Natur auf der Insel ist wirklich atemberaubend – das Lavagestein ist so fruchtbar, dass alle Arten von Pflanzen wachsen und eine unglaubliche Vielfalt an Tieren – allen Überlegen natürlich die Vögel – auf der Insel leben. Der Parkranger John lebt einsam und abgeschieden auf der Insel mit zwei Booten und einem Kayak, mit dem er Fischen geht. Frau oder Kinder habe er keine. Alle 10 Tage kommt eine Lieferung mit Essen und Wasser für die nächsten 10 Tage und holt den Abfall ab. Ich kam auf dem Gipfel (maori: tihi) mit John und einem älteren Herrn ins Gespräch, bis sich herausstellte, dass der ältere Herr in der selben Umgebung in der Schweiz aufgewachsen ist, wie ich, aber seit Jahrzehnten in Simbabwe lebt. Zufälle gibt’s! John hat mich dann auf meiner 4-stündigen Wanderung noch einige Male mit seinem Traktor und den Touristen im Anhänger (eine Art 4×4 Lokomotive) gekreuzt und immer ein bisschen mit mir gequatscht, bis er irgendwann ausgestiegen ist  und mir seine Nummer gegeben hat, falls ich wiedermal in Auckland sei und eine private Führung beim Vulkan wolle. Sehr nett, die Neuseeländer ;-)!

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Rangitoto

The Pinnacles #NZ

(Teil 1 Aucklnd folgt noch…)

Such an adventure, ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Mit dem Intercity ging’s ab Auckland nach Kopu, wo ich zwei nette Schweizer kennenlernte und somit eine sehr kurzweilige Fahrt hatte. In Kopu nahm ich mein erstes rechtsgesteuertes Auto entgegen. Das Fahren ging bestens und so konnte ich nach dem Provianteinkauf und einem kurzfristigem Schock beim Kreiselverkehr, da ich hier ja im Uhrzeigersinn um den Kreisel muss und total falsch geschaut habe, meine Reise zum Kauaeranga Valley Road End vornehmen. Nach über 13 Kilometern Kiesweg im Busch war das Auto schon mal zur Sau, der Abenteuerinstinkt lief aber auf Hochtouren. Beim road end liess ich mein Auto und 80% meines Gepäcks für die Nacht stehen und brach zur Pinnacles Wanderung auf.

Spätestens seit dem Buch „Wild: From Lost to Found on the Pacific Crest Trail“ wollte ich auch mal alleine wandern. Gesagt, getan. Circa 2,5-3h hat der Anstieg zur Pinnacles Hut effektiv gedauert, war aber hammermässig anstrengend, da es wirklich fast ausschliesslich „Steps“ sind, also übergrosse Treppenstufen aus Steinen. Die Oberschenkel brannten und mein Ächzen hat man bestimmt im ganzen Forest Reserve gehört. Nebst zig verschiedenen Vögeln habe ich nur etwa 4 Wanderer auf ihrem Rückweg gekreuzt und zwei Wanderpärchen beim Hochlaufen überholt (hihi). Die Wanderung an sich war sonst wirklich ein Träumchen, die Pflanzenvielfalt und die Aussicht waren legitime Gründe, um eine Pause zum Durchatmen einzulegen. Abenteuerlich waren vorallem die Hängebrücken, die als Umweg bei Flut dienten. Ich musste nur einmal die Wackel-Brücke nehmen (this really scared the shit out of me), ansonsten konnte ich die Bäche zu Fuss durchqueren.

Oben angekommen wartete eine mega schöne Hütte mitten im Paradies, aber ohne Telefonnetz, ohne Elektrizität und ohne Heizung oder warmes Wasser auf mich. Leider war das Wetter schlechter als erwartet und es war „frickkkken freeezing“. Ich duschte circa eine Mikrosekunde im Eiswasser und machte mir anschliessend Tee, bis ich einsah, dass mein hauchdünnes Seideninlet definitiv zu wenig warm geben wird, um die Nacht annähernd zu überstehen. Ich trug schon alle meine Kleider und schlotterte am ganzen Leib, da war die Sonne noch nicht mal untergegangen. Der Ranger Pete, der alle 6 Tage Schichtwechsel hat und somit quasi 50% hier oben lebt, war total quirlig und ich frage mich heute noch, was der für einen Akzent hatte. Zumindest hab ich solang mit ihm gequatscht, bis ich mich traute, ihn nach einer Decke zu fragen. Und oh wunder! Ich erhielt einen lebensrettenden alten Gammelschlafsack, der etwa 10kg wog und dem Geruch zu entnehmen schon vielen schlecht vorbereiteten Menschen wie mir durch die Nacht half 😉 Aber ich war überglücklich mit dem müffeligen Stück und kuschelte mich warm ein, denn der Wecker sollte schon um 5 Uhr morgens klingeln 😉

Mit einer Taschenlampe ausgerüstet schlüpfte ich aus dem Müffelstück und konnte direkt los, ausser der Windjacke war ich ja schon komplett angezogen, da ich aufgrund der Kälte alle meine Kleider trug =P Dann ging’s im Dunkeln los, in ca. 40-50 Minuten sollte der Gipfel erklungen werden, wo ich den Sonnenaufgang vom 15. Dezember 2016 als einer der ersten Menschen der Erde bewundern wollte. Der Aufstieg war, ganz ehrlich, ziemlich kriminell. Alleine im Dunkeln musste ich über Wurzeln balancieren und an kleinen Metalltreppen die Felsen hoch klettern. Sorry Mami! Aber ist ja alles gut gegangen, die Aussicht oben war wirklich nicht von dieser Welt und noch nie hat ein Riegel zum Frühstück so gut geschmeckt, wie einsam auf dem Felsvorsprung, mit diesem wunderschönen Sonnenaufgang vor mir.

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