Vom Winde verweht…

Ich träumte schon immer davon, surfen zu können. Frauen die das können, sind – jetzt mal ehrlich – schon ziemlich cool. Durchtrainiert, braungebrannt und natürliche, von der Sonne gebleichte Beach Waves. Sie sehen nicht nur super aus, sie müssen auch ganz schön tough sein, denn der Ozean schenkt dir nichts. Du musst dir a.l.l.e.s. hart erarbeiten.

Von der durchtrainierten Figur oder der sonnengebräunten Haut ist bei mir natürlich keine Spur, doch hart arbeiten musste ich auch. Gefühlte 294 Salzwasserspülungen, verursacht durch ebensoviele Tauchgänge über endlose blaue Flecken vom Surfbrett, welches mir im Sekundentakt gegen die Hüftknochen knallt. Hört sich sehr spassig an, nicht wahr? War es aber!

Doch alles begann ganz anders… Ich traf meine liebe Cousine spontan zum Quatschen und irgendwie kamen wir auf Surfferien in einem Surfcamp zu sprechen. Sie fand das eine total coole Idee, also machte ich mich daran, mich über Surfcamps für den Zeitraum Februar schlauzumachen. Ein surfbegeisterter Mitarbeiter erzählte mir dann, dass sein Kollege die Ausbildung zum Surfinstruktor auf Fuerteventura bei freshsurf gemacht hatte.

Also mal kurz die Website checken und siehe da, das sieht total nett aus! Zack die Bohne war’s auch schon gebucht. Bitte 1 Woche all incl. Surfcamp auf Fuerte: wir kommen! Dass die Insel „des starken Windes“ ihrem Namen alle Ehre macht, wusste ich damals noch nicht…

Fuerte war natürlich ein bisschen ausgestorbener als man sich es in den Sommermonaten vorstellt. Doch es war toll: Sonne, kühler (OK – manchmal schon ein ziemlich eisiger Todesorkan) Wind und mega Stimmung im Surfcamp. Die anderen „Gäste“ (Surfer? Surfanfänger?) kamen primär aus Deutschland und Österreich, so konnten wir uns prima verständigen und gewannen auch schnell neue Freunde. Party war nicht so, dafür lange Spieleabende und gute Gespräche. Und geteiltes Leid bei blauen Flecken sowie geteilte Freude bei der ersten grünen Welle, die man schaffte.

Obwohl wir zu Beginn noch etwas verwirrt waren: Wir trafen im Surfcamp ein und alle waren total mies drauf und behandelten uns ein bisschen ignorant. Später fanden wir heraus, dass im Camp eine Magenverstimmung herrschte und alle Bewohner (ca. 6 Personen) tagelang um die ->eine<- Toilette kämpfen musste, die wir in unserem Surfhouse hatten. Denkbar unangenehm, mit so vielen vorerst mal fremden Menschen 😉 Die Armen… als das dann geklärt war und alle wieder bitzeli gesund waren, verbesserte sich die Stimmung superschnell 🙂

Freshsurf hat definitiv die Freude am Surfen und den Menschen, die ebenfalls Freude am Surfen haben, in mir geweckt, wodurch ich mir in diesem Jahr (2015) erneut eine Woche Surfurlaub gönnte. Jedoch ein bisschen anders… mehr dazu im Biarritz Post!

Nachfolgend ein paar Bilder, welche die schönen und auch weniger schönen (einmal 13 Grad kaltes Wasser bei eisiger 50km/h Wind mit Salzwasserspülung in Kombi bitte!) widerspiegeln 🙂

 

 

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