Whatsup? #NEXTSTEPS

Hallo nochmals! Jetzt sitz ich grad in Dhaka am Flughafen. (Genaugenommen vorgestern, dieser Post kommt nämlich etwas später.) Wer weiss, wo Dhaka liegt? Yes, ich au nöd. Mol aso ez scho. Aber vorher hätte ich glaub auf den afrikanischen Kontinent getippt. Stattdessen sitze ich hier in Bangladesh! Stand so gar nicht auf meiner To Do Liste, aber hey, isch zum Glück nur en stop over. „Zum Glück“ sage ich ganz absichtlich, weil ich schlichtweg immer noch nicht ready für dieses indische Flair bin. Oder nicht mehr ready bin dafür? Nun, ich bleibe nicht in Bangladesh, aber ich glaube, die nächsten Wochen werden trotz allem einen indischen Hauch beibehalten.

Es geht nämlich hoch in die kühlen Gefilde der Himalayas, nach Nepal! Erst wollte ich dort einen Buddhismuskurs in einem Kloster machen. Dann hat mich aber das ganze Yoga-Thema so aufgesaugt, dass ich mir dachte: Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn du schon nach Nepal gehst, dann mach diesen Kurs dort, wo Yoga seinen Ursprung hat. Nach stundenlangem recherchieren habe ich ein Yogastudio gefunden, dass nicht nur hübsche Posen sondern eine tiefe Lehre unterrichtet. Perfekt! Ich werde in den nächsten 22 Tagen ein 200h Yoga Teacher Training absolvieren. Ich und Yogalehrerin. Ez verbäsets wahrschindli es paar vo eu, wo wüsset, wie wahnsinnig dehnbar und nöd-zen ich mengisch bin. Oder gsi bin? Einiges hat sich schon verändert in den letzten 9 Monaten. Das Reisen, die Erlebnisse, die Kulturen und vor allem die Interaktionen mit neuen Menschen hinterlassen ganz klar Spuren. Und ich bin mehr als offen für neue Spuren aus Nepal!

Bin mir aber schon bewusst, dass das Ganze auch mit einer Portion Leiden einhergeht. Tatsächlich habe ich die letzten 8-10 Wochen vermehrt, teils täglich, Yoga praktiziert. Aber die letzten zwei Wochen bin ich wieder so viel gesurft, dass mein Nacken und meine Schultern komplett aufgeblasen sind. hahahaha ken Witz! Das wird mer no es paar mal weh tue…

Nach dem Yoga Teacher Training (YTT) – welches ich hoffentlich meistern werde (ups, me weiss ja nie) – habe ich noch 8 Tage übrig, die ich mit Trekking verbringen möchte. Mal schauen, was da drin liegt! Ich bin ja sooo gespannt!

In der Zwischenzeit (gnaugnah jetzt am Flughafe in Dhaka, ha!) möchte ich noch am Kambodscha-Video arbeiten. Denn das lag die letzten Wochen etwas auf der Strecke, denn ich war ja nochmals zwei Wochen mit Sven in Bali. Wir waren zwar superproduktiv, ich vor allem in Bezug auf meine Kolumne für die Zeitung, die sich ja auch nicht von alleine schreibt. Nämlich habe ich fast vier Artikel komplett vorbereitet, damit ich während dem Yoga auch keine Ablenkungen / Stress aus fehlender Vorbereitung habe. Für alle, die sich wundern, ob ich überhaupt noch produktiv sein kann: Ja, ich chans no!

Nebenbei gingen wir täglich surfen, lecker essen und waren mit unseren Freunden aus. So toll, wenn man in Bali irgendwie „heimkommen“ kann. Ach, ich weiss auch nicht. Irgendwie kann ich mir langsam vorstellen, in dieser Region „etwas länger sesshaft“ zu werden. Lombok am liebsten. Aber Bali bietet schon so viel, das ist der Wahnsinn. Wenn man dann die ganzen Touristen mal etwas ausblendet. Mal gucken. Nächstes Jahr sicher noch nicht. Habe mir in letzter Zeit schon immer mal wieder Gedanken gemacht, da ja jetzt (in der Schweiz) schon Herbst ist und ich noch immer in Asien rumhange. Vowäge Weltreis und so. Mittlerweile ist klar: 2019 wird der Kontinent gewechselt. Aber ez würklich! Details folgen zu gegebenem Zeitpunkt. lol.

Bis dahin berichte ich euch bald aus Nepal, namaste!

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Crossing Java & another movie! #Indo

Java war also meine bzw. unsere letzte Station in Indonesien. Eine riesige Insel mit noch grösserer Population. Gestartet sind wir in Surabaya, aber nur zum Schlafen. Am anderen Morgen ging’s gleich weiter, mit den öffentlichen Verkehrsmittel zum Mt. Bromo. Wir waren seelisch darauf vorbereitet, dass dies eine ganz schöne Odyssee werden könnte. Lustigerweise verlief das ganze ziemlich unkompliziert. Grundsätzlich nimmt man aber ab Surabaya den Bus nach Probbolingo und von dort einen „public bus“ nach Cemoro Lawang. Der „public bus“ geht aber nur, wenn man 15 Personen zusammen hat. Was bei uns nicht der Fall war. Nach ewigem hin und her und Suchen von Alternativen haben wir nachgegeben, etwas mehr bezahlt und wurden nach Cemoro Lawang chauffiert. Übernachtet haben wir im YOG Homestay, empfohlen vom wohl nettesten Reisebüro-Inhaber ever und ein Top Deal, verglichen zum Rest in Cemoro Lawang (falls es von euch mal jemanden dort hin verschlägt!).

Beim Mt Bromo selbst sind wir zuerst zum Aussichtspunkt King Kong hochgewandert, bevor wir auf die glorreiche Idee kamen, zwei Fahrer mit einem Töff zu bezahlen, damit sie uns in den Tengger Krater reinfahren, damit wir noch in den Bromo Krater reingucken können. Leider gab’s keinen Helm und die beiden Fahrer waren in der Wüste des Kraters (Asche) etwa so sicher auf ihrem Bike, wie ich auf einem Einrad wäre. Ich sah, wie Sven versuchte, sich irgendwo zwischen Schutzblech und Auspuff festzuklammern. Ich hatte immerhin eine kleine Halterung, an der ich verzweifelt etwas Halt fand. Nach der Fahrt befand sich in meinen Fingern aber definitiv kein Blut mehr, so fescht hani müesse hebe. Unsere Rädli sind laufend zur Seite gerutscht, Sven und sein Fahrer sind sogar halbwegs gestürzt. Lieber er als ich. Nei Scherz. Aso mol, eig scho.

Der Aufstieg zum Krater war nochmals eine überraschend anstrengende Sache, da man in der sandigen Angelegenheit etwas mehr mit dem Untergrund kämpfen muss, als gewöhnlich. Es lohnt sich aber! Der Krater ist wirklich eindrücklicher, als alle Vulkane, die ich zuvor je gesehen hatte. Und es brodelt sooo fest!!!! Leider verpassten wir um einige Tage eine heilige Tengger (Hindu) Zeremonie, bei der die Leute alles möglich spenden. Obwohl, so traurig bin ich nicht, denn offenbar werfen die einen auch eine Kuh und Hühner runter. Lebend. Das isch denn echt z viel. Auch spannend ist aber, dass die ärmsten der Armen runter an den tiefsten Rand des Kraters klettern und mit Auffangnetzen versuchen, die oben gespendeten, reingeworfenen Dinge aufzufangen. Mega traurig. =(

Borobudur, Prambanan und die Chicken Church

Vom Mt Bromo ging’s dann in einer tatsächlichen Odyssee nach Yogyakarta. Ich hatte Fieber, unser Fahrzeug hatte einen Platten, wir mussten ewig auf andere Passagiere warten und schlussendlich dauerte die Busfahrt satte 20h. Läuft bei mir. Die AirCon war auf 15 Grad Eiszeit und ich habe dank meinem Fieber selten so geschwitzt. Jap, das war ganz, ganz toll. Aber überläbt hani’s, gäll. Halbs so schlimm. Das Fieber wurde bald etwas besser und Yogyakarta war echt eine süsse Stadt. Wir besuchten die beiden Tempelanlagen Borobudur und Prambanan, sowie die Chicken Church, die eigentlich eine Taube und kein Huhn ist. Überhaupt finde ich dieses Ding das dümmste Bauwerk seit langem, aber Sven ist ein grosser Fan. Nicht ganz unberechtigt: Es ist nämlich keine klassische Kirche, sondern ein „House of Prayer“, wo Gebetsräume für jede Religion zur Verfügung stehen. Das ganze in Form eine Friedenstaube. Aber ja, ich find’s eifach nur hässlich und die Tatsache, dass es eben doch wieder „separate Räume“ für die Religionen sind, zeigt einfach, dass wir es immernoch nicht zum grenzenlosem Zusammenleben schaffen. Quasi selbst in einem „House of Prayers“ noch einzelne Räume benötigen. Das setzt genau wieder das Statement, dass man nicht gemeinsam in einem Raum sein kann. Mamma mia. Aber ja, es isch viellicht en Asatz…

Jakarta und das WM Finale

Von Yogya nahmen wir den Zug nach Bandung und von da weiter nach Jakarta. Die Fahrt selbst ist mega schön, durch Reisfelder und traumhafte Landschaften. In Jakarta haben wir uns einen Tag lang die Füsse vertreten. Vom traditionellen Puppenmuseum, dem National Monument, über die alten Gebäude aus der Zeit der holländischen Kolonie bis hin zu einer Kirche, die aussieht wie das Notre Dame, aber direkt neben einer der grössten Moscheen liegt, war alles dabei. Abends war dann noch das WM Finale. Leider war echt jedes Pub pumpevollä und wir wurden nicht mehr reingelassen. Ja, da mueni zuegäh, mir hends au easysponti probiert. Schlussendlich landeten wir mit etwa 200 anderen in einem Mc Donalds, wo die absolut maximale Partystimmung herrschte. Kaum zu glauben, dass ich einen Fuss in einen Mc setze, gäll. Als die Franzosen ein Tor schossen, flippten die Indos aus, als wäre Indonesien höchstpersönlich am Gewinnen. Man sprang auf die Tische, schrie und grölte. Nei, Bier hät’s kei gäh und überhaupt keine isch bsoffe gsi. Als Kroatien das Tor schoss, ging die Menge genauso ab. Hahahaha! Eifach nume legendär gsi.

Vielfältiges Indonesien

In Java fiel mir auch zum ersten Mal auf, wie krass sich die Insel von Flores, Sumbawa, Lombok und Bali unterscheidet. Die Wirtschaft ist deutlich stärker, gibt es riesige Konzerne und Millionen Arbeitskräfte. Die Leute sind besser gebildet und haben viel öfters einen Bürojob. Ganz auffällig ist auch ein kleines Problemchen der Javanesischen Bevölkerung: Wohingegen die Leute in Bali und östlich noch immer sehr stark körperlich arbeiten, können sie das stets frittierte Essen (goreng goreng und nomal goreng) und die immer mit Zucker gesüssten Getränke (Tipp: Immer „tidak gula“ bstelle und ihr hend de Friede) figurtechnisch vertragen (ich säge nöd, dasses annährend gsund sig). Das sieht in Java aber etwas anders aus. Die Leute bewegen sich kaum, haben öfters Bürojobs, sind maximal unsportlich, essen aber genau den gleichen, ungesunden Scheiss. Sorry, ich chan’s nöd anderst säge. So sehr ich Nasi Campur, Morning Glory und Tempeh liebe, so sehr veraaaachteeee ich frittierte Bananen und den ganzen anderen gebrateten und frittierten Kram. Resultat: Unglaublich viele sind kugelirund oder gar so höch, wie breit. Was bei einer Durchschnittsgrösser von „ca. einem Kopf kleiner als ich“ halt schon ziemlich fies ist. Gesund ist das nicht und ich hoffe, dass da irgendwann ein gesünderes Bewusstsein entsteht.

Tschüssli!

Das war’s also mit Java und somit vorläufig auch Indonesien. Etwas zusammengefasst natürlich. Ich war leider ein paar Tage echt nicht fit und wir haben’s zwischendurch immer wieder ziemlich gechillt. Trotzdem hat’s für ein Filmchen gereicht – viel Spääässseeeeee! Und wer sich wundert, ob ich denn jeden Tag dieselben Klamotten trage: Nei, eigentlich aso scho nöd 😉 Aber für den Tempel braucht’s lange Hosen und da hab ich nur noch eine. Und dann hatte ich auch nur noch ein sauberes Ärmelshirt. Drum ja, excusez-moi für die fehlendi Vielfalt 😉

 

Selamat Jalan Bali!

Ach ich kann’s kaum glauben. Wir wollten nur kurz vorbeischauen und „Hallo“ sagen und schwupps, sind wir wieder zwei Wochen in Bali stecken geblieben. Aber hey, das ist schon okay so. Mein Laptop und Mt Agung waren Grund genug, es hier noch etwas zu chillen. Einige unserer Freunde konnten nicht fliegen und hatten zig Flugverschiebungen, wodurch wir erst recht nicht in diesen Stress kommen wollten und es gar nicht erst versuchten.

Was haben wir gemacht?

Wir haben wiedermal den vollsten Bali Lifestyle genossen. Heisses Wasser, gutes Essen, noch besseren Cappucino, lustige Tanznächte und jede Menge Surfsessions. Wie das Leben sein sollte, oder so. Wir wohnten in derselben Villa wie noch im Mai und fühlten uns langsam echt wie zuhause. Mit unseren Freunden gibt’s auch immer spannende Diskussionen in Sachen Enterpreneurship, da alle irgendwelche Ideen haben und diese auch umsetzen. Ist wirklich eine Motivation, Teil eines solchen Kreises zu sein! Zugleich ist aber nun Hochsaison und neue Lokale und Shops schiessen wie Pilze aus dem Boden. Das macht mich manchmal schon etwas wehmütig, weil ich nicht weiss, wohin das hier mit dem Tourismus noch geht bzw. noch gehen kann.

Das Line Up ist zum Bersten voll mit Softboards und das Surfen hat mir am Schluss so echt keinen Spass mehr gemacht. Jeder droppt rein, zu fünft auf einer Welle schiessen sich die Kooks gegenseitig ab. Ich will doch eigentlich nur Spass haben. Zum grössten Teil stehe ich mir hier aber selbst im Weg, weil ich Schiss hab, dass mich eine Finne oder ein Surfbrett touchiert, weil die meisten im Wasser keinen Plan haben, was sie da machen.

Bali, oh Bali!

Sodeli. Das war’s jetzt für ein Weilchen mit meiner Bali Homebase. Der Abschied fiel mir schwerer, als ich es mir je hätte vorstellen können! Die letzten Tage haben da natürlich nochmals einen draufgelegt, weil es einfach so toll war. Aber Bali hat mir in den letzten vier Monaten einfach so viel gegeben! Neue Menschen in meinem Leben, die ich unter keinen Umständen missen möchte. An vorderster Front natürlich Sven, doch auch Jeremy. Und alle anderen, mit denen sich mein Weg hoffentlich noch öfters wieder kreuzen wird! Aber auch am Wiedervereinen mit Menschen von Zuhause / der Vergangenheit hat es nicht gefehlt. Begonnen hat alles mit Suzie, einer meiner Reisegefährtinnen aus Myanmar, die ich auf Bali wiedertraf. Dann kam endlich Marisa, meine liebe Cousine, um mir immerhin an Ostern etwas Familienflair zu vermitteln ;)) Später kreuzten sich meine Pläne mit Steffi (okay, das isch Lombok gsi, aber egal…) und dann oberspontan mit Nadine. Wahnsinn! Im Mai kamen dann – nach wie vor ziieeemlich unfassbar – Mami und Papi nach Bali. Wer hätte das jeee gedacht =P (sorry!) (Jap, ich bin offiziell mega stolz uf eu und sehr happy, dass ihr (ohni Englischkänntnis) en Langstreckeflug mit Umstiiege uf eui gnah händ 😉 Und ihr im Stockdunkle uf en Vulkan ufekraxlet sind. Und de Papi öppe s’erstmal überhaupt im Meer go schwimme isch.) Und sogar mit Jakob konnte ich noch einige Tage surfen – ihn habe ich im letzten Herbst in Bali kennengelernt. Und zuguterletzt traf ich sogar noch Melissa, meine allererste Schulfreundin überhaupt! Das alles gab Bali noch viel mehr ein Flair von „Zuhause“. Was natürlich Fluch und Segen ist, wenn man das Köfferli schon wieder am packen ist. Gäll.

In dieser Hinsicht noch eine Ode an die heutige Technologie und 4G in Indonesien, dass es mir ermöglicht, easypeasy mit meinen besten Freundinnen in Kontakt zu bleiben, Sprachnachrichten zu senden und zu hören (sorry Violi) und immer mal wieder zu telefonieren, wenn die Verbindung auch gut genug ist und die Zeitverschiebung und Pläne es zulassen! ICH VERMISS EU!  

Nun schaue ich natürlich mit einem weinenden und lachenden Auge auf alles zurück, bin aber unter’m Strich ooobeeeergigameegaa happy. Es hätte besser nicht laufen können, alles zäme. Und falls irgendwer mal Bali-Tipps braucht, ich habe SO EINIGE AUF LAGER.

Was gits suscht so Neus?

In Sachen Nachhaltigkeit

Ich esse seit ca. 4 Wochen kein Fleisch mehr. Ob ich das wieder für mehrere Jahre durchziehe? Ich weiss es nöd. Aber ich habe in Flores‘ so viele Hühnertransporte gesehen, dass es mir wiedermal komplett abglöscht hät. Zudem reisen wir jetzt mit Metallröhrli durch die Welt, um unseren Verbrauch an „single use plastics“ zu reduzieren. Sven hat auch einen Waschbeutel von Scrubba und bereits einmal kleinere Sachen wie Unterwäsche, Socken und Badesachen nachhaltiger gewaschen. Ich muen mini huushalterische Qualitäte denn mal no under Bewiis stellä.

Das Kapitel Sonnencreme – da nach wie vor grosser Verbrauch meinerseits – ist immer noch so ein Thema. Wir haben eine meeeegaaaaaa feine, tolle Sonnencreme entdeckt. Cruelty-free, Riff-freundlich, nicht schädlich für unseren Körper und keine Sekunde Sonnenbrand trotz 4h im Wasser und made in Australia. Mega! Trotzdem ist das Ding nicht 100% aus natürlichen Stoffen und kommt in einer Plastikflasche daher. Aber ja, diese ist immerhin so robust, dass man sie easy wiederverwenden kann.

Und dann habe ich auch zum ersten Mal Kleider in einem Secondhand Laden gekauft und „verkauft“! Voll cool 🙂 Mache ich ab jetzt öfters!

Reisepläne

Jetzt grad sitze ich in Yogyakarta. Ich erzähle euch in einem nächsten Post, was wir bislang in Java erlebt haben! Noch bis am 16. Juli sind wir hier, bevor wir nach Bangkok fliegen und dann langsam nach Chiang Mai wollen. In Bangkok steht ein Highlight für Sven bevor, da er sich zu seinem nahenden 30. Geburi selbst ein Geschenk machen wollte und Tickets für ein Konzert seines Lieblingskünstlers kaufte 🙂 In Chiang Mai möchte ich wiederum etwas Yoga machen und wieder „gesund werden“, da ich in den letzten Wochen mit der xten Erkältung (Merci ihr Klimaalage, immer so radikal vo 35 uf 15 Grad go abechüehle), Fieber, Zahnschmerzen und Andeutungen einer Blasenentzündung zu kämpfen hatte. Bangkok ist ja das Medizin-Tourismus-Zentrum schlechthin, weshalb ich mich dort wahrscheinlich auch mal kurz checken lassen werde. Do wett mer ja bim beste Wille nöd eifach um de Egge zum Dokter spaziere.

That’s iiiiiit! See you, adios muchachos. tschüssli tschau tschau. (hahaha sorry, de isch mer ez gad in Sinn cho. K., du checkschen sicher.)

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When you are too short for your friends…
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Denn mueni halt uf en Stägetritt ufestah hahahaha
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Lieblingsfoti vo Mami und Papi
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Flussdurchquerig Barfuess, Fuessreflexzonemassage inklusive
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Sunneufgang uf Mt. Batur
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Endlich acho, anesitze, heissi Schoggi trinke.
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Sidemen Riisfälder am Papi sim Geburi
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Erste und letzte Versuech, selber de Roller im Indo-Verkehr z stüre 😉
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Lieblingsfoti vode zwei Oster-Küken hahahaha ❤ ❤ ❤
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Day with the boys
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no immer es legendär blöds, aber soo repräsentativs Foti 😉
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That evening…;-)) happy we decided to go to the Lawn, that’s for sure. Always shiny hahaha
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see you!

Flores Part V – THE VIDEO! #Indo

Hallo ihr lieben! Noch bis vor diesem Trip bin ich mir immer super komisch vorgekommen, wenn ich hier irgend ein „Publikum“ angesprochen habe, da ich schon einen Freudentanz machte, wenn ich überhaupt ein, zwei Klicks verzeichnen konnte 😉 Nun sagen meine Statistiken aber, dass tatsächlich täglich irgendwelche Leute hier vorbeischauen und verfolgen, was ich so tue 🙂 Mega schön imfall, es freut mich riesig, dass ich hier nicht nur Selbstgespräche protokollieren muss.

Danke für’s Mitverfolgen 🙂 

Nun, genug geschwatzt – lange versprochen und endlich geliefert: Der Flores Clip! Film ab und happy weekend allerseits!

Flores Roadtrip Teil IV #Indo

Hello again! Wir sind also in Labuan Bajo, dem touristischen Kapital Flores‘ angekommen. Am West-Ende der Insel gelegen, ist Labuan der Ausgangspunkt für Trips in den Komodo Nationalpark. Wer nur nach Labuan fliegt und den National Park besucht, der wird höchstwahrscheinlich keinen positiven Eindruck von Flores mitnehmen. Labuan ist stark muslimisch, die Männer reissen wieder ihre Sprüche und geben die unter uns Frauen besonders wertgeschätzten Blicke, die Leute wollen alle irgendetwas verkaufen und wenn man Fragen hat, wird man superunfreundlich angezofft.

Wir kamen leider zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt nach Labuan, nämlich zum Ende des Ramadans. Mehrere Tage war Labuan eine Geisterstadt. Alle besuchten ihre Familien im Inland oder in Java, um das Ende der Fastenzeit zu feiern, und waren nicht verfügbar. Unsere Freunde hatten bspw. ein Boot gebucht und am Vorabend der Abreise dann die Info erhalten, dass sie nun doch keinen Kapitän hätten. So verzögerte sich auch unser Aufenthalt in Labuan etwas. War aber unter’m Strich okay. Hauptsache, wir hatten dann am Schluss einen Kapitän und eine Crew!

Der Komodo Nationalpark an sich ist natürlich sehr touristisch, aber wirklich wunderschön. Wir haben auf dem Deck eines kleinen Bootes unter dem Sternenhimmel geschlafen und während zwei Tagen unglaubliche Natur gesehen. Von weissen Sandstränden über grüne, saftige oder trockene, hügelige Inselchen war alles dabei. Auch die Tierwelt liess kaum Wünsche offen: Von Komodo Drachen, die dich mit ihrem Spuder töten könnten, bis hin zu den unglaublich magischen Manta Rochen, mit denen wir in fasziniiiiiiierendster Stille schnorchelten. Und vom Boot aus haben wir überraschenderweise sogar noch Delfine gesehen! Soooo cooool!

Allgemein war das Schnorchelerlebnis bei den diversen Riffen wirklich fantastisch. Es ist irgendwie wie beim Surfen. Schwups und zwei Stunden sind vergangen. Ich musste mich richtig zwingen, aus dem Wasser zu kommen. Aber ja, irgendwann kam der Schüttelfrost und die Sonne ging unter 😉 Zurück in Labuan wurde noch etwas gearbeitet, bevor wir dann wieder nach Bali aufbrachen. Ich wollte Surfen, Sven hatte einen Tattootermin und wir beide wollten unsere Freunde aus der Bali-Zeit nochmals sehen. Und WM schauen! Was in Flores fast nicht möglich war… Und ja, schlussendlich musste mein MacBook doch noch in die Reparatur und das war in Bali halt auch am einfachsten möchlich 🙂 Aber dazu gibt’s sonst mal mehr, jetzt erstmal schöne Bilder aus Flores und baaaldbaaald ein Video!

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Rinca Island

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Komodo Dragon
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Gnaugnah het de Sven das Foti gschosse, während ich 1cm näbetdra no gschlafe han. Wahnsinn, so ufzwache! 

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Padar Island
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Es isch ohni Witz so es krasses Farbespiel…
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Workplace =)
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Manta Rochen
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Jep, Selfietime!
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Güsel, Güsel, everywhere…
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STOP Plastic Oceans

Flores Roadtrip Teil III #Indo

Diesen Post habe ich etwa fünfmal angefangen und wieder gelöscht. Wahrscheinlich, weil ich irgendwie gar nicht so recht weiss, was ich über Bajawa gross sagen soll.

Wir haben in einer heissen Quelle gebadet. Wir sind stundenlang durch die traditionellen Dörfer rund um den Vulkan gedüst. Wir haben unspektakulär gegessen und ja, das aufregendste der ganzen Geschichte war wohl unser semi-manuelle Roller. Sven, der ja bekanntlich keinen Fahrausweis hat (in Holland reicht halt für manche nur das Velo), leidet sowieso ab und zu unter meinen Verkehrsanweisungen vom Rücksitz. Das Ganze kam dann mit diesem Gefährt aber wirklich zu einem lustigen Höhepunkt.

Das Gefährt war erneut aus einer anderen Zeit und besass nur an einer Hand eine Bremse. Die andere Bremse wird mit dem Fuss betätigt. Rechts. Links wird mit dem Fuss geschaltet. Von 1 bis 3. Ich bin sowas derartiges in Myanmar gefahren und empfand es als etwas gewöhnungsbedürftig. Suzie auf dem Rücksitz kann wohl ein Liedchen davon singen. Bei diesem spezifischen Roller in Bajawa sind wir aber mehrfach fast vom Roller gefallen oder rückwärts den Berg runtergerollt. Schaltet man von oben nach unten, ruckt es so heftig, dass man fast über den Lenker gespickt wird. Superhelde Pose ahoi. Aui. Und Helm an Helm Crash sind au vorprogrammiert. Aui 2. Schaltet man im steilen Bereich zu spät, stellt der gute Motor gleich ganz ab. Hetter ke Bock meh. Somit gibt es tatsächlich Videomaterial, wie wir im Steilhang stecken, der Roller nicht mehr angeht und wir ihn hochstossen müssen. Die Locals grölen sich natürlich einen ab. Amateure, auch genannt Bule, am Steuer…

Bajawa war irgendwie ein kleiner Durchhänger, auch, weil hier mein Handy ins Aquarium fiel und das MacBook abkratzte. Miimimi, muen denn alles glichzitig de Geist ufgäh? Chlini Krise gha. 

Nachdem wir uns von der Roller-Schmach und ich mich von meinem IT-Drama erholt hatten, zog es uns nach Ruteng. Dort fand man den Homo Florensiensis. Eine andere Spezies als den Homo Sapiens. Kleiner. Man munkelt aber, dass der Fund auch eine kleinwüchsige Person oder ein Sapiens mit Down-Syndrom sein könnte. Whatever. Wir haben die Höhle besucht, der Homo selbst ist aber natürlich wo anders in einem Museum. Nebenbei gibts in Ruteng noch eindrückliche Spinnweb-Reisefelder. Den Namen haben sie aber nicht den grusigen Spinnen, sondern der Anordnung der Wasserkanäle zu verdanken. Man siehts auf dem Foto unten am besten 😉

Unser eigentliches Highlight in Ruteng waren aber die Menschen. Jeder einzelne war sooo lieb. Mussten wir am Rotlicht warten, fuhren sie neben uns hin und haben ganz verlegen Fragen gestellt und wollten unbedingt an ihrem Englisch üben. Alle lernen sie Englisch. Und unterwegs kamen wir noch an einem Bergdorf vorbei, wo irgendwie hunderte von Kindern auf dem Weg zur Schule oder nach Hause waren und komplett ausflippten, als sie uns sahen. Hello Miss! Mister Mister! Hello Bule!! Filmaufnahmen folgen 😉 Auch hatten wir supernette Taxifahrer, der uns gleich noch eine tolle Unterkunft empfohlen hatte. Jaja, ich bin immer skeptisch bi so Sache. Traue niemandem und so. Aber in diesem Fall hat er uns für denselben Preis eine viel bessere Unterkunft gezeigt, als wir uns ursprünglich vorgestellt hatten =) Gegessen haben wir endlich auch wieder lecker und der Seelenfrieden kam langsam wieder zurück. Auch, weil mein Laptop am letzten Tag kurzfristig wieder funktionierte!

Anschliessend ging’s dann auf nach Labuan Bajo, dem touristischen Kapital Flores‘. Die Fahrt dahin, brachte nochmals einen maximalen Tiefpunkt in unsere Reise. An vorderster Front aber für mich. Und zwar ist der Fahrstil der Indonesier ja so eine Sache für sich. Ich bin immernoch stolz auf mich und sowieso stolz auf Sven, dass wir im Verkehr bislang keine negativen Zwischenfälle hatten. Mein Sturz auf der Sandstrasse in Lombok lassen wir mal weg, de hani nöd am Verkehr zverdanke… Ebenfalls haben wir bislang keinen Unfall gesehen oder sind an keinem vorbeigefahren. Verhältnismässig zur Anzahl Stunden, die wir im Verkehr verbringen, ist das wirklich erstaunlich. Und somit hatte es früher oder später passieren müssen. Wir fuhren also durch ein Dorf mit einer normalen Strasse, wo man ca. 50 fährt. Der Verkehr ist entspannt, nicht hektisch. Dann kommt ein Motorrad aus dem Nichts mit mind. 80km/h frontal auf unserer Seite entgegengeschossen. Immer näher. Supernah. Unser Fahrer hupt. Der Rollerfahrer erwacht aus seinem Tagtraum und reisst seinen Lenker in letzter Sekunde zur Seite. Es Wunder, dasser nöd mindestens de Siitespiegel abgrisse hät. Ich habe vor meinem inneren Auge schon gesehen, wie er 30 Meter durch die Luft gefetzt wird. Oder einfach gerade aus in unsere Frontscheibe reinrast. Zum Glück nix passiert. Wir fahren weiter. Die Aufregung beruhigt sich wieder. Etwa 15 Meter vor uns entscheidet ein mega süsses junges Hündchen, über die Strasse zu rennen. Sven ruft: „Puupppy!!!“, der Fahrer macht eine Vollbremse. Der Hund rennt über die Strasse. Das entgegenkommende Motorrad kann nicht mehr bremsen und der Hund wird direkt neben meiner Fensterscheibe komplett überfahren. Ich schreie in vollster Lautstärke. Noch heute sehe ich es in Zeitlupe vor mir. Leider hatte ich die beste Aussicht auf das Geschehene und konnte auch gar nicht wegschauen. Mami Hund kam angerannt und andere Hunde ebenso und dann die Besitzer, alle kamen sie angerannt, stocherten in den „Überresten“ herum, aber da war nichts mehr zu retten. Und ich habe etwa eine halbe Stunde geheult.

Dem Motorradfahrer ist nichts passiert, der Hund war wirklich noch klein und das Motorrad war ziemlich massiv. Was in dieser Hinsicht wohl besser war, denn sonst hätte es auch die beiden Passagiere maximal verspickt. Nach diesem Drama hatte ich die letzten Wochen echt eine Krise auf dem Rücksitz und jedesmal, wenn ein Hund am Strassenrand rumtollte (was fast alle 50m der Fall ist), kniff ich Sven panisch in den Rücken, dass er bitte bremsen soll. Aber ja, life happens und ich muen mich ez au wieder beruhige.

Bald gits aber wieder besseri News us Labuan Bajo 😉

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Die Hobbithöhle

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Sven hat einen traditionellen Ikan auf den Kopf verpasst gekriegt 😉
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Die heisse Quelle
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Die heisse Quelle
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Das traditionelle Dorf am Fusse des Vulkans
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Spiderweb-Ricefield im Hintergrund

Flores Roadtrip Teil 2 #Indo

Wie in meinem letzten Beitrag eingeleitet, befinden wir uns jetzt also kurz vor der Autofahrt nach Moni. In Flores gibt es unterschiedliche Mittel des öffentlichen Verkehrs. Entweder grosse „Busse / Laster“ auf deren offenen Ladefläche du mit bis zu 30 anderen stehst / sitzst / liegst oder den kleineren Bemo Bussen, die entweder frontal oder seitlich ausgerichtete Sitzbänke haben und so prall gefüllt werden, wie möglich. Oder normale, schon fast langweilige Autos, die man mit anderen Reisenden teilt. Diese „Shared Cars“ sind preislich nicht viel teurer als Busse und zudem viel zuverlässiger und weniger chaotisch. Für mich auch ein Faktor: Weniger Risiko für Übelkeit 😉

Werden wir gekidnappt?!

Wir gönnten uns zu sechst also einen Shared Car. Zwei Passagiere in der „hintersten, schmalen Reihe“ des Autos, quasi zwüschet de Pneu uf Höchi vode Rädli, drei auf der mittleren Sitzbank und ich neben dem Fahrer. Front Row vowäge „Mir wird schlecht“. Seelenruhig tuckerten wir los, bis unser Fahrer nach etwa 10 Minuten mitten auf der Strasse stoppte. In einem Satz kamen aus allen Himmelsrichtungen Typen angerannt. Ich dachte „Mh, die wollen Reis oder Getränke verkaufen“. Und dänn risst en RIESE FÄTZE VOME TYP d Fahrertüüre uf. Ich „Öhhm, oke, was gaht etz?!“ und dann steigt unser Fahrer auch noch aus! Ok, jetzt war auch ich 100% wach und alarmbereit. Meine Türe sowie die Türe der hinteren Reihe wurde geöffnet und die Typen „zeigten“, dass sie auch noch bei uns sitzen möchten. Mhh – wo denn gnau bitteschön?! Wie stellet ihr eu das vor? Ah moment, redt ja ken Mensch Englisch vo dene und mis Bahasa isch wiedermal für d Füchs.

Ein Herr navigierte deutlich, dass er neben mir sitzen will. Uf de Handbrems? Vo mir us, ich hock det sicher nöd. Als er andeutete, dass er tatsächlich auf die Handbremse sitzen will, wurde mir das doch zu bunt, so mussten wir immerhin ca. 4 Stunden durch eine Passregion fahren! Ich gab zu verstehen, dass er dort auf GAR KEINEN FALL sitzen werde. Verstande hätters. Schlussendlich sass der „riise Fätze“ hinter dem Lenkrad, und drei Typen quetschten sich noch auf die anderen Sitzbänke. Ich war beladen von allen kleineren Rucksäcken und Taschen, die meine Mitreisenden zuvor gemütlich auf ihren Beinen gelagert hatten. Dort, wo jetzt fremde Typen sassen. Läuft bei uns!

Gekidnappt wurden wir nicht, schnell lernten wir nämlich, dass jedes Auto mit „leeren Plätzen“ von Locals mit „Transportbedarf“ eingenommen wird. Auch unser Fahrer wechselte noch ein weiteres Mal. Ein weiterer Typ, der keinen Platz in unserem Auto fand, fand sein „Plätzli“ aber darauf. Genaugenommen dahinter, so klemmte er sich nämlich an unsere Dachvorrichtung und hing etwa eine Stunde lang hinten am Autofenster. OHNI SCHEISS! Die Scheiben waren leider zu schwarz, um diese Kamikaze Szene zu filmen. Irgendwann schrie er laut (mir grauste es, dass es runtergefallen sein könnte), wir stoppten und er sprang in alter Frische runter und mit dem nächsten Satz in einen lokalen Bus rein, wo er hoffentlich etwas weniger gefährlich ans Ziel kam.

Über Schwefel, Grabsteine, Rastas und Sternenhimmel

Unser eigentliches Ziel war aber Moni, ein Kaff in den Bergen Flores‘. Dort hin verschlägt es einen, wenn man die Kelimutu Vulkankrater besuchen möchte. Lustigerweise hatten wir dieselbe Unterkunft wie unser englischsprechendes Französisches Pärchen (Johann und Sophie) gebucht und so schlossen wir uns bald zu einem Team zusammen. Wir besuchten die dreifarbigen Vulkankrater, atmeten raue Mengen Schwefel-Luft ein und wanderten während drei Stunden zurück zu unserer Unterkunft. Durch dichten Djungel, tiefe Täler und durch oberkatholische Dörfer. Auch hier wieder: Wie in Maumere, findet man nicht nur „zentrale Friedhöfe“. Meister werden die Grabsteine direkt vor dem Haus platziert. Grabstein ist auch irgendwie das falsche Wort dafür, bestaunt man hier vielmehr das „Grab“. Es isch wiä en überdimensionale plättlete Sarg. Das Kuriose daran: Man chillt, trinke, isst, schläft oder spielt darauf. Der Sarg ist keine „Ruhestätte“, er ist Mittelpunkt des Alltags und wird in jegliches Zusammensein integriergt. Mal was anders, oder? 

Zurück in Moni mussten wir unsere Mägen füllen. Das beste Lokal dafür: Das Moby’s! Die Dichte an Männern mit Rastas ist womöglich höher als in Jamaica selbst. Dazu gibt’s richtig richtig gutes indonesisches Essen, aber auch einen Australischen Einfluss wie Banana Bread, Cookies und Kaffee. Leider musste ich mich bis zum nächsten Cappucino noch etwas gedulden, denn die Kaffeemaschine sei seit Wochen kaputt.. nevermind! Bei Livemusik, einer Partie Scrabble und guten Gesprächen kann ich da ein Auge zudrücken 😉

Unsere Unterkunft „Gecko Homestay“ war also nicht nur in den höheren Bergen Flores‘, sondern auch noch ausserhalb des Dorfes. Nebst dem Vergnügen von kalten Outdoor-Duschen bei ca. 14 Grad, bedeutete das aber auch: Eine wunderschöne Sicht auf die Milchstrasse und zigtausend Sterne. Draussen zu duschen, wenn über dir die Sterne nur so funkeln, das ist einfach Magie pur. 

Ende!

Nein, wir sind noch lange nicht am Ende. Aber mit leichtem Muskelkater vom dreistündigen, steilen Abstieg ging es für uns weiter ins Städtchen Ende. Dort versprach man Johann eine SIM-Karte, mir einen Cappucino, Sven ein WiFi und Sophie, mh, Sophie wollte eigentlich nur endlich wieder heiss duschen (Auch in Maumere gab’s kein heiss Wasser). Doch darauf mussten wir uns aber noch ein Weilchen gedulden. In Moni warteten wir also wie die Locals am Strassenrand darauf, dass ein Büssli mit echli Platz an uns vorbeidüste bzw. noch besser, für uns anhielt. In der Tat ist das auch relativ schnell passiert und wir sicherten uns eine Fahrt nach Ende. Sophie, Johann und ich zuhinterst, Sven auf einer Art „gepolstertem Schämeli ohni Halt“ neben drei Locals und vorne nochmals ein paar Locals und die offene Türe.

Im Abstand von 30 Minuten verloren wir immer mal wieder Material, das eigentlich auf unser Dach gebunden war. Dieses Material wurde anschliessend vor Sven’s Füsse gepappt, wodurch sich sein Bewegungsfreiraum noch mehr eingrenzte. In Ende angekommen, waren wir froh, uns endlich wieder körperlich entfalten zu können. Ziel war, das Moccha Café. Wir waren überrascht, wie modern der Laden daher kam und ich trank gleich zwei Cappucino. Gad d Reserve müesse uffülle, wänni schomal chan.

Nachdem alle ihre To Do’s abgehackt hatten, schnappten wir uns einen Fahrer nach Bajawa. Doch bevor ich euch von Bajawa erzähle, hier noch ein paar wenige Bilder aus Moni und Co. 😉

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Kleine Büssli Situation, während laufend Material vom Dach flog
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Bemo Bus mit seitlicher Bank 😉
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Tempe Satay mit Erdnuss Sauce – ich bin im Himmel
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Grabsteine ganz „dezent“ vor dem Haus
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Etwas Wetterpech bei den Kraterseen
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Aussicht beim Abstieg von Kelimutu
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Sternenhimmel (by Sven)

 

Flores Roadtrip Teil I #Indo

Welcome back! Genaugenommen grüsse ich mich hier selbst, denn ich bin die, die offline war. Teilweise freiwillig, teilweise gar nicht freiwillig, weil mein Handy in ein Aquarium fiel. Ich schwör, es hät usgseh, als hettis det e Glas-Schiibe druff gha…! Genaugenommen habe ich mein Handy also aus lauter fehlender Achtsamkeit in ein Aquarium fallen lassen. Oder mit Schwung inegrüehrt. No dümmer gahts fast nöd. Ich, sowie alle am Drama Beteiligten, glaubten, mein „vielleicht doch noch nasses Handy“ habe anschliessend mein MacBook zerstört. Doch dieses ist nun, nach einer Woche erschütterndem Dornröschenschlaf, mysteriöserweise plötzlich wieder zum Leben erwacht! HALLELUJA!

Es juckte mir schon längst in den Fingern und während jetzt parallel etwa 29384 Back-Ups laufen, schreibe ich hier endlich wieder. Was in den letzten 18 Tagen so gelaufen ist? Voilà – Teil 1!

Zwischen Pater, Politiker und Menschenrechtler

Denpasar – Maumere. Wir versuchten, Flores so östlich wie möglich anzufliegen, um die bitzeli langgezogene Insel dann über Land bis ganz in den Westen zu durchqueren. Im Flugzeug selbst merkte man schon, hier hin verirren sich nicht so viele: Die Passagiere waren 0% westliche Touristen, zahlreiche Indonesier und etwa 5 Nonnen. Genau, Nonnen. Katholische Nonnen. Schnell bestätigte die übernatürliche Anzahl Kreuze, Katholischer Kirchen und Grabsteine, dass hier maximale Missionarsarbeit geleistet wurde. Doch dazu später mehr.

Unsere Unterkunft buchten wir vor Ort spontan und diese entpuppte sich bald als Glückgriff. Ignatius, unser Gastgeber, lud uns am Abend überraschenderweise zur „Erst Kommunion“ seines Neffen ein. Erst Kommunion wird hier riesig gefeiert, etwa 100 Familienangehörige und „Einflussreiche“ werden eingeladen. Und man kann sich vorstellen, wer mit weissen „Freunden“ aufkreuzt, hat seinem sozialen Status grad noch mal ein Upgrade gegeben. Wir sassen am Tisch mit den „wichtigen Männern“ und mussten eine dezente Menge Arak Shots trinken. Mit von der Partie waren der Pater höchstpersönlich, ein einflussreicher Politiker und Kandidat für die aktuellen Gouverneurs-Wahlen sowie Otto, ein gebildeter Herr, der jahrelang Menschenrechte in München und Wien studierte und jetzt an der Hochschule in Flores lehrt. Otto und ich unterhielten uns lange auf Deutsch, was wirklich beeindruckend war. Nebenbei wurde fleissig Karaoke gesungen, was mir fast ein taubes Ohr verschaffte. Denn – ohni Scheiss ez – für diese „Erst Kommunion“-Events werden massive Lautsprecher-Wände aufgebaut. Bestehend aus etwa 16 Stück 70x70cm Lautsprecher wird einem der Tinitus gleich kostenfrei mitgeliefert.

Alles in allem war das aber echt eine kleine Sensation. Da fliegst du ans gefühlte Ende der Welt und findest dich am Abend in einer solchen Situation wieder. He nei!  

Aber nochmals zurück zum Thema der Katholiken: In Flores gibt es wohl mehr Kirchen, Kloster und Kreuze, als sonst irgendwas. Der Einfluss der Portugiesen, die hier einst „regierten“ ist ganz stark präsent. Auch die Namen der Menschen zeugen von europäischer Herkunft: Ignatius, Franziskus, Oscar, Victor, Gertrudis. Es ist keine Seltenheit, wenn man auf Handybildschirmen den Papst entdeckt. Es wurde hier ganz klar stark missioniert. Doch spannend ist auch die Durchmischung der „Ethnien“. Dumm und ganz platt gesagt: Die Menschen sehen anders aus, als auf den anderen indonesischen Inseln.

Wo in Bali, Sumbawa, Lombok und Java viel stärker ein „asiatischer“ Look herrscht, findet man auf Flores Gesichter, die ihre afrikanische, indische und europäische Abstammung nicht verleugnen können. Grosse Augen, krauses Haar, riesige Lippen. Auch die Körperformen sind plötzlich anders. Frauen haben Kurven! Dies fällt einem aber erst so richtig heftig auf, wenn man zuvor monatelang von asiatischen Fliegengewichten umgeben war 😉

Bule, Bule! 

Nein, das Bule ist kein Poulet. Die Bule, das sind wir – weisse Touristen. Auf unserem Roadtrip von Maumere nach Larantuka, in den abgelegenen Ostzipfel Flores‘, wurden wir erstmals mit dem Begriff konfrontiert. Ich kannte ja von meinen Trips nach Lombok und Sumbawa, dass man mir laufend „Hello Mister!“ zuschrie. Hier wurde dies noch ergänzt mit „Bule, Bule!“

Ich war zuerst etwas unsicher, ob der Begriff eine Beleidigung war oder nicht. Denn genau genommen kommt Bule von Belanda, was „Holland“ bedeutet und sich auf den kolonialen Einfluss der Holländer bezieht (die Holländer kamen in Flores nach den Portugiesen, also ist deren Einfluss noch eher präsent). In Larantuka sind wir vorallem mit dem Roller umhergecruist und haben Ecken erkundet, wo gefühlt wiedermal alle Schaltjahre ein Weisser hinkommt. Dann fährst du durch den Djungel (erstaunlich gute Strassen!) und denkst, du bist im Umkreis von 10km ganz allein, doch plötzlich hörst du aus dem Nirgendwo: „Bule!“ und dann kommen die wie die gestochenen aus allen Ecken gerannt. Nei, aso in Flores isch mer nie elei. 

Eine liebe junge Lady hat uns in Larantuka einen „guten“ Warung gezeigt und ich habe sie auf ihr gutes Englisch angesprochen. Sie meinte, sie mache einen Englischkurs und sei mega happy, „eine Bule wie mich zu treffen! Das käme in Larantuka eher selten vor.“ Dem entnehme ich, dass Bule einfach weisser Tourist und nichts böses bedeutet 😉 Auf unserem Rückweg kreuzten wir dann aber tatsächlich ein sehr sportliches Bike mit zwei „Weissen“, wobei diese bereits so braungebrannt waren, dass sie fast als Locals durchgingen. Sie hupten und winkten wie wild und wir auch! Am anderen Morgen sassen wir dann so beim Frühstück und dann plötzlich kommt eine ältere Frau zu uns und fragt: „AAahhh das wart ihr gestern auf dem Roller, oder?!“ Wir kamen ins (französische) Gespräch (da der Herr nur Französisch sprach) und es entpuppte sich: Die beiden leben seit ein paar Jahren auf Flores. Die Lady hat ein Importbusiness für lokale Handgefertigte Produkte und oh wunder, führt das Geschäft in der Schweiz! Die beiden sind nämlich aus Lausanne 😉 Wir mussten uns dann doch noch kurz gemeinsam über das Klischee amüsieren, dass Französischsprechende einfach NIE Englisch können.

On y va

Zurück in Maumere konnte ich kaum mehr sitzen und laufen, denn die stundenlangen Rollerfahrten haben meinem Füdli bzw. Sitzbeinhöcker gadechli zugesetzt. Wir checkten für eine Nacht in eine andere Unterkunft ein und genossen dort ein letztes Bad im Meer bei Sonnenuntergang sowie nebenan ein exzellentes Gado Gado, womöglich das Beste in ganz Flores. Beim Frühstück arrangierten wir einen Transport mit zwei französischen Pärchen (wovon eines tatsächlich Englisch sprach) und waren bald ready, nach Moni aufzubrechen. Bevor ich euch aber mehr von der abenteuerlichen Fahrt sowie Moni und Co. berichte, gibt’s hier die ersten wenigen Bilder. Beim Roadtrip war mehrheitlich die GoPro im Einsatz wodurch es kaum Landschaftsaufnahmen gibt. Diese seht ihr dann aber bald noch in einem Video. Zudem isch d Handyqualität dänkbar schlächt und ich üebe grad mitm Schwarz Wiss Edit, okaaay?!

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Hammock Life bei Santi Santi, etwas östlich von Maumere
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Jung und Alt beim Fischen
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Sonnenuntergangsstimmung
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GADO GADO LOVE!
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Ken schlächte Ort, zum Wösch ufhänke, oder?
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Sonnenuntergang eimal meh (NO FILTER!!)
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Lila Wolken (NO FILTER)
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Beach-ing (NO FILTER!!!)

Life update! #Indonesia

Ihr lieben! Keine Sorge, alles ist gut. Ich komme leider nicht wie gewohnt dazu, fleissig zu berichten. Ich arbeite noch immer an einem Video-Clip zu Sumbawa, habe noch etwas Surfmaterial aus Lombok und bin mittlerweile zurück in Bali. Doch eins ums andere.

Nachdem ich von Sumbawa zurück nach Lombok gereist bin, habe ich in Lombok meinen Surfbuddy und mittlerweile sehr guten Freund Jeremy am Flughafen abgeholt. Spontan ist er von Sri Lanka zurück nach Bali geflogen und hat meinen Spruch „Hey, komm doch nach Lombok zum Surfen“ gleich in die Tat umgesetzt. Ich kannte von meinem Lombok Trip ja noch einige Locals und so hatten wir die Surfcrew gleich zusammen und sind viermal um 04.40 Uhr aufgestanden, um als erste, teilweise noch vor dem Sonnenaufgang zu Surfen. Ganz legendär, im dunkle z surfe, wemmer bi Tagesliecht scho nöd würkli gueti Augä hät.

Lustig war auch: Auf dem Weg zum Flughafen ist mir eine Biene in den Helm geflogen und hat sich in meinen Haaren verfangen. Ich habe diese dann irgendwie dezent panisch mit der Hand versucht abzuschütteln und zack, Bienenstich. Ich dachte mir nicht viel dabei, nuggelte etwas an meinem Finger und musste dann mitansehen, wie sich meine Hand in den kommenden zwei Tagen auf ungefähr dreifache Grösse aufblies. Meine Finger wurden so dick, ich konnte sie nicht mehr schliessen und keinen Löffel mehr halten. Es wurden fleissig Witze gerissen, dass ich mit diesem Hand-Paddel ganz klar mehr Wellen kriegen würde 😉 Irgendwann wurde mir das Ganze dann zu bunt und ich besuchte meine Lieblingsapotheke zum dritten Mal und kriegte Antiallergikum. Drei Tage später war die Hand wieder normal 😉 Und dann schickte mir Jeremy eine Whatsapp, dass er in der lokalen Klinik sei, weil er mit dem Roller-Ständer seinen Fuss aufgeschlitzt hatte und nähen musste. Lol. Ich also wiedermal unterwegs zum Notfall. Der Fuss sah weniger schlimm aus, als erwartet.

Dann hiess es für uns auch schon bald: Zurück nach Bali! Mein zweimonate Visum neigte sich dem Ende zu und ich musste am 16. Mai aus Indonesien ausreisen. Doch hey, ich liebe Indo. Ich habe nicht annähernd so viel gesehen, wie ich wollte. Doch ich habe mich in Land, Leute und meine Bali-Family verliebt. Ich habe noch so viele To Do’s für dieses Inselparadies! Und wer sich erinnert: Vor etwa einem Monat habe ich euch mal von Sven, dem reisenden Holländer erzählt. Nun, nachdem ich einen Monat in Lombok und Sumbawa war und er in Vietnam arbeitete, sind wir nun auf Bali „wiedervereint“ und haben uns für die nächsten zwei Monate als Reisegrüppli zusammengeschlossen! Jeremy reist leider am 28. Mai aus, doch bis dahin gehört er natürlich auch noch zu meiner Bali-Family. Am 16. Mai ging’s also für eine Nacht nach Kuala Lumpur, einen sogenannten Visa Run zu machen. Das heisst, ausreisen, chillen und wieder einreisen und hoffentlich ein neues zweimonates Visum kriegen!

In KL hatten wir ein mega schönes AirBnb mit Rooftop Pool für wirklich kein Geld der Welt. Doch das Wichtigste: Wir sind zurück in Bali! Der Immigration Officer hat mich gefragt: „You have been here before, have you…“ und ich meinte nur „Jap, I love Indonesia.“ und schwupps hatte ich den zweiten 2-Monatsstempel im Pass. Ich könnte glücklicher nicht sein, bin aber noch nicht sicher, wohin es uns verschlagen wir. Wir möchten etwas Untouristisches, Unbekanntes erkunden. Irgendwelche Inseln von denen wir selbst noch nie gehört haben. Oder vielleicht nach West Papua? Oder Borneo? Sumatra? Ich weiss nur, im Juli möchte ich in Java sein und nochmals surfen… Ihr könnt also gespannt bleiben, was hier noch kommt!

Und dann gibt’s noch andere Breaking News! Inspiriert von meinen digial nomad friends hat es mich in den Fingern gejuckt, wieder irgendeine Arbeitsverpflichtung zu haben. Reisen ist schön. Und weil es so schön ist, will ich es so lange wie möglich machen. Und Reisen ist noch viel schöner, wenn man gleichgesinnte Menschen um sich herum hat und gemeinsam spontan sein kann. Spontan habe ich deshalb der Südostschweiz einen Artikel gesendet, mit der Anfrage, ob sie Lust hätten, ein oder zwei Artikel über das Sommerloch hinweg abzudrucken. Die Antwortmail war dann etwas umfangreicher: Hey Corina, wir mögen deinen Schreibstil, willst du nicht wöchentlich eine Kolumne schreiben? Nun, die Antwort wurde letzten Monat bereits gedruckt und veröffentlicht. Ich bin seit einer Woche offiziell Autorin einer Reisekolumne und hoffe, so lange wie irgendwie möglich von meinen Abenteuern berichten zu können! Als Mami mir die Zeitungsseite gedruckt hat, bin ich fast vom Stuhl gefallen und konnte etwa 12h lange nicht aufhören zu lachen. Wir haben das ganze Abends noch ein bisschen gefeiert und es ist besonders schön, diese Meilensteine hier mit so tollen Menschen teilen zu können 🙂

Jetzt gilt es aber: Nochmals 10 Tage Bali! Und zwar etwas anders als sonst. Denn, es kommt höchster Besuch aus der Schweiz! Wer die Besucher sind, nun, die einen wissen’s, die anderen werden bald davon lesen..;-)

Liebs Grüessli, Corina

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the crew

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How I roll…

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AirBnb porn in KL
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bromance-ing

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bester streetfood in Kuta Lombok

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Ulas always freezing…;-)

West Sumbawa #Indo

Heute gibt’s FOTOS FOTOS FOTOS! Jap, wir befinden uns immernoch in Sumbawa, also zumindest in Bezug auf die Berichterstattung, die hier ist etwas verspätet unterwegs ist. Einerseits, da ich einfach zu vielbeschäftigt war, andererseits, da auch das WiFi immer mal wieder für nix zu gebrauchen ist.

In Sumbawa angekommen, war ich erstmals nur überrascht. Überrascht von den äusserst guten Strassenzuständen und der Anzahl an Pferdekutschen aus dem gefühlten Mittelalter und Ziegen. Ich düste von der Fähre während ca. 2h nach Maluk – dem grösseren Örtchen im Süden der Westküste Sumbawas. Ich erwartete Bambushütten und Sandstrassen. Doch die komplette Strecke war schön geteert – klar, hier mal ein Schlagloch und dort mal eins, aber sonst wirklich einwandfrei! Und die Häuschen waren auch „europäischer“, als ich sie erwartet hatte! Später habe ich erfahren: Westsumbawa hat dank riesigem Gold- und Kupfermienen Abbau ein sehr hohes Durchschnittseinkommen und gilt auch etwas als die Schweiz Indonesiens.

In Sumbawa musste ich zuerst auf’s Surfen verzichten, weil sich meine Arm von einer durchschnittlichen Schürfwunde aufgrund fleissiger Surfsessions zur eitrigen Kraterlandschaft entwickelte. Ich holt mir vor der Abreise in Kuta Lombok in der Apotheke Gasen und Wundreiniger und Tapes. In Sumbawa empfohl mit eine Deutsche die Salbe „Plazenta Extrakt/Bioplacenta“, die die Wunde dann innerhalb von 4 Tagen komplett heilte! KRASSE SCHEISS! Ich darf fast nicht sagen, dass ich es bei meiner einzigen Sumbawa Surf Session dann sogar geschafft habe, mir im Korallenriff meine ersten superscharfen und bitzeli tiefen Reef-Cuts geholt zu haben. Übermütig bin ich eine Welle viel zu weit ins Riff reingesurft und strandete wie der grösste Volltrottel überhaupt auf dem knietiefen Riff. Nun, habe gelernt, chunnt nümme vor.

An meinen „trockenen“ Tagen bin ich mit dem Roller stundenlang durch’s Paradies gefahren. Sumbawa ist komplett untouristisch. Die einzigen „Weissen“ waren eine Handvoll Surfer auf allerbestem Niveau und zwei Deutsche Reisende ohne jegliches Interesse am Surfen. Ich dazwischen =P Für die Ausflüge habe ich mich mit den zwei Ladies zusammengeschlossen und einen Wasserfall und das wohl sauberste Dorf Indonesiens erkundet. Vor jedem Haus standen Abfallkübel und es lag fast nix rum – sowas habe ich bislang in ganz Asien noch nie gesehen! Wie überall waren die Leute superfreundlich, überaus begeistert über unser Erscheinen und mit wenigen Worten Bahasa flippten sie komplett aus. Wir haben das wohl schärfste Nasi Campur ever gegessen und die Besitzerin hat wiedermal den Fan neben meinem Schweissgesicht platziert. Gnützt hät’s aso nüt.

Ansonsten ist Sumbawa ein Paradies für Strände und Dschungel. Affen jucken über die Strasse und die Echsen-Sichtungsquote war selten so hoch. Am Surftag fuhren wir zu fünft während 1,5h nach Kertasari im Norden Westsumbawas. Die Jungs von Dreamtime (Iann und Yanni) sowie ein Australier Cory und eine deutsche, die in Australien lebt, Jana und ich. Die Jungs Surfen alle seit Geburt und Jana macht seit drei Jahren nix anderes. Ich war der absolute Looser im Team, wurde aber trotzdem aufgenommen und mitgeschleppt 😉 In Sumbawa ist aber aufgrund des fehlenden Tourismus auch der Umgang mit weissen / Surfern manchmal schwieriger, so wird oft geklaut. Wir haben deshalb fast keine Wertsachen und nur Bargeld und Rollerschlüssel mitgenommen und diese in Abfall, der am Strand rumliegt, versteckt. Oder in mitgebrachten Döschen verbuddelt.

Der Pointbreak selbst war nicht gross, kleinere bis durchschnittliche Funsize mit grösseren Sets zwischendurch. Das Wasser und Riff hingegen waren nochmals eine Steigerung zu dem, was ich von Lombok her kannte. Ich glaube sogar, dass ich per Zufall eine Seeschlange mit der GoPro filmte. Zum Glück sah ich das erst im Nachhinein… eieiei! Obwohl ich verglichen zu den anderen keinen Plan vom Surfen habe, gab ich mein bestes und kriegte viele Inputs und gutes Feedback. Die Jungs surften mit der GoPro in der Hand und machten Tricks wie die Wilden. Ich war zufrieden, dass ich nur einmal im Riff landete ^^ Irgendwann sah ich jedoch, dass Cory und Yanni wie zwei Wahnsinnige zum Strand paddelten. Als wir alle draussen waren, hörten wir: Cory hat sein Handy in einer Tasche vergessen und diese wurde geklaut. Yanni hat den Dieb mit GoPro zu Fuss verfolgt. Vom Dieb und dem Handy gab’s aber keine Spur. Schad, wär sicher es geils GoPro Video worde! Shit happens. Cory nahm’s entspannt und für uns hiess es: Nasi Campur. Geiles geiles Indo Essen von der Strasse mit Erdnuss-Sauce. Must try when in Indonesia!

Mittlerweile bin ich zurück in Lombok und melde mich bald wieder! Es gibt wieder viel zu berichten, so habe ich meine Lieblingsapotheke mittlerweile zum dritten Mal besucht (immerhin die Jungs freuts!) und dank meinem verrückten Buddy Jeremy wird’s sowieso nie langweilig. SEA you soon!

 

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Abfallkübel vorem Hüsli

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Morning Surf
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Sunset
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Sunset
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Kertasari

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Close to Supersucks, Maluk
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Corals at Low Tide
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Beachiiiiiin
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Corals at Low Tide
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De gits no für’s Protokoll 😉 s Problem mit Reef-Cuts isch, dass im Riff teils ultraresistenti Bakterie lebet, wo sich chönd im Körper usbreite und drum müend so Cuts mit stärkstem Alkohol-Desinfektionsmittel greinigt werde. Brännt hät’s we nonie, aber es heilt recht guet.