Wanderlust playlist #SEAyousoon

Die Reisevorbereitungen laufen auf Hochtouren. Zumindest meinem Browserverlauf zu entnehmen, der nur fast noch aus Infoseiten zu Surfspots und solo traveller blogs besteht: Ich bin bestens informiert, wie man denn magicseaweed nun richtig liest und welche Spots in Sri Lanka gut sind und wo man in Bali ein Surfbrett kaufen soll und wann in Siargao mellow Wellen zu finden sind, wie ich von Bali nach Java komme und dass die Mentawais und Sumatra wohl etwas zu teuer sein könnten und überhaupt. Das, was mich interessiert, da bin ich wirklich (und da meini ohni übertriebe wüüüüürklich) top vorbereitet. Ich habe so viele Länder- und Surfinfos aufgesaugt, ich bin langsam echt ein wandelnder Atlas oder ein kleines grosses Reisewikipedia.

Betreffend allen anderen Belangen, nuuuuun, da hinke ich etwas hinterher und schiebe alles raus, soweit es geht. Ich bin schlichtweg zu beschäftigt, die Zeit hier noch zu geniessen. Hier ein Essen, da ein Trinken, hier ein Jass, dort ein Sportdate, dann ein Brunch und spontan noch Racletteabend bei Freunden und dann noch fleissig das Tanzbein schwingen? Da chunnt ja keine meh nache!

Resultierend aus diesem wunderbar erfüllenden Lebensstil habe ich eigentlich erst das absolute Minimum für die Reise bereit. Jap, das wäre dann kurzgesagt: Job und Wohnung gekündigt. Alles andere, naja, muss ich iiiiiirgendwann mal noch machen… det sötti no alüte, da müessti mi no abmelde, det no es Mail schriibe…blablabla ich ha ke Bock…

Jaja, ich weiss, sehr untypisch für mich, die sonst immer alles 100 Jahre im Voraus durchgeplant hatte. Aber hey, passt schon so. Der Flieger nimmt mich sowieso mit, ob ich jetzt alles ready hab oder ob’s halt noch dies und das gibt, um das ich mich dann halt von XY aus kümmern muss. who cares. 

Grundsätzlich bin ich aber schon komplett in Reisestimmung und das merkt man nebenbei auch anhand meiner aktuellen Musikauswahl. Spannend, wie viele Songs zu meinen Emotionen und meiner Stimmung passen! have a listen 😉

„I am leaving home for the coastline, some place under the sun“
„Fuck it we should be in overseas, wish your head is laying on my knees..and we dream about being robinson crusoe,…“
„So I assume that I won’t be back home soon“
„Don’t wait for life“
„There’s no telling for when, but one day I will see you again“
„I am here, I’m all alone. No one’s home. Where I’ve been and where I’ll go, yeah I don’t know. I don’t mind.“
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Foodporn im Lombok #Indo

Kennt ihr diesen animalischen Hungertrieb? Ich muss gestehen, in der Schweiz passiert mir das höchst selten. Aber beim Surfen, nach 3h im Wasser, da mutiere ich zum Tier. Ich könnte auf der Stelle alles vernichten, was nicht bei drei auf dem Baum ist. So etwa fühlt sich das an, wenn ich aus dem Wasser komme. Thanks god gibt’s in Indo sooo viel gutes Essen!

Einerseits liebe ich das lokale, indonesische Essen. Es ist so vielseitig, mega lecker und trotzdem spottbillig. Selbst der kleinste Warung (kleines Lokal, in dem die Einheimischen essen) hat etwa 25 verschiedene Sachen von Tofu und Tempeh über Fisch bis zu Fleisch im Angebot, wobei man sich dank dem Buffet selbst bedienen kann. Der Inhaber wirft dann einen Blick auf deinen fertigen Teller und entscheidet nach Menge / Fleisch oder Vegi, was er dir verrechnet. Meins hat meist so 18’000 Rupien gekostet, also ca. CHF 1.30. Ganz schön billig für einen grossen after-surf-Teller. Nur ja, optisch ist die local cuisine nicht wirklich ein Augenschmaus. Das meiste sieht aus, wie schon mal gegessen und daher habe ich meine Teller auch nie fotografiert. Haha. Vor allem die meat balls sahen aus, wie kleine Kackhaufen oder so. Sorry, aber anders kann ich das nicht beschreiben… Gegessen hab ich’s trotzdem und lecker war es durch’s Band immer.

Aber es gibt am Strand auch viele Smoothiebars, die frische Früchte gleich in einen hammer Smoothie verarbeiten. Mein Favorit? Der Avocadosmoothie. Hat mich etwas Überwindung gekostet, aber wurde zum Liebling: Halbe Avo, etwas Kondensmilch (jap, voll hässlich eigentlich), Wasser, etwas Schokoladenpulver und Eiswürfel. Note: Kein Kommentar zu den Eiswürfeln, ich weiss, ich weiss, sowas isst man in solchen Ländern nicht. Ich sag da nur: Was raus muss, kommt sowieso wieder raus. lol. Jedenfalls war dieser Smoothie supergeil. Auch hoch im Kurs: pink dragonfruit mango smoothie. hell yes!

Bali selbst ist meiner Meinung nach wirklich das hipster capital: Die Leute sind hipsterig und das Essen ist oberhipsterig (gits das Wort?). Aber, das gefällt mir ja meistens mega gut. Zumindest war ich nach dem gefühlten hundertsten Mal Nasi Goreng und Nasi Campur selbst zur Nasi Corina mutiert. Also war es höchste Zeit, in Lombok absolut in die westliche cuisine zu investieren. Ganz unten die Restauranttipps, falls es euch nach Kuta Lombok zieht…

Seriously. I just bloody love local indonesian food. I just can’t get over the tastiness and variety of spices and that it all still remains super cheap. And let’s talk about the a crazy offer of different meals that even the tiniest warungs offer. But after the let’s say twentyfifth nasi goreng, I highly appreciated some hipster food on which you literally can’t miss out on in Indo. Bali seems to be the hotspot of all hipsterness worldwide and Lombok will pretty sure evolve into a similiar level of hipsterness within the next few years.

Even though indonesian food is always, honestly always, super yum, it mostly looks like it had been eaten before (beef balls eg., so yum, but they honestly look like a tiny piece of shit). Well, not too pinteresty at all. That’s why I just made some decent shots of the hipster food, though the local food wasn’t less tasty at all!

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KENZAS, Kuta Lombok
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milk, kuta lombok
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milk, kuta lombok
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milk, kuta lombok
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milk, kuta lombok
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milk, kuta lombok
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KENZAS, kuta lombok
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KENZAS, kuta lombok
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milk, kuta lombok
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betelnut café Canggu, Bali
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milk espresso bar, kuta lombok
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creamery canggu Bali

WHERE TO EAT IN KUTA LOMBOK

Milk espresso bar – the hipster place nr. 1. I literally lived here. I’d say, I had them all: breakfast, lunch, dinner, smoothies, juices, bowls, cakes and cappucinos. And I loved it all. Truly and deeply.

Kenza – nice breakfast and they had an awesome nasi goreng which was absolutely pinteresty 😉 Also visit their shop with interior stuff and straw bags.

Warung Padang – super local, super yum. Nearly died because of a bloody chilly, but survived thanks to sticky rice.

LOKA – a beautifully made outdoor space which is not yet opened, but we were invited to a food tasting and I promise, it will be awesuummmm!

In Bali, especially Canggu, you can literally eat EVERYWHERE. I was never disappointed. NEVER.

Living the coconut life in Lombok #Indo

(ENG below)

Lombok, du wunderbare natürliche Schönheit, du holde Jungfrau. Du bist so ursprünglich und doch entwickelst du dich jeden Tag, Schritt für Schritt. Du bist staubig, du riechst manchmal etwas streng und du bist noch etwas unsicher. Doch zugleich empfängst du uns mit offnen Armen, bist herzlich und überraschst uns immer wieder.

Ich kann dir nicht genug dafür danken, dass du mir die Wellen meines Lebens geschenkt hast. Wenn man Tanjung Aan erreicht, würde man nicht denken, dass hier irgendwo surfbare Wellen sind. Der Strand ist ein wahres karibisches Paradies. Doch im flachen Wasser der Bucht wartet ein einfaches Fischerboot aus Holz auf uns. Türkis gestrichen, tarnt es sich im glasklaren Wasser. Wir paddeln mit unseren Brettern zum Boot, kraxeln hinein und düsen los in Richtung Line-Up. Ich bin schon wieder komplett aus dem Häuschen. Kann es eigentlich immer noch besser werden!? Ich wusste mir nicht mehr zu helfen. Das Wasser unter uns blieb kristallklar und das Panorama mit dem Fischerboot und den weissen Sandstränden am Horizont war einfach nur perfekt.

Draussen sind wir vom Boot ins Wasser gesprungen und zum point break gepaddelt. Ich sags euch nochmals: Noch nie habe ich solche perfekten Wellen gesehen. Dank den Felsen und dem Riff unter uns brechen die Wellen immer am selben Ort, daher der Begriff point break (für die wo’s nani gwüsst händ, ez händer sogar no öppis glernt, gäll). Der Swell an diesem ersten Tag war perfekt für mich. Die Wellen bauten sich schön langsam auf, brachen aber trotzdem stark genug, damit ich sie erwischen konnte und ich sag’s euch, sie lieferten einen ziemlich geilen drop-in. Weniger steil als in Bali, wo ich zum Teil selbst überrascht war, wie zur Hölle ich einen direkten nosedive umgangen bin, aber trotzdem richtig spassig. Der Adrenalinausstoss lief auf Hochtouren. Meine Güte, Poseidon hat wirklich volle Arbeit geleistet. Ich war sprachlos und dachte mir nur noch „Scheiss drauf, hier geh ich nie mehr weg“. Das muss mit Abstand das schönste Kind sein, dass Mutter Natur je geboren hat.

Klar, die Schildkröten, die neben mir im Line-Up am Berawa Beach aufgetaucht sind, waren schon ein mega highlight und ich wusste nicht, ob es noch besser kommen kann. Aber Berawa lieferte auch viele closeouts und war, typisch für Bali, immer mega voll. Tanjung Aan hingegen war super ruhig mit nur einer handvoll Surfern und die Wellen brachen so, dass sogar ich auf dem ungebrochenen Teil entlang surfen konnte. Genaugenommen bauten sie sich ca. fünf mal neu auf, und wenn du es schlau angestellt hast, hattest du schlussendlich einen Ride von mind. 300 Metern. SO GEIL! Nur ja, der Weg zurück ins Line-Up musste dann gepaddelt werden und das war wirklich das Ende meiner Arme. Es hätte mich nicht überrascht, wenn diese irgendwann einfach abgefallen wären. Aber der Ride war (mal wieder) nicht von dieser Welt und machte darum selbst das zurückpaddeln erträglich.

Ich habe von den Instruktoren der Nalua crew echt super Inputs erhalten und ich glaube, ich konnte mich in kurzer Zeit nochmals echt verbessern. Es bitzeli stolz war ich auch, dass ich auf ein kürzeres Board umsteigen konnte. Ich hatte unzählige gute Wellen und sagen wir mal so, ich war nicht mehr aufzuhalten. Selbst als ich am Samstagmorgen den Kater meines Lebens hatte und maximal zwei Stunden schlafen konnte (Notiz am Rande: Der Rum in der Surfers Bar ist eine grausige billige Pfütze und garantiert dir den schlimmsten Hangover deines Lebens. Trotzdem ist die wöchentliche Party am Freitag ein Riesenspass, also unbedingt hingehen!), habe ich die 08 Uhr Session nicht verpasst und nach dem Surfen vom einen Guide eine frische Kokosnuss. Sei gesund und helfe gegen den Hangover, sagte er. Gern hanis nöd gha. Aber mol, ghulfe häts glaub scho! Haha, ohjeohje.

An meinem letzten Tag hatte ich langsam den Höhepunkt meiner üblen Erkältung erreicht, die ich dank übernatürlicher Klimaanlage und einer nächtlichen Rollerfahrt bei Monsunregen aufgelesen hatte. Doch auch das war kein Grund, das Surfen ausfallen zu lassen. Nach der ersten Session hatte ich einen kleinen Powernap eingelegt und als ich kurz aus meinem Delirium aufwachte, fragten der eine Guide „Möchtest bzw. kannst du nochmals raus?“. Sie kannten mich nach einer Woche schon ziemlich gut und wussten, ich würde IMMER ein zweites Mal rein, denn ich war allgemein absolut übermotiviert. Es war low tide, sprich, der Wasserstand war supertief. Beim Line-up ca. 2m und näher beim Strand, wo die Wellen ausflachten, dann vielleicht noch 1m. Grosse Chancen auf ein Rifftattoo, wenn es dich vom Brett haut. Ich sagte mir etwas übermütig: Wage es bloss nicht, dir das zu versauen. Und ja, jetzt kann ich sagen: Es war das perfekte Ende einer grossartigen Liebesgeschichte. Ich konnte während dem Surfen der Welle die Fische im Riff unter mir sehen, teilweise sprangen sie gar in Schwärmen aus dem Wasser und einige landeten sogar auf meinem Board, bevor sie zurück hüpften. Einmal mehr war ich atemlos, wohl auch, weil ich superkonzentriert und unterdrückt dezent panisch war, mich am Ende der Welle nicht ins Meer fallen zu lassen, sondern mich auf allen Vieren zurück auf’s Brett zu manövrieren, damit ich bloss kein Rifftattoo abkriege. Es war ein perfekter Abschied, Tanjung Aan. Wir sehen uns bald wieder, du Schönheit!

Lombok you are pure beauty, you are a virgin. You are laid-back and yet evolving day by day. You are dusty, you are smelly, you are insecure. But still so warm, welcoming and surprising.

Having given me the surf of my life, I cannot thank you enough. In the first moments, you would never think about surfing when you access Tanjung Aan beach as it is a pure carribean paradise with no waves at all. A little wooden fishermen’s boat awaits us few meters from the coast line and we paddle out to hop on the boat. Then it’s a five minute ride to the line-up. I was already losing it. Again, I was freaking out. Completely. Can it get any better? I didn’t know. Yet. The water underneath was cristal clear and the panorama with the wooden boat and the white beaches in distance was just perfect.

We jumped into the water, paddled to the break and I tell you, I have never ever seen such perfect waves before. A perfect point break thanks to the rocks and the reef underneath. Building up slowly, yet breaking hard enough to catch and I tell you, they did deliver an nice drop-in. A little less steep than bali waves, but still great fun and adrenaline. Godness, poseidon did great work. I was like „Fuck this, I am never gonna leave this place.“ This must be the most beautiful child nature has born, ever.

Sure, turtles popping up next to me in the line-up at Berawa beach was already a highlight. I didn’t know it could get any better. But Berawa provided many close-outs and a typically crowded line-up. Tanjung Aan on the other hand was super quiet with just a handfull of people and the waves were breaking smooth enough for me to surf the unbroken part and they built up like five more times, so if you did it right, you could surf the wave for like 300 meters. Which also meant a hell of an effort to paddle aaaaall the way back. But let’s say, it was worth it. The rides were epic and even the paddling was beautiful. When you needed a break, you just sit on your board and have a look at this beautiful piece of nature.

I got awesome instructions from the Nalua crew and I think I improved a lot. I was also happy to switch to a shorter board which made me pretty proud too. I had heaps of great waves and let’s say I was unstoppable. Even tough I had a terrible hangover on Saturday and did sleep for maybe 2 hours at max (note: the rum at surfers bar is complete rubbish and a guarantee for the worst hangover of your life, but nevertheless the weekly fridaynight party was great fun haha), I didn’t miss the 8am session and got a fresh coconut after the surf to recover from my sickness.

On my last day I had a terrible cold thanks to the aircon and some nightly scooter rides in the monsoon rains (no questions pls), but again, no reason to skip surfing. I had a nap after the first session and the instructors were like „do you wanna go out a second time?“. They knew me and jeeez, surely I was all in for the kill.“ It was crazy low tide, which meant that the water was maybe 2m deep in the line-up and closer to the beach it was maybe 1m. Big big chances of getting a reef tattoo if you slip. Note to myself: DON’T YOU DARE TO FUCK THIS UP. Let’s say it was the perfect ending of a great lovestory. I could watch the fish swimming in the reef underneath my wave. Fish were jumping out of the water up on my surfboard too, crazy. I was stunned one last time. Maybe also because I was concentrating like a complete jerk to get back into a laying position after the surf without letting myself fall into the sea. Even though I played like supercool, that darn reef scared the shit out of me. However, it was a perfect goodbye. I’ll see you soon, Tanjung Aan, you goddamn beauty.

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no better place to cure a hangover

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Bali, you got me. #Indo

(ENG below)

Also gut, ich sag’s mal so: Ich hatte die komplette Ladung Bali. Viel Surfen, Yoga, veganes Essen, Bintang und den gelegentlichen Arak-Shot, verrückte Rollerfahrten und einige legendäre Party’s im Old Man’s, in der Reaggebar oder in der Sandbar. Diesbezüglich geh ich besser nicht genauer ins Detail. Es gab einige Momente in Bali, die ich mit Sicherheit niemals vergessen werde. Es waren solche Momente, in denen du nicht mehr anders kannst, als laut raus zu lachen, weil du nicht glauben kannst, was gerade passiert ist und dein Leben absolut im Einklang ist und du die glücklichste Person auf der Erde bist. Du fühlst dich, als wärst du betrunken von deinen Emotionen und du kommst überhaupt gar nicht klar damit. Es fühlt sich an wie fliegen. Es scheint alles zu gut um wahr zu sein. So muss es sich anfühlen, auf einem Drogentrip zu sein (und neii, seb hani no nie usprobiert). Aber jetzt kann ich mir dieses Gefühl auch ohne magic mushrooms vorstellen.

Ich habe jeden einzelnen Moment maximal genossen und deshalb wohl auch nie eine Kamera dabei gehabt. Denn a) habe ich überhaupt fast nie eine schlaue Tasche mitgeschleppt und b) hatte ich auch nie das Bedürfnis, diese Momente mit Bildern festzuhalten. Ich habe den Moment einfach nur soso fest gelebt und soso fest genossen.

Jetzt ist es leider schon wirklich so, dass es an Bildmaterial aus Bali fehlt, jawohl. Aber das liegt wohl auch daran, dass ich null Sightseeing gemacht hab, ausser einem Sonnenuntergangs-Rollerausflug zum Tanah Lot Tempel mit unserer Bali Gang. Nach dem täglichen Surfen haben wir nämlich sponti entschieden, Yoga zu skippen und stattdessen die Roller zu schnappen und uns den Sonnenuntergang anzuschauen. N., der Schweizer, war unser Navigator und ich bin immer noch beeindruckt, wie er es geschafft hat, gleichzeitig zu navigieren, zu lenken und auch noch Videos von der Fahrt zu drehen. Total badass this guy, scheint er nicht nur beim Surfen schnell zu lernen, sondern auch bei den lokalen scooter ride skills. Wir hatten alle einen eigenen Roller, ausser die liebe Holländerin E., sie hatte ihren nämlich schon auf den ersten Metern gegen eine Strassenlampe gecrasht und wir waren uns dann gleich einig, dass sie das mit dem Rollerfahren besser lässt und ab sofort meine Rücksitzpassagierin ist. Nachdem der erste Schock überwunden war, haben wir uns auch maximal über den kleinen Unfall kaputtgelacht. Ok, genaugenommen haben wir uns schon kaputtgelacht, als es noch zu früh dafür war und ihr der Schock noch tief in den Knochen steckte. Doch es sah einfach zum Schreien aus.

Egal. Wir schafften es zum Tempel, doch wir waren alle komplett aus dem Häuschen. Die Fahrt an sich war schon unglaublich. Echt jetzt. Nicht von dieser Welt. Noch nie habe ich etwas so wunderschönes gesehen. Die Sonne geht langsam und golden über den Reisfeldern unter, hinten am Horizont säumen sich die Palmen und die Balinesen gehen ihren abendlichen Beschäftigungen wie kleine, fleissige Bienchen nach. Wow. Wir sind zu viert hintereinander her gefahren und der warme Wind hat sich um unsere Köpfe geschlagen, als E. von hinten gerufen hat „Ich heul gleich, das ist so wunderschön!“ und ich dachte „Ja, ich auch.“ Aber ich musste mich zusammenreissen, dieser Verkehr und mein Roller mit dem Achtirad verzeihen keine schlechte Sicht durch Trändli. Ich schwör’s euch, in diesem Moment fühlte ich mich einfach nur unendlich.

Wir erreichten Tanah Lot, oder glauben zumindest, dass wir das taten. Nach dem Sonnenuntergang merkten wir nämlich „fuuuck, das war gar nicht der richtige Tempel“. Offenbar wäre der Haupttempel noch ein paar Meter weiter gewesen, doch wir waren alle emotional komplett weg, dass wir das gar nicht mehr geschnallt haben und mit dem Mini-Tempel schon total happy waren. Hahaha. Das lustige daran: Es war uns allen total egal. Wir lachten uns kurz kaputt und fuhren gemütlich zurück nach Canggu und gingen spontan ins Dandelion essen. Das ist mal ein Resti, ich sag’s euch, das kann ich wirklich nur empfehlen. Aussergewöhnlicher Service, sensationelles Essen und kleine Häsli, die zwischen den Tischen rumhoppeln und Karotten knabbern. Es war echt ein perfekter Abend.

Bali ist voller Leben und voller Inspiration, oder sagen wir, voller inspirierender Menschen. Unzählige Kreative, digitale Nomaden, Menschen, die nach einem Leben voller Leidenschaft und Freiheit streben. Leidenschaft für die unterschiedlichsten Themen, doch Surfen kommt meist als Begleiterscheinung noch hinzu. Ich kann mir sehr gut vorstellen, selbst in den Bereichen Marketing / Kommunikation, für ein Start-Up im Umwelt bzw. Nachhaltigkeitsbereich oder einfach in einem der unzähligen Hipsterkafi’s zu arbeiten und nebenbei täglich Zeit für mindestens eine surf session zu haben. Und mit ab und zu etwas Yoga ist das Leben dann echt perfekt. Das ist Bali.

Aber wie überall sonst, gibt’s auch hier Schattenseiten. Viel Abfall, der überall rumliegt, zu viele Touristen und auch wenige Locals, die sich nicht um ihre Umgebung bemühen oder die Infrastruktur, die noch lange keinen westlichen Standard erreicht hat. Aber das thematisiere ich vielleicht noch in einem eigenen Blogpost. Jetzt belassen wir es mal dabei, wie wunderschön und magisch diese Insel ist. Ich werde definitiv zurückkommen und hoffentlich für eine längere Zeit.

Es gab in Bali viele Momente wie die oben beschriebenen, die mich schlussendlich dazu inspiriert haben, meine Reisepläne noch ein hoffentlich letztes Mal anzupassen. Ich bin mir jetzt sicher, dass ich meine Reise zeitlich nicht begrenzen möchte. Mein einziges Limit sollen meine Ersparnisse sein und falls ich keinen Job in Bali oder sonst wo finde, dann komme ich zurück, sobald mir das Geld langsam auszugehen droht oder ich mich einfach danach fühle, zurückzukommen. Aber für jetzt gilt: Ich kann nicht sagen, wann ich zurückkommen werde. Alles was ich sagen kann, ist, dass ich am 2. Januar nach Colombo abfliegen werde und das 30 Tage Visum für Sri Lanka bereits gekriegt habe – yeah!

Well, well. Let’s say I got the full bali experience. A lot of surfing, yoga, healthy food, bintang and the occasional arak shot, crazy scooter rides and some epic parties at Old Man’s, Reaggebar and Sandbar. Not going into too much detail, but let’s say, there were a few moments that I will surely never ever forget. You know, some of these moments when you just laugh out loud because you realize that this just happened and your life is in complete zen and you are literally the happiest person alive and you can’t get over it. You feel like being drunk from your emotions and you just can’t handle yourself anymore. It feels like flying, it seems to be too pure and too good to be true. This is what being on drugs must feel like, even though I have never tried drugs. But now I can imagine.

I enjoyed every single moment to the max, which means, I almost never brought the camera or phone with me. Because a) I rarely ever brought a bag with me and b) I just didn’t feel like capturing anything at all. I just lived and enjoyed everything that was happening, so so much.

Now unfortunately, there is a lack of Bali pictures, yes. Also because I did not do any sightseeing at all except one evening sunset scooter ride to Tanah Lot with the Bali gang. After the daily surf we decided to skip yoga and go on a sunset ride instead, which actually turned out to be a funny story. N., the Swiss guy, was our navigator and I’m still stunned as f*** about how he managed to ride the scooter, navigate and record some movies all at the same time, total badass this guy. He’s not only a fast learner regarding his surfing progress, obviously. We all had our own scooters, except one of the dutch girls E., she crashed her scooter into a lantern within the first five minutes and we decided she’s better off being my passenger instead of riding a scooter ever again. haha. It was hilarious tough.

However, we made it to the temple but all of us were just stunned and completely speachless because the ride itself was truly out of this world. Seriously. OUT OF THIS WORLD. Never have I seen sth. so fricken beautiful. Golden sunset over the ricefiels, palmtrees in the background and locals strolling around like busy bees. Wow. We were riding the scooters, the four of us in a row, and the warm wind blew softly around our faces when E. behind me was like „I am gonna cry, this is so beautiful“ and me too, I was trying so hard not to cry because I wouldn’t have seen anything at all anymore. In this moment I swear I felt infinite.

We made it to Tanah Lot, or at least, we thought we did. After the sunset we realized, fuck this, it was the wrong temple. Obviously the main temple was a bit further and we were still so emotional about our scooter ride that we just didn’t check out the main temple. hahaha. funny thing is, no one cared, we were in pure happiness and went back to Canggu and had the most epic dinner at Dandelion, a place I can highly recommend. Outstanding service, delish food and little bunnies hopping around between the tables. It was a perfect evening.

Bali is full of life but also full of inspiration, or let’s say, inspiring people. It’s full of creatives, digital nomads, people who seek a life full of freedom and passion. Passion for whatever, but surfing often comes along with it too. I can totally see myself working in communications / marketing, for an environmental start-up or just in a hipster coffee in Bali one day, with at least one daily surf session and the occasional yoga class making my life perfect. This is Bali.

But as everywhere else, there is also a downside. Loads of rubbish everywhere, too many tourists but also few locals who are not taking care of stuff and infrastructure that hasn’t reached western standards yet. But I might go into that with another blogpost. For now, let’s just appreciate how magic this beautiful island is and that I will definitely be back for a longer period of time the sooner the better.

There were many moments like the one described above that in the end inspired me to change my travel plans one last time. I am now sure, that I will not limit my travels in time. My only limit is my savings and if I won’t find a job somewhere, I will come back as soon as my money is gone or when I feel like going home. But for the moment, I cannot say when I will be back home again. All I can announce now is that I will leave for Colombo on 2nd January and already got my visa for a 30 days stay – yeah!

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THE yoga studio
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Art at deus ex machina store
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serious board porn
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feels like home; fin porn
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flat lay for men
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N. at Tanah Lot
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the rice fields during golden hour
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our tanah lot hahaha

 

Roadtrip Map #Iceland

Bevor’s mit Bali weitergeht, muss Island noch ehrwürdig abgeschlossen werden!

Ihr plant einen Roadtrip nach Island? Unsere gesamte Reise gibt’s hier als Google Map mit allen Details wie Sehenswürdigkeiten, Restaurants / Kaffis und Übernachtungsmöglichkeiten, die wir getestet haben 🙂

Der Dank gilt hier ganz dem fleissigen Michi, der in der Tätigkeit des digitalen Dokumentierens völlig aufgegangen ist 😉 Thx!

wohin du gehst. #SEAyousoon

Es tut mir Leid Pocahontas. Ich hoffe, du weisst das.
Ich halt dich nicht fest. Und lass dich nicht los.
– AnnenMayKantereit

Es ist jetzt offiziell. Ich lasse los, ich halte nicht fest. Heute habe ich nach zwei Jahren die Kündigung meines Arbeitsverhältnisses auf Ende Dezember 2017 eingereicht. Ein bisschen heartbroken bin ich schon, verlasse ich ein tolles Team, eine tolle Firma, viele tolle Menschen. Doch die Freunde bleiben. Und vieles Neues wird kommen, denn: Das grosse Abenteuer kann endlich starten. Doch zuerst starten primär mal die Vorbereitungen: Wohnung untervermieten, Krankenkasse, Steuern etc. hallo Schwiiz, hallo Bürokratie und so. 

Wohin ich geh, sag ich nicht mehr.
Dir fällt bestimmt das Fragen schwer. – AnnenMayKantereit

So passend, die Zitat, nöd!? Ich denke, die ganze Angelegenheit startet im Januar in Sri Lanka, aber was nachher kommt, ist noch etwas offener. Geträumt wird von Myanmar, Südindien, Guatemala, Nicaragua, El Salvador und Indonesien. Hauptsache Surfen. Wann, wie und wo genau, lasse ich aber wirklich auf mich zukommen. Es gibt einfach zu viele tolle Orte, als dass ich mich jetzt schon fix festlegen könnte und möchte.

Und zuerst geh ich jetzt im September mal noch kurz zwei Wochen nach Bali, Surfen und Yoga und so. #eatpraylove? Nöd würkli. Selbstfindung ist nicht nötig, denn:

Es geht mir gut,
Es geht mir eigentlich immer gut. – AnnenMayKantereit

Ja, wer sich wundert, seit wann hier Lyrics zitiert werden – die Ohrwürmer (wääh, das isch echt käs schöns Wort!) vom Zurich Openair haben sich eingefressen und passen einfach bestens zu diesem Post. In diesem Sinne, feiere ich die Stimme von diesem jungen Herren Henning May und freue mich auf das Abenteuer 2018, dass ich jetzt definitiv in Angriff nehmen werde.

Doch klar ist, ich komme wieder. Wann genau, möchte ich nicht versprechen. Doch irgendwann kehre ich zurück, denn:

Zuhause bist immer nur du.
Ich hab keine Heimat, ich hab nur dich.
Du bist zuhause, für immer und mich. – AnnenMayKantereit




Foodporn in & around Reykjavik #Iceland

Den gemütlichen Abschluss unserer Islandreise verbrachten wir in der Reykjanes Area, bevor es in die etwas lebhaftere Hauptstadt ging. Viel zu tun gab es irgendwie nicht mehr, da das Wetter määääh war, wir alle Arten von Quellen, Steinhaufen und wildem Ozean schon etwa 201x gesehen haben und die Blue Lagoon 1. massivst überfüllt und 2. massivst überteuert war. Nachdem wir auch schon an diversen Orten gelaugt haben (isl. laug = Schwimmbad/hot pool), war es uns das nicht mehr wert. Ganz grosses Glück hatten wir hingegen mit einigen kulinarischen Überraschungen, die ich euch hier näherbringen möchte 🙂

hja höllu

Kafi gaaanz nach meinem Gusto, ganz liebe Inhaberin und gutes Frühstück – leider, wie alles, viel zu teuer. Aber trotzdem, so feines Essen ist das Geld doch allemals wert. Getestet wurde das Frühstück mit greek granola yogurt, Avocado, Spiegelei und Bacon (awesummmmmm) sowie diverse Küechli und Käfeli uuuund an einem anderen Tag noch die Piadina sowie den Ceasar Salad (yes, we actually came twice). Alles maximal empfehlenswert!

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Meze

Libanesisches Essen in Island. Ehrlich? Die isländischen Suppen hatten wir langsam gesehen und den Rest wie bspw. getrockneter Haifisch, der nach Urin stinkt, haben wir uns dankend (nei würkli nöd, bi aller Liebi zu neue Erfahrige –  nei!!) gespart. Dass uns das Meze jedoch dermassen aus den Socken haut, hat selbst uns überrascht. Es toppte die Zürcher le Cèdre und Bebek geschmacklich um ein Vielfaches. Wahnsinn! Must go in Reykjavik – auch aufgrund der coolen Inneneinrichtung.

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nice food, nice interior
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food heaven omigod

Hraðlestin

Indisches Essen in Iceland. Wennschon international, dann richtig, oder?! Auch hier kann das Prädikat „serious foorporn“ mit bestem Gewissen verliehen werden. Wir haben unterschiedliche Platters genommen und konnten so ganz viel durchtesten. Das Essen war grosse Klasse, hatte auch leckere vegane Menus und sogar hier haben sie es wieder geschafft, ein herziges, indisch angehauchtes und doch stylisches Innendesign zu kreieren.

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food platter, choice
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interior

Ramen Momo

Okay ja. Ihr hört’s schon. Ramen. Japanisch. Ja echt jetzt. Wir haben uns in den 2,5 Tagen in Reykjavik wortwörtlich um die Welt gegessen. Aber spätestens seit Japan 2016 lieeebeee ich Nudelsuppen einfach so sehr. Und als wäre das nicht genug, gab es auch noch hammeraffengeile Gyoza (die japanische Version von chin. dumplings / tibet. momos). Ja, ich habe mit Japan eine love-hate-Beziehung, was das Essen angeht. Die Paranoia vor dem berüchtigten rohen Grüsel-Fisch, der uns einfach immer untergejubelt wurde, habe ich noch nicht ganz abgelegt. Aber hier war klar, was auf den Teller bzw. in die Schale kam und es war wirklich NICHT VON DIESER WELT. Best Ramen ever. ohje ohje. Ich überlege grad ernsthaft, ein sponti Flugticket nach Reykjavik zu kaufen, nur um nochmals diese Suppe mit gyoza essen zu können. SO GUET ISCHES GSI!

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sing hallelujah – sing haaa leeee luuuu jaaaaaa

Nebst den eben Genannten gibt’s in und um Reykjavik noch zahlreiche andere leckere Resti’s und Kafi’s. Wir haben bspw. auch das Stofan Café und das Laundromat getestet, doch für meinen Geschmack haben die Vier oben einfach mal alles andere abgehängt 🙂 give it a try!

Between glaciers and continents #Iceland

Dass Island ein Sammelsurium von Gletschern und Vulkanen ist, wissen wir ja bereits. Gesehen haben wir davon mehr als genug – doch als wir nach Husafell fuhren, wussten wir noch nicht so recht, was uns nebst den klassischen Wasserfällen überhaupt noch erwarten könnte.

Wir entschieden uns dann ganz spontan für ein mega Highlight: Mit einem ehemaligen NATO-Grönland-Expeditions-Fahrzeug, mit dem im Eis nach Flugzeugen aus dem Weltkrieg gesucht wurde, fuhren wir zuerst auf den Gletscher (Langjökull) und konnten dann mit einer spannenden Tour in den Gletscher rein. Es war zwischenzeitlich etwas gruselig, 25 Meter unter dem Eis zu sein (habe ich erwähnt, wie gross das Risiko von einem Erdbeben oder dem Ausbruch einer der Vulkane ist?!), doch der Guide hatte so viele spannende Infos, dass man das Unbehagen glatt wieder vergass. Leider vorallem traurige News: Die Gletscher schmelzen und zwar massiv. Spannend dafür: Das kalte Wasser in Island kommt direkt vom Gletscher, das heisse kommt direkt von den Vulkanquellen, zusammengeschmischt wird es erst bei den Haushalten oder kurz vorher. Daher häufig dieser starke Schwefelgeruch und die manchmal wirklich gefährlichen Schwankungen von heiss und kalt beim Wasser.

Nach diesem doch wieder aufregenden Tag suchten wir dann eine neue Bleibe und landeten aufgrund bester Bewertungen beim Mosskogar Camping – wohl auch meinem Lieblingscamping in Island. Der Betreiber war ein alter Chnuschti, der die ganze Anlage doch ziemlich cool und organic gestaltet hat. Highlight: Eine selfmade outdoor shower mit richtig heissem und richtig kaltem Wasser – nix dazwischen. Riesen Geschrei beim Duschen inklusive. Als wir da waren, fand gerade ein Junggesellenabschied im Gewächshaus statt – dort kann sonst gemütlich gegessen und beisammen gesessen werden. Da wir aber klar in der Vorsaison dort waren, war ansonsten tote Hose. Im Sommer scheint aber gemäss der FB Seite noch mehr cooles Zeugs wie Yoga und Livemusik stattzufinden – aaahhhh me gusto mucho mucho.

Neuer Tag, neues Glück: Zwei Kontinentalplatten, die einen mächtigen Graben quer durch die Landschaft reissen, das habe selbst ich noch nie zuvor gesehen. Thingvellir (nicht Pingvellir) stand hoch auf unserer To Do Liste und war zwar massivst überlaufen, doch definitiv einen Besuch wert. Apropos „laufen“, haben wir dort tatsächlich eine kleine Wanderung unternommen und uns noch fast in der endlosen Wildnis verlaufen…haha! Es war wirklich wie im Film: Was wäre, wenn der Boden jetzt durch ein Erdbeben oder Vulkanausbruch noch mehr aufreisst und uns die Rettungshelikopter hier draussen im Nirgendwo nicht finden? Ohjeohje… Wir haben den Rückweg zum Parking dann doch wieder gefunden und hatten einen mega schönen, sonnigen Tag. Via Kaffi Krús, einem leckeren empfehlenswerten Kafi mit dem wohl jüngsten Servicepersonal Islands, ging’s in den Endspurt unseres Roadtrips Richtung Südwesten: Die Reykjanes Halbinsel südlich von Reykjavik.

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Snæfellsnes – #Iceland in a nutshell

Wer nur kurz Zeit in Island verbringt, kann sich vieles schenken, aber Snæfellsnes ist ein Muss! Der kleine Zipfel nordwestlich von Reykjavik beinhaltet nämlich fast alles, was die Insel zu bieten hat, im Kleinformat. Unsere Homebase war Stykkisholmur, ein Dorf mit free wifi, einem tollen Camping mit outdoor shower (yes!!!! findi eifach so geil, erst rächt bi 10 Grad!) und herzigem Hafen. Was man sonst noch so tun kann? Voilà!

Coffee & Cheesecakes

Foodporn everywhere. Das kann man von Island allgemein nicht behaupten, drückt man bei den Preisen beide Augen zu, fanden wir hier aber ganz gute Adressen! Im Kaffi Emil bspw. konnte man richtig fein Cheesecake essen und Kaffee trinken, oder sich eine Gitarre schnappen und drauflossingen. Und das alles, bevor der imposante Kirkjufell bestiegen wird! Wir haben das Besteigen ausgelassen, den Cheesecake aber trotzdem vernichtet. Gitarre spielen und singen haben wir ebenfalls den Talentierten überlassen.

Explore

Weiter Richtung Hellisandur gibt’s dann richtig was zu sehen. Nebst der atemberaubenden Küste mit hundertmillionä Fotimomänt unbedingt bis zum Skardsvik Beach fahren. Der erste (und womöglich einzige) weisse Sandstrand in Island. Mega schön. Von dort lässt sich dann auch wunderbar durch Lavafelder spazieren und Leuchttürme erkunden. Unser Highlight: Gerade als wir beschlossen, umzukehren, bin ich kurz zur Klippe geklettert um ein paar Fotos zu schiessen. Plötzlich schreit Michi: „Isch das en Seehund?!“ Und tatsächlich. Unten im Wasser badete frischfröhlich ein riesen Seehund! So vill Glück! Jööö! Damit haben wir am allerwenigsten gerechnet.

Weiter ging’s durch den Snaefellsjoekull National Park. Doch Gletscher/Vulkane hatten wir schon hinderschi und fürschi, dadurch fuhren wir weiter. Bis der Hólahólar Krater dann doch unsere Aufmerksamkeit auf sich zog und wir uns zum spontanen Besteigen entschlossen. Coole Treppe, Beintraining und so.

Hallo Arnarstapi! Jules Verne war hier. Scherz, aber seine „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ startet hier. Nice! Direkt nebenan sind die roten Häuschen vom Restaurant „Snofells“, wo man eine komplett schweineteure Suppe essen kann. Anschliessend sollte man sich die Gatklettur nicht entgehen lassen. Schöne Steinformation und nochmals etwas kurzes Spaziergangpotential.

Arnarstapi war bei unserem Besuch ein mega Kaff, doch es wurden fleissig Häuschen auf LKWs angeliefert. Genau, Häuschen. Fertige Bungalows, die nur noch abgehoben werden mussten und schon fast bezugsbereit waren. Voll geil! Chani das i de Schwiiz au ha?! Denselben Baustil sahen wir übrigens sehr häufig in Island, da wurden ganze Komplexe in diesem Design aufgestellt. Wohl eine System-Bau-Firma, die sich hier den Auftrag des Lebens geangelt hat und ziemlich jeden touristisch attraktiven Ort in Island beliefern darf. Einheitliches Landschaftsbild und so. Aber eins muss man sagen – das Design war der Hammer – ich wäre fix eingezogen.

 

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Myvatn & Husavik #Iceland

Die Region rund um Myvatn ist wirklich ein Highlight und wenn ich es nochmals nach Island schaffe, dann möchte ich dort wirklich länger verweilen. Leider hatten wir genau dort 4 Grad, Schnee und Regen. Schade! Die Besteigungen von diversen Kratern oder den Ausflug zum eindrücklichen Vulkan Askja mussten wir leider auslassen. Stattdessen haben wir gut gegessen und getrunken, bspw. im cowshed, dass effektiv ein Kuhstall ist oder im Gamli Baerinn, einer süssen Kneipe mit leckerem Essen und viel Bier.

Highlight in Myvatn waren für mich aber die nature baths. Kleiner, feiner, persönlicher und deutlich preiswerter als die bekannt Blue Lagoon, aber mindestens gleich schön! Fotos habe ich zwar keine geschossen, da ich es bevorzuge, ohne Handy und Kamera zu baden. Cool bzw. hot war vor allem das 42 Grad heisse Schwefelbad. Nachdem ich dort etwa 15 Minuten drin gesessen bin, bin ich 1. fast kollabiert und 2. konnte ich anschliessend weitere 15 Minuten ohne annähernde Nahtoderfahrung durch Erfrieren bei 4 Grad gemütlich im Bikini rumlaufen. Das schwefelhaltige Wasser wärmt nämlich so nachhaltig, dass man aus dem Wasser steigen kann und überhaupt nicht zu frieren beginnt. Dasselbe haben wir in Japan beim Onsen schon erlebt und es war wieder erstaunlich, wie der Körper die Wärme auf mysteriöse Art und Weise in der Haut speichert!

Von Myvatn ging’s über eine Schotterpiste (Schlagloch-Panik-Ahoi!) in den Norden nach Husavik. Von dort wären es nur noch knapp 50 Kilometer bis zum Polarkreis gewesen (Insel Grimsey). So weit nördlich waren wir noch nie – wow! Leider hat’s auch dort wie aus Kübeln geschüttet und wir fanden Zuflucht im kleinen herzigen Gamli Baukur – einer richtig authentischen Seefahrerkneipe der feinen Art.

Auf Whalewatching haben wir aufgrund von crazy Wellengang, miesem Wetter (hani scho gseit, dasses meeega chalt gsi isch?!) meiner Seekrankheit und der Tatsache, dass wir in der DomRep (bi 30 Grad) schon Wale gesehen haben, verzichtet. Ansonsten wäre auch das sehr empfehlenswert. Dass Husavik ein Fischerort ist, merkt man schon beim Aussteigen: Der Gestank Geruch von purem Fisch erschlägt dich fast, sobald du die Autotüre öffnest. Nichts für mich.

Ab Husavik gings dann weiter nach Akureyri. Doch was darf unterwegs nicht fehlen? Natürlich! Ein weiterer Foss! In diesem Fall wäre das dann noch ein kurzer Stopp am Godafoss gewesen. Sehr schön! Leider aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse praktisch keine Fotos geschossen… Morgen gibt’s dafür wieder mehr & viel Sonnenschein ;-)!

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