It’s movie o’clock! #Nepal

It’s showtime! Obwohl, noch nicht ganz. Zuerst möchte ich ein paar Themen anschneiden, die mich immer wieder zum Nachdenken anregen. In Nepal sass ich nämlich – wie fast überall – eine gute Zeit lang in Bussen fest und da kann man sich halt wirklich immer den Kopf über Gott und die Welt zerbrechen.

The drama goes on: Abfall

Besonders, wenn die Strassen stundenlang von Abfall gesäumt sind. Immer wieder wird einem das Ausmass der Katastrophe vor Augen geführt. So viel Abfall. Kilometer an Kilometer häufen sich Plastikflaschen, Plastiksäcke, Chipssäckli, Aluminiumdosen und alles, was man sich so vorstellen kann, an den Strassenrändern. Vor mir sitzt eine Frau mit ihrem Kind und wirft fleissig ihren Güsel aus dem Fenster. Mir rutscht ein „HEY!“ raus, doch ist mir mittlerweile auch klar, dass das nix bringt. Man macht das halt einfach so. Dass sich kein Schwein um den Güsel kümmert, interessiert offenbar auch keinen. Die Hunde, Kühe und Ziegen versuchen, zwischen all dem Güsel noch etwas essbares zu finden. Wie lang kann das noch so weitergehen?! Es gibt bereits erste Initiativen, Nepal sauber zu kriegen. Ich drücke die Daumen. Aber nach dem ganzen Abfall all over asia muss ich sagen: Ich weiss nicht, ob ich da noch eine saubere Welt erleben werde. Es geht nicht nur ums Wegwerfen. Es geht vorallem auch ums Konsumieren. Alle leben sie von Fast Food / Chips und Guetzli. Alles wird zwanzigfach verpackt. Da steht so viel Arbeit bevor, um dieses Handeln und Bewusstsein zu beeinflussen. Und in Ländern wie Nepal, muss ich sagen: Klar, die haben andere Probleme. Die Natur macht immer mal wieder Hürden: Erdbeben, Landslides und manchmal endloser Regen. Plus die Infrastruktur und überhaupt…

Ich weiss, für euch klingt das langsam vielleicht langweilig. Es klingt nach einem Klischee „Ja, der Abfall ist halt da.“ Me wüssets alli fängs, isch ez öppe gnueg Corina. Wenn ich so tun könnte, als hätte ich das alles nie gesehen, als wäre es nicht da, dann würde es mir wahrscheinlich besser gehen. Stattdessen bricht es mir das Herz, diese Bilder jeden Tag zu sehen. Denn der Abfall bleibt. Jahrelang bleibt er dort liegen. (Noch) keiner räumt das auf. Vielleicht sieht’s in Nepal dann auch irgendwann so aus wie in Sihanoukville, wo die Menschen auf dem Abfallberg leben. Hoffentlich nicht.

Wichtig ist für alle Trekker und Touristen: Höret gopferdammi damit auf, Plastikflaschen und den ganzen Snack-Scheiss zu kaufen. Unterstützt die lokalen Mamas mit dem feinen Essen und nehmt wiederauffüllbare Flaschen und Wasser-Reinigungs-Tabs zum Trekken mit. Meine Krisen-Bountyverpackung habe ich immernoch im Rucksack und werde sie in Kuala Lumpur am Flughafen wegwerfen.

Wie siehts mit der Armut aus?

Auf den ersten Moment ist Nepal ein armes Land. Menschen, die an schwer erreichbaren Orten leben haben kaum Zugang zu Bildung, Infrastruktur und Co. Trotzdem erklärte man, dass in Nepal eigetlich keiner hungern muss, so hat fast jeder ein Haus / Land ausserhalb der Städte und kann (könnte) dort fast selbstversorgend leben. Ebenso hat theoretisch jeder ein Dach über dem Kopf. Dass man die Wäsche in den Flüssen wascht und sich oft auch dort duscht, ist teil der Kultur / Religion. Viele migrieren aber in die Städte, um dort besseres Geld zu verdienen. Dort lebt man dann auch in anderen Standards. Teils besser, teils viel schlechter.

Luftschutzmaske ahoi!

Am allerschlimmsten ist aber die Luftverschmutzung. Ob’s von Staub aus Bauarbeiten kommt oder von den Fahrzeugen ohne jegliche Filter, weiss ich nicht. Fakt ist: In Kathmandu läuft man am besten mit einer Lutzschutzmaske rum. KEIN WITZ. Wenn ich die Nase schnäuze, ist alles schwarz. Zwischen den Zähnen fühlts sich nach Kies an und meine Augen brennen abends. Nachts muss ich husten. Zwei Wochen in Kathmandu und man merkt, wie stark der Einfluss ist. Kaum ein paar Tage in den Bergen und der Spuk ist vorbei.

Vorallem in den armen Ecken von Kathmandu, die direkt am Highway (eher eine Bergstrasse) nach Pokhara liegen, ist das Bild erschütternd. Der Staub ist so dick, dass Fahrzeuge mit einer 5mm Staubschicht bedeckt sind. Ebenso die Früchte und das Gemüse, dass Strassenverkäufer verkaufen. Alles ist braun/grau. Menschen atmen diesen Staub teils den ganzen Tag ein. Vorallem die Strassenarbeiter ohne jegliches Equipment, ohne Arbeitskleidung und Schutz. Aber auch Kinder, die im ganzen Güsel meets Staub spielen. Das ist so herzzerbrechend. Ich muss dringendst bald die Gesundsheitsstatistiken prüfen, so bin ich überzeugt, dass dies alles zu erschreckenden Zahlen führen muss.

Jetzt aber genug.

So, das wars mit der Negativität. Unterm Strich soll man Nepal ja wirklich besuchen, aber es ist halt nicht alles so perfekt, wie es im Video aussieht. Zu jedem Yin sein Yang oder so. Ich drücke diesem Land die Daumen, dass es besser wird. Ganz fest.

Viel Spass mit dem Video – ich bin mittlerweile wahrscheinlich zurück in Phnom Penh. (Schreibe euch hier noch aus Kathmandu). Entweder am Ausschlafen meines ewigen Fluges oder auf bestem Weg zurück nach Kampot 😉

Werbeanzeigen

Trekking in #Nepal

Also dass ich vor ein paar Tagen trekken war, spüre ich noch immer. Bin eigentlich fast echli enttosche, hani dänkt, ich bin doch ez so duregstretchet vom ganze Yoga. Lol. Aber wer fast 2000m an einem Tag RUNTERWANDERT, dem brennen die Waden. OhjeOhje. Ich sägs eu, explosiv fühlt sich das ah. Ich hätte mich noch ewig in der Natur der Annapurna Conservation Area aufhalten können, doch lag das in Sachen Visum nicht mehr drin. Zugegebenermassen erinnerte mich die Natur auch ganz oft an die Schweiz. Die Berge sehen zum Verwechseln ähnlich aus, wäre da nicht der massive Höhenunterschied. Eigentlich ein Witz, dass bei der Schweiz jeder gleich sagt „Oh ihr habt so hohe Berge!“ und dann misst unser höchster Berg irgendwie knapp über 4800m und ich starre tagelang Berge zwischen 7500m und 8400m an. Ich weiss, auf den Fotos sieht man das irgendwie nicht. Bin halt kein Profifotograf und erst recht schleppe ich für solche schweisstreibenden Aktionen keine Zoomobjektive mit mir rum. Okay, vielleicht hab ich’s oben kurz bereut, aber unterm Strich muss ich sagen: Dieses Annapurna Massiv werde ich sowieso nie vergessen, es war zum Greifen nah. Foto hin oder her. Aber es war auch beängstigend, wie oft wir Rettungshelikopter an uns vorbeischiessen sahen. Und wie schnell das Wetter wechselte! Dass ich mit meinen Legginsli und einem verwaschenen North Face Fleece nicht verfroren bin, wundert mich noch immer. Kaum zog die Sonne weg, fiel das Thermometer auf Antarktika. Merci dänn. Aber eis ums andere.

Für mich gings auf einen Viertagestrip: Mit dem lokalen Bus ab Pokhara nach Nayapul. Die Busfahrt war mein Grauen, so habe ich unterwegs meine Tage bekommen. GAHTS ENART NO!? Für über zwei Stunden in einem Bus ohne Federung eingesperrt zu sein, ist so ziemlich das letzte, was man da will. Dann hatten wir auch noch einen Platten. Isch das es Zeiche? Sett ich nöd go trekke? Drei Ibuprofen und ein emotional wichtiger Bountyriegel später konnte ich meine Krämpfe wieder aushalten. Auf geht’s!

Ab Nayapul trekkten wir entlang des Flusses in Richtung Ghorepani. Unsere erste Station war Ulleri und jeder warnte uns vor den 3500 Treppenstufen. „Das isch s Schlimmste!“ Wir kamen nach Ulleri und ich fands gar nicht so schlimm. Kann ja nur noch easy werden, wenn das „das Schlimmste“ war. Lol, guet simmer halt doch Wanderschwiizer gäll.

Die Unterkunft war herzig, aber eisig. Selten so gefroren. Fleissig alle möglichen Yogamudras probiert, um irgendwie meine Körperwärme zu managen. Morgens aufgewacht und gemeint, dass der Nasenspitz nicht mehr funktioniert. Oder schon abgefallen sei. Aber alles noch dran. Ab Ulleri ging’s dann nach Ghorepani. Und ich sags euch: SELTEN so geflucht. WAS FÜR LÜGNER!!!! Wer auch immer behauptet, die Stufen nach Ulleri seien schlimm, der hat’s nicht nach Ghorepani geschafft. Vonwegen Wanderschwiizer. Schweissausbrüche sondergleichen und emotionale Kämpfe à la „Aber, aber, aaber aaaalli händ gseit es sett jetzt easy werde…!!!!“ Okay, es waren nur 4h (ohne Pause) aber es ging teils so senkrecht hoch, dass ich mich auf allen Vieren hochgezogen habe. Ein Hoch auf kurze Beine. Merci zum Zweite. In Ghorepani checkten wir gleich in eine Unterkunft mit dem allerwärmsten Wohnzimmer ein. Die Zehen mussten eine Stunde lang aufgetaut und wiederbelebt werden. Da erkannte ich dann auch, dass sich eine „kleine Blase“ an meinem Zeh zu einem Blasenmutant entwickelt hat. HOLY SHIT! Ist da noch ein Zehennagel da drunter? Fääääck.

Gut, dass so eine kleine Notoperation ein gediegener Zeitvertreib war. Wildes Rumstochern und Aufstechen später, sieht das ganze schon etwas besser aus. Überhaupt haben wir in diesen Unterkünften immer superlecker gegessen (wer Frühstück und z Nacht isst, schläft gratis!) und es gab sogar eine heisse Dusche! Nur war die Dusche irgendwie halbwegs draussen. Es söll ja nöd z bequem si. Der Eiswind zog durch die Löcher und die Nachbarskuh konnte auch reinspannern. Aber mir glich, hauptsach heiss Wasser.

Als ich mich wiedermal über die hygienischen Zuständen in den Toiletten amüsierte (weiss nöd, öbi söll lache oder brüele) und mich fragte, was dieses ganze schlechte Karma eigentlich soll, musste ich wiedermal allen Respekt den Damen dieser Welt zollen. Ich motze hier wegen vier Tagen trekking inkl. Periode und diese Damen haben das ihr ganzes Leben. Ohne irgendeinen Komfort. Und leider oft ohne das Verständnis der Kultur, der Religion, der Männer. Respekt.

Respekt auch vor der harten Arbeit, die die lokalen Bauern und die Sherpas leisten. Wie man so viel Gewicht rumschleppen kann? Ich weiss es nicht. Aber gesund kann das nicht sein. Einzig die Zementsäcke zum Bauen werden von Ponys getragen, alles andere tragen Frauen und Männer in grossen Körben, die man mit einem Gurt am Kopf befestigt und auf dem Rücken anlegt, den Berg hoch. Da kommt dann auch der Zwiespalt, ob es gut ist, die Locals als „Träger“ zu engagieren, weil sie damit Geld verdienen oder ob’s ethisch einfach nur verwerflich ist, dass jemand seine Gesundheit ruiniert und unverhältnismässig schwere Sachen für einen rumschleppt. Fazit: Gib deinem Sherpa nur, was du selbst auch tragen kannst. Sah leider teilweise gar nicht so aus… Wir haben unsere kurze Trekkingtour ohne Guide und Porter gemacht, so war es einfach in der Navigation und sehr kurz, sodass ich nicht viel tragen musste. Einzig einmal im Wald dachte ich mir: „Mhhh, was, wenn jetzt ein Leopard kommt?“ In Riepe, dem Dorf in den Bergen, haben sie uns nämlich gesagt, dass sie keine Hunde haben, weil die Leoparden sonst kämen. OOOOKAAAAY.

Der Trek führte dann ab Ghorepani via Tadapani nach Ghandruk. Nochmals maximal den Berg hoch auf 3200m und dann alles runter. Ab Ghandruk gings nochmals 4h runter zurück nach Nayapul. Doch nach halbem Weg musste ich mal meinen schmerzenden Zeh konsultieren und mein Mitwanderer meinte: Es ist Zeit für den Bus. Mein Zeh war eine feuerrote, tropfende Mondlandschaft. Jap, ich glaub au nöd, dass ich no wiiterlaufe. Ich nahm den lokalen Bus und bereute es wenige Minuten später. Ganz nach dem Motto: „Mein Leben oder mein Zeh?“ sass ich mit dem grössten Dilemma im lottrigsten lokalen Bus auf den wohl gefährlichsten Strassen, die mir je unters Füdli gekommen sind. WHAT THE FUCK. Ja ich weiss, die fahren da jeden Tag. Aber seit eim ja keine, we oft son Bus s Loch abegheit!?!?!? Der Abgrund sticht direkt neben meinem Fenster 1000m runter. Der Bus fliegt nur so über Schlaglöcher. Ich sags euch: NIEMALS werde ich wieder in einen solchen Bus einsteigen. Wie oft unser Rädli da einen Zentimeter vom Klippenrand entfernt war, möchte ich gar nicht wissen. Ein junger Mann neben mir meinte „Mach dir keine Sorgen, manchmal schliefern wir sogar und es passiert nix.“ WIE BITTE!!!! Oh mein Gott ich will usstiiiiiege. Aber nein, der verdammte Zeh! Falls jemand jemals einen solchen Bus nehmen will: NEIN. Die Antwort ist Nein. NEHMT DEN NICHT.

Aber hey, überläbt hanis. Thanks god, buddha, krishna, vishnu, shiva und wer zur Höll au immer. Der Zeh wurde dann mittlerweile auch nochmals notoperiert (machi halt scho voooll gern). Ob der Nagel bleibt, werden wir in den nächsten Tagen wohl herausfinden 😉 Trekken gehört definitiv zu Nepal und es reut mich, dass ich nicht mehr Zeit hatte. Gern ein anderes Mal!

Da ein paar magere Handyschnappschüsse, ungefiltere Realität und so. Im nächsten Post gibt’s dann das Video 😉

FC95B716-A498-4662-95C4-F33D476E0CFA
Aufstieg nach Ulleri

IMG_2615

IMG_2616
Veggie Curry
77D44027-036C-45BD-AEB5-B91DC53B9A37
Am Verfrühre. Inkl allne Chleider und Schal.
C89F81D3-A06D-4B45-A9CE-4EF74B47FC1B
Guten Morgen Sonnenschein.
IMG_2625
Happy Izzy
0923CC10-0890-41DC-A148-73E705842E50
Veggie Curry 2
IMG_2631
Aussicht auf 3200m
IMG_2637
Wald oh Wald
IMG_2643
endless Valleys
IMG_2646
Happy Izzy II
D97B0EB7-4344-4377-AA2B-B25855B93FE0
Am Verfrühre zum Zweite
IMG_2654
Adler. Churzi Panik, öber mich als Ziil avisiert. Schnells Handy wegpacke.
IMG_2655
Ghandruk Construction meets old farm houses
CB3AE7CC-5A15-4DE8-8685-ACD4EE2A21FA
Veggie Curry 3
7ACE781B-9BF7-4C64-A2CB-4FF97B3BCDA1
Guten Morgen Sonnenschein

019D899B-5F06-44FD-A885-A3E46002A8A9IMG_2664

 

YTT Part 2 & magical Riepe #Nepal

Wow, ich konnte unmöglich erahnen, was in dieser Woche alles geschehen würde. Vorletzten Sonntag haben wir unsere sieben Sachen gepackt und in einen kleinen Van verfrachtet. Mitsamt einer gefühlten Million anderer Nepalesen haben wir uns von Kathmandu verabschiedet, um nach Riepe aufzubrechen. Wo das genau ist, wussten wir alle auch nicht so recht. Aber mein Motto ist mittlerweile sowieso: Ich lasse mich gern überraschen.

Die Fahrt war – wie es halt so ist – nicht meine Stärke. Aber es Coci chan no mängs rette. Kötzlet hani nöd, stolz bini gsi. Am Fuss eines Berges mussten wir dann von unserem Van in einen Jeep umsteigen und es ging eine Kamikazestrasse den Berg hoch. Unterwegs fragten wir uns: Was erwartet uns da oben? Angekommen, standen mir die Tränen in den Augen. Ich weiss auch nicht, aber in letzter Zeit realisiere ich so oft, wie viel Glück ich habe, dass ich all das erleben darf, dass ich kurz ein paar Tropfen vergiessen muss. Riepe hat mir das Augenwasser nur so in die Höhe geballert. Gefühlt am Grat eines Berges thronen wir über einem Tal, blicken über Reisfelder und farbige Gärten. Gegenüber thronen die über 8000m hohen Berge des Annapurna Gebirges. Geht’s noch krasser? Ja. Wir hausen nicht in einem „Hotel“, nein es ist ein Homestay. Genaugenommen ein Dorf-Homestay. Die Menschen leben hier seit 300 Jahren, doch mittlerweile gibt es grosse Probleme mit der Abwanderung der Bevölkerung in die städtischen Gebiete. Dort, wo die Luftverschmutzung, der Abfall, die Verkehrsverstopfung und die hygienischen Zustände ein wahres Problem darstellen. Und definitiv nicht noch mehr Personen braucht und vielleicht bald auch nicht mehr vertragen kann.

Damit das verhindert werden kann, hat ein Engländer sich mit einem Nepali zusammengeschlossen und gemeinsam ein Projekt im Dorf Riepe gestartet. Dort, wo zehn Familien in ihrem Häuschen mit je ein paar Ziegen, Kühen und Hühnern zusammenleben, wurde jedes Haus mit einem Gästezimmer ergänzt. Beste Standards, heisses Wasser (wenn auch nur für fünf Minuten) und bequeme Betten. Wir waren die ersten Gäste, die ins Paradies eintauchen durften. Kulinarisch kann ich euch sagen, habe ich gefühlt 10kg zugenommen. SO FEIN! Naturtechnisch: Aussicht gerade raus in die Annapurnas rein. Besser geht’s kaum. Aber die Liebe liebt im Detail: Ein wahnsinniges Blumenparadies so weit das Auge reicht und Blumentöpfe in handgemachten „Hängern“. Da gheisch übere. SO HERZIG! Und von den gastfreundlichen Omas und Opas muss ich gar nicht erst anfangen. Wir wurden quasi ab Tag 1 adoptiert. Aufgrund des Dashein Festivals kamen aber alle Familienangehörigen, die normalerweise in den Städen wohnen, nach Hause und feierten mit der Family. So war das kleine Riepe eine belebte Gemeinschaft mit Kindern, Erwachsenen und den Grosseltern, die immer dort leben. Ihr könnt euch jetzt schon auf ein MEGA Video nach Nepal freuen…!

Ansonsten haben wir fleissig Yoga praktiziert, eine Prüfung abgelegt, eine Prüfungslektion gegeben und tadaa: BESTANDEN! Ich bin jetzt also zertifizierte Yoga Lehrerin, aber ganz klar noch komplett am Anfang meiner Reise. Komme, was wolle, ich freu mich drauf 😉

Jetzt bin ich in Pokhara und werde mich morgen noch auf eine viertägige Trekkingtour begeben, bevor es dann am 29. Oktober zurück nach KAMBODSCHA geht! Genau, richtig gehört J Das Video folgt somit zu Kambodscha etwas später, da ich ein „gesammeltes Video“ machen werde. Mein Ziel war zuerst, zurück nach Kampot zu gehen und nochmals zu recyceln. Jetzt habe ich aber so viele andere spannende Volounteerings gefunden, dass ich wahrscheinlich kurz in Kampot Hallo sage, dann aber in Richtung Inselleben aufbreche, um mich dort nützlich zu machen.

Jetzt heissts zuerst aber Wanderschuhe schnüren und mit dem kleinen Rucksäckli, einem Zahnbürsteli und vier Unterhosen auf in die Berge!

YI DIGITAL CAMERA629D4DDE-30BF-45D2-B84F-B732B8475F0C42F6A9A0-92AC-463B-B9DF-544E4C0CB3D7BE71D3EB-9D2B-4CBD-A450-BA83FB760608DFD45D53-A5EB-4332-B8E9-DBB4A0786F65YI DIGITAL CAMERAA70A8379-BA72-48E5-8A7D-9D0DECE935BEYI DIGITAL CAMERAYI DIGITAL CAMERAYI DIGITAL CAMERAYI DIGITAL CAMERA

Whatsup? #NEXTSTEPS

Hallo nochmals! Jetzt sitz ich grad in Dhaka am Flughafen. (Genaugenommen vorgestern, dieser Post kommt nämlich etwas später.) Wer weiss, wo Dhaka liegt? Yes, ich au nöd. Mol aso ez scho. Aber vorher hätte ich glaub auf den afrikanischen Kontinent getippt. Stattdessen sitze ich hier in Bangladesh! Stand so gar nicht auf meiner To Do Liste, aber hey, isch zum Glück nur en stop over. „Zum Glück“ sage ich ganz absichtlich, weil ich schlichtweg immer noch nicht ready für dieses indische Flair bin. Oder nicht mehr ready bin dafür? Nun, ich bleibe nicht in Bangladesh, aber ich glaube, die nächsten Wochen werden trotz allem einen indischen Hauch beibehalten.

Es geht nämlich hoch in die kühlen Gefilde der Himalayas, nach Nepal! Erst wollte ich dort einen Buddhismuskurs in einem Kloster machen. Dann hat mich aber das ganze Yoga-Thema so aufgesaugt, dass ich mir dachte: Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn du schon nach Nepal gehst, dann mach diesen Kurs dort, wo Yoga seinen Ursprung hat. Nach stundenlangem recherchieren habe ich ein Yogastudio gefunden, dass nicht nur hübsche Posen sondern eine tiefe Lehre unterrichtet. Perfekt! Ich werde in den nächsten 22 Tagen ein 200h Yoga Teacher Training absolvieren. Ich und Yogalehrerin. Ez verbäsets wahrschindli es paar vo eu, wo wüsset, wie wahnsinnig dehnbar und nöd-zen ich mengisch bin. Oder gsi bin? Einiges hat sich schon verändert in den letzten 9 Monaten. Das Reisen, die Erlebnisse, die Kulturen und vor allem die Interaktionen mit neuen Menschen hinterlassen ganz klar Spuren. Und ich bin mehr als offen für neue Spuren aus Nepal!

Bin mir aber schon bewusst, dass das Ganze auch mit einer Portion Leiden einhergeht. Tatsächlich habe ich die letzten 8-10 Wochen vermehrt, teils täglich, Yoga praktiziert. Aber die letzten zwei Wochen bin ich wieder so viel gesurft, dass mein Nacken und meine Schultern komplett aufgeblasen sind. hahahaha ken Witz! Das wird mer no es paar mal weh tue…

Nach dem Yoga Teacher Training (YTT) – welches ich hoffentlich meistern werde (ups, me weiss ja nie) – habe ich noch 8 Tage übrig, die ich mit Trekking verbringen möchte. Mal schauen, was da drin liegt! Ich bin ja sooo gespannt!

In der Zwischenzeit (gnaugnah jetzt am Flughafe in Dhaka, ha!) möchte ich noch am Kambodscha-Video arbeiten. Denn das lag die letzten Wochen etwas auf der Strecke, denn ich war ja nochmals zwei Wochen mit Sven in Bali. Wir waren zwar superproduktiv, ich vor allem in Bezug auf meine Kolumne für die Zeitung, die sich ja auch nicht von alleine schreibt. Nämlich habe ich fast vier Artikel komplett vorbereitet, damit ich während dem Yoga auch keine Ablenkungen / Stress aus fehlender Vorbereitung habe. Für alle, die sich wundern, ob ich überhaupt noch produktiv sein kann: Ja, ich chans no!

Nebenbei gingen wir täglich surfen, lecker essen und waren mit unseren Freunden aus. So toll, wenn man in Bali irgendwie „heimkommen“ kann. Ach, ich weiss auch nicht. Irgendwie kann ich mir langsam vorstellen, in dieser Region „etwas länger sesshaft“ zu werden. Lombok am liebsten. Aber Bali bietet schon so viel, das ist der Wahnsinn. Wenn man dann die ganzen Touristen mal etwas ausblendet. Mal gucken. Nächstes Jahr sicher noch nicht. Habe mir in letzter Zeit schon immer mal wieder Gedanken gemacht, da ja jetzt (in der Schweiz) schon Herbst ist und ich noch immer in Asien rumhange. Vowäge Weltreis und so. Mittlerweile ist klar: 2019 wird der Kontinent gewechselt. Aber ez würklich! Details folgen zu gegebenem Zeitpunkt. lol.

Bis dahin berichte ich euch bald aus Nepal, namaste!

IMG_2151IMG_2154IMG_2179IMG_2157IMG_214238c21bd7-dd9a-4949-a380-d791fd8e1d8dIMG_2193IMG_2202IMG_2232IMG_2243IMG_2253IMG_2242IMG_2241