Picturesque Algarve

Im 2014 genossen wir zwei Wochen in Portugal. Genauergesagt, in Lagos an der südlichen Algarve. Erhofft haben wir uns 40 Grad und ein warmes Meer. Die grosse Enttäuschung: 19 Grad Meer und 30 Grad Luft mit kühlem Wind. Also alles in allem kälter als erwartet. Nichtsdestotrotz konnten wir die wunderschöne Küste bewundern und sogar noch einen Surfausflug an den wilden Westen der Algarve unternehmen. Viel Aussergewöhnliches haben wir in Portugal nicht erlebt, doch einige schöne Flecken fürs Fotoalbum durften wir trotzdem noch entdecken 🙂

 

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Lagos
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Vila do Bispo
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Lagos
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Lagos
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Lagos
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Browns Hotel & Apartments, Lissabon

Zum zweiten Mal in Lissabon und aus Neugier absichtlich ein anderes Hotel (siehe Hotel Carmo) gewählt. Fazit: Buh, fataler Fehler. Das Browns ist auf den ersten Blick der Wahnsinn: tolle Lage, direkt neben der Metro Bairro Alto. Mit einem hübschen Coffee Shop im Retro Design geschmückt begrüsst uns junges Personal zum Check-in. Wir erhalten den Schlüssel für unser Zimmer 501 und als das Sesam sich öffnet, die grossen Ernüchterung: Das wohl kleinste Zimmer, bzw. Zimmer und Bad der Welt!

Die Dusche mag für Päärchen ganz nett sein, doch die Privatsphäre wird allerspätestens bei der nicht richtig schliessenden Toilettentüre gestört. Bevor ich jedoch mit allem Schlechten fortfahre, noch was Positives: Retro en masse! Eames Chairs, tolle Aussicht, wundervoller Holzboden und ausgefallene Designobjekte.

Dann die Kontra Aufzählung:

  • Toilette macht Jahrhundertskrach beim Spülen und manchmal sogar, wenn man sich nur schon hinsetzt. Details: Ich sass auf der Toilette und es krachte atomar, undefinierbar woher. Ich rief nach meinem Freund, der zuvor gescherzt hat, ob diese alten Balkone wohl für den Gebrauch sicher seien oder nur Dekoration. Keine Antwort. Ich rief nochmals, lauter, sehr laut. Keine Antwort. Ich verspürte panische Angst, ob er wohl mitsamt dem Balkon 5 Stockwerke auf die Strasse gefallen sei. Dann die Ernüchterung, er kam ins Zimmer, hat nichts von meinem Anfall mitgekriegt. Später nutzt er die Toilette, derselbe bestialische Lärm und er schreit laut und verlässt die kleine Toilettenkammer in einem Satz mit seinem „Was ist das, ich will hier weg“-Gesicht 😉 Fühlt euch vorgewarnt…
  • Das Bett. Hart wie der schöne Holzboden. Das reicht wohl, für die Ausführungen…
  • Der TV: Ist der TV ausgeschalten, so vollständig wie möglich, leuchtet ein blauer Punkt so sehr, dass er das gesamte kleine Zimmer erhellt. So hell, dass nicht mal mein Freund, der trotz Nervattacken meinerseits schläft, einschlafen kann.
  • Die Luft. Tritt man ins Zimmer, egal zu welcher Zeit, findet man sich in einem von dicker Luft geschwängerten Raum mit schweren Vorhängen wieder. Unfreundlich, anstrengend.
  • Lärm. Tagsüber zentral ist auch nachts zentral. Laut, lauter, Browns 🙂 Liegt aber womöglich auch an der Baustelle und  am Zimmer 501, welches direkt neben dem alten, laaauuuten Aufzug lag.

Gut möglich, dass die gesamte Kritik auch nur für’s Zimmer 501 gilt – denn dieses Zimmer lag irgendwie etwas ausserhalb der eigentlichen „Zimmergänge“. Vielleicht war es so etwas wie die Besenkammer des Hotels!

Ich würde es nie wieder buchen.

Buchtipps für den Urlaub

Im Juli 2014 verbrachten wir 7 Tage in einem „Beach Hotel“ an der Algarve. Aber, der Beach war eine kleine grosse Enttäuschung: Das Wasser war kalt – so kalt, dass sogar ich mich darin nicht wohl fühlte (20 Grad Celsius) und das Wasser im Pool war – surprise,surprise – in etwa gleich kalt. An den ersten Tagen wehte sogar noch ein viieeeel kälterer Wind. Das war alles, was wir von der Algarve zuletzt erwartet hätten. Deshalb verbrachten wir die ganze Woche (abgesehen von Ausflügen mit dem Motoroller und einem Surftrip) mit Lesen auf dem Liegestuhl – am Pool, nicht im Pool.

Aufgrund des Studiums bin ich leider ein totaler Urlaubsleser. Während der „Nicht-Urlaubszeit“ lese ich ausschliesslich Bücher und Skripte für’s Studium, nur in den Ferien kann ich mich in endlosen Geschichten, Romanen und fremden Kulturen verlieren…

Das Herzenhören, Jan Philipp Sendker
Ein Familien“drama“, angehaucht von Grundsätzen des Buddhismus‘, ein Einblick in das Leben der Burmesen – einfach ein wunderbarer Roman zum Eintauchen in fremde Kulturen. Innerhalb von maximal 2 Tagen am Pool / Strand gelesen und deshalb auch gleich die Fortsetzung „Herzenstimmen“ kaufen!

Herzenstimmen, Jan Philipp Sendker
Die Fortsetzung, immernoch Burma, immernoch Buddhismus aber auch neue Einblicke, beispielsweise in die Geschichte Burmas, den Krieg und endlich: eine Lovestory! Auch innerhalb von maximal 2 Tagen verschlungen…

Deshalb:
Der Sommer der Blaubeeren, Mary Simses
Die Klassische Lovestory – eine erfolgreiche, verlobte Anwältin auf den Spuren ihrer Familie und alles kommt anders, als sie es präzise geplant hat.

Dann ist eine Woche Strandurlaub womöglich bereits vorüber 🙂

Hotel Carmo – Lissabon, Largo do Carmo

Ich bin kein Fan von Hotelkomplexen. Deshalb versuche ich stets Hotels zu finden, die typisch für die jeweilige Destination sind. Lissabon, die Stadt am Tejo, ist ein Mix aus Geschichte und moderner Kultur. Sie ist bekannt für ihr historisches Zentrum, dort, wo Eiffel einen Lift (Elevador Santa Justa) baute, um die tieferen und höheren Ebenen der Stadt miteinander zu verbinden. Die Gässchen des historischen Zentrums sind eng, verwinkelt und verlaufen mal steil bergauf, mal steil hinunter. Mal hat es Treppen, mal rutscht man auf den aalglatten Pflastersteinen aus und findet sich am Ende der Strasse wieder – in Mitten lachender, aber sehr gutmütiger Portugiesen.

Etwas abseits (und oberhalb) von den grossen Schauplätzen der Stadt liegt der Largo do Carmo. Man muss wissen, wo sich dieser Platz versteckt, denn man würde ihn beim Sightseeing und beim Spazieren schlicht übersehen. Unser Hotel Carmo und das dazugehörige Restaurant Maria di Carmo liegen direkt an diesem Platz.

Das Hotel Carmo ist klein, aber sehr fein. Es bietet Zimmer verschiedener Standards an. Wir haben uns für ein Standard Doppelzimmer entschieden: Es war eher dunkel, aber modern eingerichtet. In Zukunft muss ich mehr und bessere Hotelbilder schiessen – so sorry. Zurecht schöne Bilder von Hotel, Restaurant und Umgebung findet ihr hier.

Das Frühstücksbuffet war liebevoll angerichtet, die Auswahl war gross und vorllem sehr lecker. Auch das Restaurant Maria do Carmo war kulinarisch attraktiv. Das Innendesign war toll: Retro Designmöbel (u.A. von Eames) treffen auf die historische Bauweise. Der Aussenbereich ist auch wunderschön: Der Largo wird bei Nacht richtig lebendig und toll beleuchtet. Es kommen immer mal wieder Künstler, die eine musikalische Leistung darbieten (und teils wirklich miserabel sind) vorbei. Leider wird aber auch oft um Geld gebettelt. (Generell sollte man Handy und Geldbörse nicht auf den Tischen liegen lassen – pickpockers!). Trotzdem ist der Largo mit den lila Bäumen und dem alten Brunnen ein wundervoller Ort. Im Restaurant haben wir gegessen:

Rehfilet mit Kartoffel- und Gemüsegarten – sehr lecker
Steak mit einer kleinen Kartoffel – etwas sehr viel Fleisch und winzige Kartoffel
Burger mit Reis und Kartoffeln – sehr spezielle Kombi zu vieler Kohlenhydrate?!
Eine dicke Gemüsesuppe (Suppe des Tages) – Sehr lecker, gutes Abendessen
Ein Dessert mit Schokoladenküchlein, Snickersglacé und etwas frischer Frucht

Preis p. P. pro Nacht via Booking.com
inkl. Frühstuck 72 EUR
Anreise mit der Metro ab Aeropuerto
1x Umsteigen in Alameda bis Baixa Chiado
ca. 25 Minuten von Tür zu Tür
Kosten max. 3 EUR pro Person