Goodbye #Myanmar!

So meine Lieben, macht euch auf ein langes Wort zum Sonntag gefasst 😉 Am besten holt ihr euch noch einen Kaffee, bevor ihr euch diese 1322 Wörter zumutet…

Dreiundzwanzig Tage in Myanmar und meine Zeit hätte vielseitiger nicht sein können: Tagelanges Wandern durch trockene Ebenen, auf und ab im dichten Jungle, eine Grossstadt, einer der heiligsten, buddhistischen Orte und verlassene Traumstrände. Dies kombiniert mit unzähligen Menschen, die kamen und gingen. Die einen begleiteten mich immer wieder, andere nur für einen Abend oder ein Gespräch. So ist das, mit dem „alleine reisen“. Viele Hallo’s, viele Goodbye’s. Fakt ist aber, man sieht dieselben Reisenden immer wieder und irgendwann hat man gefühlt mit jedem gequatscht und kennt in jeder Unterkunft irgendwen von irgendwo her.

Wieder habe ich mir einige Stichworte notiert, zu denen ich etwas schreiben wollte. Ganz unten findet ihr dann noch meinen Myanmar Clip, doch zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen, gället 😉

Abfall

Es ist wieder soweit. Das leidige Thema Abfall, omnipräsent in Myanmar. Jeder schmeisst alles zum Fenster raus. Aus den Augen, aus dem Sinn. Erwachsene machen’s vor, Kinder machen’s nach. Ich bleibe sprachlos. Abfalleimer gibt’s vielerorts gar nicht. Es gibt improvisierte Plastikboxen, doch was passiert anschliessend mit dem Abfall, der primär von uns Touristen reingepappt wird? Wird wahrscheinlich mitsamt allem anderen Güsel gleich in den Strassengraben geleert… Es ist ein endloses, leidiges Thema. Und es ist allerhöchste Eisenbahn, etwas dagegen zu unternehmen. Kleine Schritte, wie im Restaurant beim Bestellen zu sagen, dass man keinen Strohhalm möchte. Diese sind nämlich die schlimmsten kleinen Biester. Und keine PET-Flaschen kaufen, immer mit der reusable bottle rumlaufen (merci übrigens Ale, ich han immer wunderbar kalt’s Wasser 😉 )! Wer das Allergeilste will: Lifestraw! Mit dem Ding chasch würklich usem Ganges süüffle! Der integrierte Filter reinigt jedes Hahnen- und Flusswasser und schafft so überall Zugang zu Trinkwasser. Sinnvolles Teil, kaufe ich mir, sobald ich irgendwann wieder Geld verdiene oder das Gefühl habe, ich müsse mir etwas gönnen^^ Ich weiss, in der Schweiz auf die Abfallproduktion (Miis Lieblingsbiispiil: Plastiksäckli für Gmües und Frücht im Coop / Migros) zu achten, erscheint lächerlich, wenn man bedenkt, wie viele Unmengen an Tonnen von Abfall in Asien vor sich hinvegetieren. Aber steter Tropfen höhlt den Stein, würkli…!

Betelnut / Spucken

Wieder ein Land (nebst Sri Lanka und Indien), in dem primär die Männer Betelnut kauen. Diese Alltagsdroge ist vor allem unter Busfahrern aufgrund der verlängerten Aufmerksamkeitsspanne beliebt. Sie macht nicht nur superhässliche rote und irgendwann ganz ausfallende Zähne, nein, sie fordert auch auf, wiedermal richtig zu chödern. Aber nein, dieses verdammte Chödern ist nicht nur den Männern und nicht nur denen mit einer Schwäche für Betelnut vorenthalten. In Myanmar scheint es ein richtiger Volkssport zu sein. Je lauter und je tiefer unten man alles rausholt, desto besser. Ich zucke selbst nach 23 Tagen immer noch zusammen, wenn eine kleine herzige Frau aus dem Nichts mit Ach und Krach ihren ganzen verrotzten Sabber mit 150 km/h neben mich auf den Boden pfeffert. FUCK MANN ECHT! Ich werde mich in meiner Lebenszeit nie nie nie an das gewöhnen und es ist wirklich das einzige, was mich abgrundtief stört. Hupen, Squattoilets, der ewige Dreck, die Luftfeuchtigkeit, die mangelnde Hygiene, biestige Moskitos oder das lüsterne Schnalzen einiger grüseliger  Typen, das alles sind langweilige Banalitäten im Vergleich zu diesem sauwüeschte Gspuder!!!!! Vorallem hängen dann immer noch so Spuckfäden am Gesicht und wenn die Leute Betelnut kauen, ist der ganze Sabber rot und sieht auch noch blutig aus. Ah echt, es isch eifach s’Hinterletste. So, sorry, rant over. Es hät ez eifach mal use müesse.

Hygiene als Frau

Hier begann ich zu schreiben und merkte schnell: Wow, dieses Thema ist so spannend und ufert komplett aus! Ich mache dazu einen eigenen Post – upsi =)

Politische Situation

Vor Myanmar fragte jeder: Ist es sicher? Willst du da wirklich hin? Willst du so eine Politik unterstützen? Als ich in Myanmar rumreiste, erhielt ich Zeitungsartikel aus westlichen Medien und die Frage: Bist du an sicheren Orten? Merkst du etwas von den Spannungen?

Nun. Worum geht’s überhaupt? Myanmar ist mehrheitlich ein buddhistisches Land. Doch es gibt eine muslimische Minderheit, die Rohingya. Seit Mitte 2017 wird in den Medien intensiv über die gewaltsame Attackierung und Vertreibung der Rohingya durch das Militär in Myanmar berichtet. Der Konflikt geht aber gemäss Berichten zufolge schon auf den zweiten Weltkrieg zurück, wo Rohingya auf Seiten der Briten und die Buddhisten auf Seiten der Japaner kämpften. Wie so oft hatte England die Finger im Spiel und als sie das Land verliessen, wurden die Rohingya an Myanmar und nicht, wie von ihnen erhofft, an Pakistan angegliedert. Wer die Situation im nahen Osten zu Israel und Palästina kennt, dem kommt das Ganze sicher bekannt vor.

Nun, ich habe diverse Locals, mit denen ich viel Zeit verbracht habe, irgendwann auf die Problematik angesprochen. Doch man bekommt nur wenig Fleisch am Knochen: Entweder mangelt es am Englisch, sich über diese Themen zu unterhalten. Oder sie haben Angst, etwas falsches zu sagen. Grundsätzlich ist die Haltung aber: „Rohingya sind anders, sie wollen den Islam verbreiten. Wir möchten auch keinen Krieg, aber das ist halt unser Land.“

Ich selbst war mehrere Tage in Ngwesaung, im südlichen Teil des Krisengebiets. Komische Situationen hatte ich keine. Traurig war aber: Die Region leidet massiv unter dem eingebrochenen Tourismus. Allgemein haben in Myanmar die meisten, die ihr Geld mit Tourismus verdienen, schlechtere Zahlen zu verzeichnen. Doch die Rakhine Küste, wo das Problem am stärksten ist, leidet am meisten. Ich war froh, konnte ich hier nochmals richtig viele Locals kennenlernen und mich austauschen. Ich bin froh, nach Myanmar gereist zu sein und den Locals doch irgendwie etwas Gutes getan zu haben. Denn wie das so ist, nicht jeder ist böse und es leiden auch ganz viele unter der Krise, die nix damit am Hut haben.

Doch ist es schon so: Ich habe mich nicht getraut, in die nördlicheren Gebiete nach Sittwe und Mrauk U zu reisen. Und in Lashio, unweit von meinem Aufenthaltsort Hsipaw, ist in einer Bank eine Bombe explodiert. Ich habe mich dazu mit Derek, dem Holländer, und TonTon, einem Local, unterhalten. Spannend war dabei etwas, dass ich zuvor noch nie gehört hatte: Die Cronies.

Myanmar ist ein Drittweltland. Es gibt unzählige Arme, dann ganz lange nix und dann kommen die Cronies. Die Cronies sind superreiche Familien, die dank Wirtschaftsimperien, und wohl auch dank ihrer Zusammenarbeit mit dem Militär, die ultimative Elite Myanmars bilden (vrgl. the company bei Prison Break). Ihnen gehören Medien, Telekommunikationsfirmen, Baufirmen, Gebäude, Hotelketten, Inseln oder eben auch Banken. Es wird gemunkelt, dass die einen ihre eigenen Hotels abfackelten, um neue Bauten hinzustellen und andere für die Taten anzuschwärzen. Krieg im modernen Sinne. Und es könnte genau so gut sein, dass eben diese Bankbombe eine Warnung an einen Crony war oder gar selbst von einem Crony gelegt wurde, anstatt etwas mit den Rohingya zu tun zu haben. Denn Lashio ist rein distanzmässig ganz weit weg von den Rohingyagebieten. Klar ist auch, Militär gibt es überall in Myanmar und es ist aktiv. Doch was hinter verschlossenen Türen alles ablauft, ist für normale Touristen nicht transparent. Und als Journalist outet man sich sicherheitshalber besser nicht.

Für alle, die mir aber sagten: Warum reist du da hin? Du finanzierst damit einen Völkermord! Ich kann getrost sagen: Das Geld für den Krieg haben sie sowieso. Und die Vielen, die nichts haben, die können wir mit dem Tourismus direkt unterstützen. Aber nicht, indem wir in Resorts absteigen, die die Cronies bauen. Sondern in dem wir in einfachen Homestays ohne Strom und fliessend Wasser übernachten. In dem wir lokale Agenturen wählen. Indem wir unsere Wäsche bei der alten Dame nebenan und nicht im teuren Hotel mit Waschmaschine waschen lassen. Die Wäsche wird eh nie mehr wirklich sauber und die Frau kann sich mit dem Geld einen Tag ihres Lebens finanzieren. Das zumindest ist meine Ansicht der Dinge.

Nun aber genug der anspruchsvollen Themen. Ich hatte auch viel Spass in Myanmar und bei den lustigen Aktivitäten immer mal wieder die Kamera gezückt. Viel Spass und bis gli! 

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Magic in Bagan #Myanmar

Wer Myanmar googelt, kann Bagan unmöglich übersehen haben. Die Stadt mit über zweitausend Tempeln, beziehungsweise Pagoden, wurde vor allem auf Instagram zum neuen Lieblingsfotosujet der Reiseblogger. Das selbstverständlich nicht umsonst, denn die Sonnenaufgänge mit den Heissluftballons sind wirklich ein Erlebnis. Eines, das auf Fotos unmöglich so magisch festgehalten werden kann, wie es in der Realität wirkt. Ausser man ist Profifotograf und beherrscht Photoshop in Perfektion. Mein Weitwinkelobjektiv war leider alles andere als brauchbar bei den Entfernungen, die man in Bagan aufgrund der endlosen Weite erlebt.

Nun fangen wir aber nochmals in Hsipaw an, wo Valentina und ich den lokalen Zug wählten, um nach Mandalay zu reisen. Dort blieben wir eine Nacht, bevor sich unsere Wege trennen sollten. Die Zugfahrt erinnerte mich an Sri Lanka, was schön ist, denn Sri Lanka ist bis jetzt ganz weit vorn in meinen Lieblingsländern (nebst Neuseeland und Island, versteht sich). In Mandalay selbst habe ich nicht viel gesehen, so hörte ich, dass die Sehenswürdigkeiten eigentlich keinen Besuch wert sind und ich hatte eh immer noch eine Städte-Übersättigung aus Indien. Sorry not sorry. Daher ging’s für mich direkt weiter nach Bagan!

In Bagan habe ich eine Gruppe Chinesen kennengelernt, die wirklich einmal das Gegenteil der gängigen und meist auch zutreffenden Stereotypen sind. Die vier waren bestimmt ziemlich wohlhabend und sie alle waren wirklich ein andere Liga von blitzgescheit, da kann man selbst als einigermassen gebildeter Schweizer grad einpacken. Was die Elite in China kann, bzw. wie hart die Chinesen schon im Kindsalter gegeneinander antreten müssen, ist wirklich fragwürdig. Einerseits schöpft man effektiv die Potentiale der Kinder aus, andererseits geht das krass zulasten einer entspannten Kindheit. Geschädigt ist mir von den Vieren aber keiner vorgekommen. Wir haben uns dann mit ein paar Iren, die in HongKong leben, zusammengeschlossen, um die Tempel zu Sonnenaufgang auf dem E-Bike zu erkunden.

Die E-Bikes in Bagan sind effektiv elektrische Roller. Man hat also die Optik und das Fahrgefühl eines Rollers, aber keinen Ton. Passt perfekt zur Umgebung und trägt gut einen zur magischen Stimmung bei. Unvorstellbar, wenn da alle mit den normalen Motorrollern rumdüsen würden, das wäre so laut!  Yumei und ich haben dann zu Zweit vier Stunden lang einen Tempel nach dem anderen erkundet, weil der Rest schon abreisen musste. Die Tempel sind wirklich schön, aber im Vergleich zu den Gebäuden in Indien, eher schlecht erhalten. Auch ist das Besteigen der Tempel offiziell nicht mehr erlaubt, da eine Touristin bei einem prekären Selfieversuch zu Tode gestürzt ist. Macht aber auch Sinn, da die guten Dinger echt alt und null restauriert sind. Die Klötzlisteine sind teilweise sehr lose und brüchig – ich war leider selbst auch Zeugin, wie eine junge Deutsche abgerutscht ist.

Zum Sonnenuntergang habe ich mich mit Arthur, einem Brasilianer, der drei Jahre in Australien gelebt hat, zusammengeschlossen. Endlich konnte ich auch wiedermal auf einem Roller mitfahren – yeih! Für den Sonnenuntergang haben wir dann tatsächlich eine Tempelruine entdeckt, die beim letzten Erdbeben beschädigt wurde und dadurch leicht zu besteigen war.

Mein zweiter Tag in Bagan fiel dann leider aufgrund von Übelkeit ins Wasser. Ich weiss nicht, was los war. Aber ich glaube langsam, dass die Reisenden sich alle gegenseitig ansteckten. Alle sind irgendwie kränklig und wer’s noch nicht ist, wird’s ganz bestimmt. Ich lag also den ganzen Tag bei 37° auf einem Bett in der chill-out Area, weil ich ja schon aus-checken musste, und habe mir maximal einen abgeschwitzt. Arthur war echt ein Engel, hat er mir gelegentlich Cola und Tee gebracht und mich gezwungen, abends mindestens eine Banane zu essen. Denn: Ich musste um 7 Uhr los, meine zehnstündige Busfahrt nach Yangon antreten. Super Timing wiedermal, gell! 

Mit Motilium, Bioflorin und Irfen gegen die massiven Gliederschmerzen habe ich mich dann in den Bus gesetzt und war guter Dinge. Bis zum ersten WC-Stopp ging alles gut. Kaum fuhr der Bus los, merkte ich, da kommt was. Und somit habe ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Kotzsäckli aus einem Bus/Flugzeug gebraucht – hahahhaa. Zum Glück haben alle um mich herum geschlafen. Ich wusste gar nicht, dass ich so mucksmäuschenstill vor mich hin kötzeln kann. Weniger lustig wurde es dann, als ich merkte, dass ich nochmals muss. Und wer sich erinnert, die Busfahrten sind radikal und grenzen an Kamikazefahrten. An’s Aufstehen und Rausrennen war also nicht zu denken. Mit Handzeichen und in grösster Not habe ich dann die Französin hinter mir aufgeweckt und um ihr Säckli gebeten. Auf die letzte Sekunde hat’s gereicht… Die Gute war dann auch so lieb und hat bei allen leeren Plätzen die Säckli eingesammelt, sodass ich für den Rest der Nacht ausgestattet war. HAHAHA, OH MANN! Wiedermal sooo typisch…!

Habe aber alles gut überstanden – keine Sorge. Jetzt sitze ich gerade – na, ratet mal – in Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias. Nachdem zuerst mein Handyladekabel in Sri Lanka kaputtging und dann mein Go Pro Ladekabel in Indien verloren ging, habe ich bei einer alten Steckdose in Myanmar auch noch mein Macbook Ladekabel in Funken aufgehen lassen. In Myanmar ist mir dann auch noch das iPhone abgekratzt, wodurch ich in KL erstmals alle meine technologischen Gadgets wieder aufrüsten musste. Mann mann mann. Zusammengefasst: Ich hatte bisher keinen Akku mehr, um am GoPro Movie zu arbeiten oder Beiträge zu schreiben. Das wird jetzt aber alles bei einem feinen Kaffee, Klimaanlage und wiedermal richtig gutem westlichen Essen aufgeholt!

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Jungle Trek in Hsipaw #Myanmar

Uiiiiii, das waren wirklich die perfekten drei Tage. Ich weiss gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. Ein paar Facts vielleicht: Hsipaw ist ein kleines Kaff im Nordosten Myanmar’s, verhältnismässig nah an der chinesischen Grenze. Nebst meiner Unterkunft, Mr. Charles, gibt’s da ein Resti Mr. Shake, ein weiteres namens Ms. Popcorn mit traumhaften Garten und auch ein Mr. Food ist vertreten. Und dann gibt’s den legendären Mr. Bike. Mr. Bike war der erste, der Motorräder aus China nach Hsipaw importiert hatte – daher sein Name. Heute hat er jedoch den Ruf, die besten Jungle Trekkings in Hsipaw anzubieten. Ich war zwar etwas verunsichert, ob mir das nicht „zu touristisch“ ist, aber liess mich aufgrund aller guten Reviews drauf ein.

Unsere Gruppe war eine ganz tolle Mischung: Valentina, die ich in Yangon auf der Strasse kennengelernt habe. Suzie, eine Journalistin aus England. Derek, ein junger Holländer, der für 1,5 Jahre in Yangon arbeitet und gerade seine Eltern, Hans und Maria, zu Besuch hatte. Sowie zwei ganz ruhige Spanier, die in Yangon lebten. Wieder waren es drei Tage, zwei Nächte. Aber nicht wie in Kalaw, ein ausdauerndes Trekking in der prallen Sonne über trockene Ebenen, sondern wirklich quer durch den dichten Djungel. Tag eins bedeutete: Den Berg hoch. 900 Höhenmeter haben wir in kürzester Zeit hinter uns gelegt. Selten so geschwitzt, doch die Belohnung war’s wert: Mr. Bike hat ein Bamboo-Baumhaus mitten im Nirgendwo mit einer Wahnsinns-Aussicht gebaut. Nach Ankunft haben wir erstmal unsere Beine hochgelegt, einen Tee getrunken und den Ausblick einfach nur aufgesaugt. Duschen und Strom sind hier wiedermal Fehlalarm, daher mussten wir uns mit einem Füächttüechli minimalst frischmachen. Selbst mein Gesicht stand vor Dreck, keine Ahnung, wie das in diesem Land immer möglich ist. Aber man ist wirklich dauerhaft voll mit Staub / Dreck / irgendwelchen Flecken.

Nun, es war eine lustige Runde an diesem Abend, bevor wir dann alle in unseren Bamboo-Zimmerchen schlafen gingen. Suzie, Valentina und ich teilten uns ein „Zimmer“ und es war wirklich Gruppenkuscheln im besten Sinne: Saueng zu dritt mitsamt den Rucksäckli. Wir haben uns wirklich einen abgelacht, sind dann aber irgendwann eingeschlafen. Wiedermal war’s eisig kalt in der Nacht, da keine Isolation sondern purer Bambus, dem dann das Gruppenkuscheln wiederum zugute kam 😉

Am zweiten Tag ging’s den Berg runter, so steil, dass diverse Mitwanderer abgeschlipft sind, Bäume touchiert oder gar umgerissen haben. Ich musste mich echt auf jeden Schritt konzentrieren, weil der Untergrund so trocken und steil war und null Grip bot. Alle freuten sich riesig auf unser Ziel: Unser Nachtlager läge wohl an einem Fluss, der uns als Dusche dienen wird. Ich war aber etwas kritisch, wurde hier auch schon ein seichtes Bächli als Fluss bezeichnet. Also mal besser ruhig Blut bewahren.

Doch als wir endlich ankamen, bin ich echt fast ausgeflippt: EIN RIESEN FLUSS! Wunderschöne blaugrüne Farbe, tiefes Wasser und unsere Bambushütten mit direktem Blick auf’s Wasser. Es vergingen maximal 30 Sekunden bis ich mich ins Bikini geschmissen hatte und reingesprungen bin. AHHHHH HAMMER! Wir sind alle gemeinsam an einen Baum gehangen und haben einfach nur gut gequatscht. Abends hat Derek dann noch ein paar legendär-lustige Trinkspiele durchgeführt und ich hab mir wirklich fast in die Hosen gepinkelt. Hans, der bärtige Holländer-Papa, sass neben mir. Wir hatten eh schon einen lustigen Draht zueinander und er und Maria sind bei den Spielen echt komplett abgegangen. Ich wäre teilweise fast vom Bänkli gefallen, weil Hans so viel Körpereinsatz beim Klatschen und Zeichen-Spielen gab. Geschlafen haben Derek, die Spanier und ich dann in der Hängematte. Das war bis jetzt die mit Abstand allerkälteste meiner durchgefrohrenen Nächte. Aber was für eine kraaasssseeee Atmosphäre unter dem Sternenhimmel. Mamma Mia!

Am dritten Tag folgte dann das grosse Chillen, nachdem wir an den Tagen vorher jeweils 15+km mit bemerkenswerten Höhendifferenzen gemacht hatten: Wir liefen ca. 30 Minuten dem Fluss entlang, bis wir auf Pneu-Schläuche stiessen, die wir zum Tuben verwenden konnten. Wir sprangen also in den Fluss und liessen uns stundenlang treiben. Einige Stellen waren wirklich richtig seicht und hatten wilde Strömungen und man musste mega aufpassen, dass man nicht vom Tube fiel oder mit dem Rücken einen Stein touchierte. Ansonsten war es absolut wunderschön. Wir haben gequatscht, gsünnelet, gelacht und einfach nur genossen. Besonders schön war, dass wir einzig ein paar Einheimische trafen, die auch mit einem Tube unterwegs waren. Sonst keine Touristen, absolut nichts ausser Vögel, sogar einen Eisvogel!

Irgendwann sah man aber, dass nebem dem Fluss eine Strasse gebaut wird. Ich habe unseren Guide TunTun darauf angesprochen und er meinte, dass die Regierung des Shan-States hier vor einem Monat angefangen habe, eine Strasse zu bauen, um hinten beim Fluss einen Staudamm einzurichten. Wenn das Projekt fertiggestellt würde, wird der Fluss austrocknen. Vielen Bauern und der Flora und Fauna im Djungel wird Wasser fehlen. Die Regierung jedoch will noch mehr Elektrizität produzieren und das, obwohl es im Shan State schon ein Werk gibt, welches so viel Strom produziert, dass gar nach China exportiert werden kann. Also geht’s unterm Strich mal wieder nur ums Geld und die Bewohner der Umgebung sind der Situation ausgeliefert. Schade, wer weiss, wie das dort weitergeht. Kann also sein, dass es gar dieses Erlebnis, das wir hatten, nicht mehr so lange gibt.

Abgesehen davon, gibt’s in Myanmar politisch gesehen noch einige Themen, die Fragen aufwerfen. Antworten sucht man aber vergebens, die Einheimischen können aufgrund des limitierten Englisch’s nicht wirklich vermitteln, wie sie zu den westlichen Berichterstattungen stehen. Und überhaupt, ist vieles kontrovers. Fakt ist, es gibt hier Entwicklungsbedarf. Dazu gehe ich aber in einem anderen Post ein. Beim Jungle Trek hatte ich meine Kamera nicht am Start, sondern nur die Go Pro. Daher gibt’s im Myanmar-Filmchen am Schluss mehr zu sehen, hier lediglich ein paar Schnappschüsse und Handyfotos von Valentina =)

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Das Grüppli 😉
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Das Baumhaus
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DER FLUSS!
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Aussicht vom Treehouse
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Aussicht am Fluss
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the girls
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chillen chillen chillen
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Dreck im Gesicht, Dreck an den Beinen, aber überglücklich =P
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Unsere engste Nacht und die schlechtesten Selfies – ever =D
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Hängematte mit Schlafsack und einer Bettdecke drüber – läuft.
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Guten Morgen, definitiv keine Sorgen 😉
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immer noch mein Lieblingsfoto hahahaha

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Inle Lake und Hsipaw #Myanmar

Nach dem Trek habe ich zwei Nächte am Inle Lake in Nyaung Shwe verbracht. Das Hostel ist eine klassische Backpacker Unterkunft und die einzige Art von gut organisierten Hostels mit brauchbaren Duschen in Myanmar (ausserhalb von Yangon): Ostello Bello. Zackig habe ich Emily aus den Staaten und Gillad aus Israel kennengelernt. Zusammen mit ein paar Briten, Franzosen und einem Japaner haben wir für einen Tag ein Boot gemietet und den Inle Lake erkundet.

Grundsätzlich: Der Inle Lake ist supertouristisch. Es ist wunderschön, mit dem Boot durch die Dörfer, die auf Stelzen ins Wasser gebaut wurden, zu düsen. Wenn man denkt, dass diese Stämme wirklich komplett auf dem Wasser leben, ihre Gärten im Wasser anpflanzen und wirklich wahnsinnig talentiert auf den schmalsten Booten balancieren können, ist das echt beeindruckend. Doch leider verlieren diese Stämme nach und nach ihre Einzigartigkeit auf Kosten von Resorts und dem westlichen Tourismus. Viele kleine Handwerksbetriebe, die Seide aus Lotusblüten spinnen oder Silber schmieden, richten sich komplett auf Touristen aus. Ebenso touristisch präsentierte sich uns der Stamm der Long Necks, die ganz viele Ringe um ihren Hals tragen und ihn so über viele Jahre hinweg verlängern.

Es gäbe wohl schon einige Fischer, die nur noch für Touristen posieren und gar nicht mehr klassisch mit dem Korb Fischen. Sowas bricht mir schon etwas das Herz, sind wir ganz klar Schuld daran, dass diese Leute ihre alten Traditionen na dis na aufgeben und nur noch für uns „spielen“, um besseres Geld zu verdienen. Klar ist es vielleicht effizienter, wie wir fischen und sind sie auch happy, zu mehr Geld zu kommen. Doch ist es auch super schade, dass so eine Kultur eines Stammes langsam aber sicher untergeht.

Überhaupt macht mir das manchmal etwas zu schaffen: Wir sehen hier so viele tolle Dinge, beispielsweise die Gesichtsbemalung aller Menschen in Myanmar gegen die Einwirkung der Sonne. Irgendwann wir aber auch hier die Sonnencreme ankommen und dann ist das einfach weg. Alle die technischen oder modernen Hilfsmittel, die wir langsam nach Myanmar einführen, werden hier so viele schlaue, natürliche lifehacks, die die Stämme über Jahrhunderte gepflegt haben, eliminieren. So, wie es in allen industrialisierten Ländern zuvor schon stattfand. Genau diese Diversität macht doch das Reisen so spannend. Aber ja, grosses Thema…

Grundsätzlich war der Inle Lake schön, aber ich hatte dann auch genug und wollte nach Hsipaw. Einem kleinen Dorf in den Bergen, wo ich mal einen Tag durchchillen und lesen wollte, bevor mein zweites Trekkingabenteuer starten sollte! Mit Emily und Hans Gustav, einem Norweger, haben wir dann den nächsten Nachtbus genommen: Diesesmal 13 Stunden. Morgens um 4 Uhr sind wir bei Mr. Charles in Hsipaw angekommen und durften kostenlos auf einem Bänkli vor dem Hostel schlafen. Eine Decke und ein Kissen gabs dazu. Die Temperatur war gefühlt beim Gefrierpunkt und Emily lachte sich kaputt, als sie aufwachte und von mir nur noch zwei Augen zu erkennen waren. So fest hatte ich mich mit allem möglichen eingewickelt. Warum schaffe ich es nur, in Ländern, in denen eigentlich dauerhaft über 30 Grad herrschen, immer in Situationen zu geraten, in denen ich mir den Hintern abfriere!?

An unserem gemütlichen Tag haben wir gelesen, sind zu Ms. Popcorn auf einen Avocado Salat (DIE SIND RIESIG UND SO FEIN DO!) und Pineapple-Juice gegangen. Abends dann noch ein Highlight: Es fand etwas ausserhalb von Hsipaw ein „Jahrmarkt“ statt, den wir uns nicht entgehen lassen wollten. Tatsächlich haben wir mit einer Gruppe Burmesen ein Tuktuk (hier sind die grösser als in Sri Lanka oder Indien: wenn man gut quetscht, kriegt man etwa 10 Leute rein) geschnappt und sind etwa 30 Minuten zu diesem Event gefahren. Hans Gustav, ein ziemlicher Wikinger, passte kaum ins TukTuk und war mit seinen langen lockigen Haaren und seiner Grösse von etwa 1,89m das Highlight aller Ladies.

Am Jahrmarkt ging dann echt die Post ab. Keine Touristen, alle Burmesen in Feierstimmung, Schnaps und Bier überall, irgendwelche komischen Speisen und ein riesen Krawall dank schrecklicher Musik aus Lautsprechern der Steinzeit. Angeboten wurden beispielsweise Schweinsfüsse und irgendwelches anderes Zeugs, von dem ich garantiert die Finger liess. Hans Gustav hat aber tatsächlich ein Töpfli von würklich sauhässlichem Zeugs probiert: Das eine war Schweineleber und das andere – man weiss es aber nicht genau – ziemlich sicher Darm. Gegessen hat er’s fast ganz und den obligaten Whiskey, den Emily sowieso immer im Rucksack hatte, gab’s gleich hinterher. Etwas übermotiviert haben wir dann das Riesenrad gesehen: Aus Holz und ein paar rostigen Metallschrauben, mit Sicherheit das erste seiner Art, dass je gebaut wurde. Angetrieben wurde es manuell aus fünf Jungs, die am Gestänge hochkletterten und sich dann schwingend an die Gondeln hingen, um eine Art Drehmoment zu erzeugen. WHAT THE FUCK, wo gibt’s denn sowas!?!??!!? Ich hab mir maximal in die Hosen gemacht, bin dann aber mit den beiden in eine Gondel gekraxelt und habe mich mental schon mal für mein tolles Leben bedankt. Die ganze Angelegenheit sah super unstabil aus aber hey, man ist ja nur einmal halb betrunken vom ganzen Desinfektions-Whiskey in Myanmar an einem solchen Event, gell…. Wir haben’s überlebt 😉 ein paar miese Handyfotos gibts unten 😉

Am nächsten Tag ging’s für Emily und Hans Gustav nach Mandalay und ich erwartete Valentina, mit der ich mich für’s Trekking bei Mr. Bike verabredet hatte. Damit geht’s beim nächsten Post dann weiter… da da!

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Kalaw to Inle #Myanmar

Myanmar ist das erste Land, in dem ich mich auf das klassische Backpacking einliess. Ich hatte überhaupt gar nichts geplant. Keine Unterkunft, keine Route, nix. In Sri Lanka wusste ich genau, was meine Route sein wird, ich hatte als Back-Up Unterkünfte vorreserviert, wiel ich nicht wusste, was Hauptsaison wirklich bedeutet. Ich hatte eine Woche im Surf und Yoga Retreat gebucht. Aber dann habe ich Seb getroffen und gemerkt, dass es am besten ist, alles bis auf’s Surfen über den Haufen zu werfen und spontan rumzuziehen und dass man IMMER ein Bett findet.

Für Myanmar hatte ich lediglich Ideen, was ich machen wollte. Ich wollte trekken, zum Inle Lake und in Hsipaw, und ich wollte nach Bagan, der Stadt mit über 2000 Tempeln. Ich bin also in Yangon angekommen und hatte keinen Plan, wie ich am besten von A nach B kommen soll. Und wie das halt so ist, unterhält man sich mit anderen Reisenden und schwups sass ich im Nachtbus nach Kalaw. Verkauft wurde mir zwar ein Bus, der Yangon um 14 Uhr hätte verlassen und um 21 Uhr in Kalaw hätte ankommen sollen. In der Tat spricht hier aber kaum einer English und ich musste dann einen anderen Bus nehmen, der um 19 Uhr losging und um 4 Uhr in der Früh ankam. Rüttlig und schüttlig waren diese 9 Stunden, ich habe mich wortwörtlich von den Motilium Anti-Kotz-Tablettli ernährt. Ein Satz der jeder Reisende in Myanmar mindestens einmal fallen lässt: That guy was recklessly passing every fricken vehicle he could possibly pass!!!!

Nun, als ich dann am Nachmittag ein paar Stunden länger auf meinen Bus warten musste, habe ich kurzerhand eine Trekkingtour bei Ko Min gebucht. Start 8 Uhr morgens, nachdem ich um 4 Uhr ankommen werde. Passt schon. Für den halben Preis, also knapp 5 USD pro Nacht, habe ich mir noch für knappe 4h ein Bett in einem Hostel organisiert. Läuft bei mir. SIM Karte sei dank, kann ich mit dem Handy alles spontan regeln. WiFi ist hier super unzuverlässig. Lustigerweise sind Bus und Leute aber meist echt pünktlich. Doch zurück zu Ko Min: Er hat den Ruf, die teuerste Trekkingagentur in Kalaw zu sein, doch als einziger eine andere Route zu laufen. Ich war gern bereit, mehr zu bezahlen (80 USD für 3 Tage, 2 Nächte inkl. food & boattrip) aber dafür ein authentischeres Erlebnis zu haben.

Ko Min holte mich am Morgen um 8 Uhr also mit seinem Roller ab, sattelte mich samt meinem Backpack und Daypack hinten rauf und lud mich noch sponti zum Shan Noodle Frühstück ein, bevor ich mein grosses Gepäck abgab und drei Tage aus meinem kleinen Rucksäckli lebte. Ich traf meine Mitwandernden: Niall und Adria, ein junges Ehepaar, sie aus den Staaten, er aus Schottland, getroffen haben sie sich in Australien, lebten in Neuseeland bevor sie nach Vietnam umsiedelten und jetzt dort als Englischlehrer arbeiten. Wo kann ich mich für euer Leben anmelden? So viel zum Thema. Wir verstanden uns bestens, teilten wir ganz offensichtlich dieselben Interessen. Somit war auch die kleine Gruppe ein Glücksgriff, ebenso unser Guide Leo. 23 Jahre jung und wirklich ein Sonnenschein. Wir halfen ihm, so gut es ging, seine Englischaussprache zu verbessern und er erklärte und alles andere.

Der Trek an sich war fordernd in Sachen Ausdauer, wanderten wir bei 30 Grad plus über 20 Kilometer pro Tag. Mal hoch mal runter, grundsätzlich in der Sonne exponiert und auf wirklich trockenem Terrain. Wir passierten unzählige Dörfer des Stammes Pa-O, die Bewohner sind sich noch nicht an Touristen gewöhnt und hatten riesige Freude, wenn sie uns sahen. Wir wurden zum Tee eingeladen. Ich werde immer, aber wirklich immer gefragt, warum ich denn noch nicht verheiratet sei. Sie hätten sonst noch einen Sohn… Jajajaja – geeeenau. Und wie es denn ist, in einem Flugzeug zu fliegen. Und wie Myanmar sei. Und wie die Welt so sei. Diese Menschen leben in ihrem Dorf und wenn’s ganz hoch kommt, können Sie einmal nach Mandalay, die grösste Stadt im Norden Myanmars. Alles andere ist komplett ausser jeglicher Reichweite ihrer Möglichkeiten…

Die Kinder kamen angerannt, waren aber scheu und fingen wie wild an zu kichern, wenn wir sie mit mingalabar begrüssten. Wir sahen besonders viele Frauen auf den Feldern arbeiten, doch auch die Männer waren tatkräftig am Werk. Hier gibt es wirklich eine Art Gleichheit unter der Arbeitsleistung – alle sind mega fleissig. Man sieht, nicht wie in Indien, beide Geschlechter überall vertreten. Auch beim abendlichen Schnaps greifen die Frauen wacker zu 😉

Traktoren oder andere automatische, technische Hilfsmittel sah ich während den drei Tagen keine einzigen. Ebenso keine anderen Touristen. Ko Min war ein Glücksgriff, konnten wir ohne Strom und fliessend Wasser bei den Familien zuhause übernachten. Geduscht wurde mit einem Kübeli aus dem Brunnen. Wie die sich so sauber kriegen, ist mir ein Rätsel. Ich sah nach den drei Tagen aus, als wäre ich super braun geworden, doch leider war das einfach nur brauner Staub, der sich von oben bis unten in meine Poren eingenistet hatte 🙂 Nebst dem tollen Trek und der Ruhe, die wir auf den endlosen Feldern und in den Dörfern geniessen konnte, wurden wir auch noch hervorragend verpflegt. Ich schlug maximal zu, litt ich sowieso immernoch unter den indischen Nebenwirkungen. Sagen wir’s mal so: Das Beintraining fand nicht nur beim Laufen sondern auch bei den zahlreichen Squat-„WCs“ statt.

Wenn ihr jemals nach Kalaw geht: Unbedingt bei Ko Min buchen. He’s the man. Ich habe mich noch mit anderen Reisenden unterhalten, die alle bei Jungle Trek liefen und das waren zwar lustige, grosse Gruppen, aber die Erlebnisse in den Dörfern und mit den Menschen standen in keinem Vergleich zu unseren.

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Zuckerrohrproduktion

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