One night in Bangkok #Thailand

Well, i eusem Fall wohl eher meh als ei Nacht in Bangkok. Aber was sein muss, muss sein. Zurück in der Stadt des ultimativen Verkehrschaos. Einmal mehr habe ich gemerkt, dass ich NIENIENIE in einer solchen Grossstadt leben möchte. Wiedermal war es dauerlaut und dauerverstopft. Da drückt wohl endgültig das Landei durch. Ich sehnte mich nach einem kleinen ruhigen Häuschen am Meer, mit Hängematte und Kokosnüssen. Überhaupt fehlt mir der Ozean. Aber ja, wenn alles kommt, wie ich mir das vorstelle, dann bin ich Ende September wieder im Wasser! Aber zuerst mal zurück zum „Jetzt“.

Tschüss Geld!

Mein Zahn ist geflickt bzw. abgeschliffen, Dentalhygiene hab ich gleich auch noch über mich ergehen lassen. Die sind imfall gar nöd zimperlich do. Und irgendwie habe ich noch eine Füllung verloren, die jetzt auch wieder drin ist. Ist zwar alles günstiger als in der Schweiz, wenn du aber zu einem „schönen, sauberen Zahnarzt“ gehen willst, kostet es halt doch ein bisschen was. Und mit minä Zähndli gspassi also nöd.

Dann ging vor kurzem das ganze Lager „Körperpflege“ aus: Deo, Shampoo und Körperseife. Natürlich könnte ich jetzt in den nächsten 7 Eleven und mir Dove, Pantene und Co. kaufen. Aber ich lerne ja immer mehr über Nachhaltigkeit / faire Wertschöpfungsketten und möchte mein Konsumverhalten deshalb stetig etwas anpassen. Also fasste ich mir die Mission, hier schlaue Käufe zu machen. Eine pflanzliche, nachhaltig produzierte Körperseife war in Bali supereasy zu finden. Deo’s und Shampoo waren da schwieriger. Es gab schon pflanzliches, aber immer mit Plastikverpackung. Ich hatte seit Dezember einen richtig coolen „Shampoo Bar“ von LUSH in einer Metallbox. Hat über ein halbes Jahr gehalten und ich habe meine Haare beim Surfen würkli echt oft gewaschen! Lush hat in Bangkok einen Laden, aber das Shampoo gab’s da leider nicht. Stattdessen habe ich mir aber einen verpackungsfreien, fast ausschliesslich natürlichen Deo sowie eine megaobergeile Gesichtsmaske gegönnt. Es ist nämlich wahnsinn, wie „schmutzig“ meine Haut jeden Abend ist. Einerseits aufgrund von Abgasen und Staub oder einfach, weil man überall hin- und dann wieder ins Gesicht fasst.

Mein Geldbeutel hingegen sieht jetzt deutlich schitterer aus, als erhofft.  Einmal mehr bin ich froh um meine Kolumne bei der Südostschweiz, da solche „Gönnereien“ dann nicht so fest schmerzen. Wir hatten in Bangkok eine kleine (!!!!) Wohnung (ca. 15qm inkl. Kuchi und Bad), in der Sven ziemlich viel arbeitete. Ich habe die Stadt erkundet, ein paar magere Fotos geschossen und unser Yogaretreat, das in ca. 10 Tagen startet, aufgegleist! Zudem habe ich festgestellt, dass Bangkok an „nicht touristischen Orten“ wirklich nicht so Vegi-freundlich ist. Ich dachte immer, in Thailand findet man überall Tofu. Denkste. Ich hatte echt Kämpfe, etwas Vegetarisches zu finden…

Hello again!

Besonders cool war aber ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Als ich bei Geberit für die WC Oase zuständig war, hatten wir im 2017 eine Kooperation mit Mr.Loo an der Badenfahrt. Die Jungs von Mr. Loo sind zwei ehemalige Banker, die sich vor ein paar Jahren in Bangkok niedergelassen haben, um Südostasien mit öffentlichen Toiletten-Containern zu erobern. Man bezahlt einen kleinen Eintritt, kriegt aber richtig schöne, saubere WCs. Wer länger in Asien ist, weiss das echt zu schätzen 😉

Jedenfalls habe ich den beiden selbstverständlich geschrieben, bevor wir nach Bangkok kamen und wir trafen uns auf einen geselligen Abend. War richtig, richtig nett und toll, sich wiederzusehen und sich auszutauschen. Auch spannend, einen Einblick hinter die Kulissen als „Arbeitgeber“ für Thai’s zu kriegen. Die Kultur ist halt schon sehr unterschiedlich und was man da für Geschichten hört, da liegst du unter dem Tisch. Ich erzähle euch sonst mal mehr, in Chiang Mai haben sie nämlich eine Toilette installiert, die ich bald besuchen werde!

Die Stadt der Night Markets

Und überhaupt „Markets“. So viel kannste kaufen, das gibt’s gar nicht. Bangkok ist von einer UNMENGE an Märkten gespickt. Der grösste in ganz Asien ist der Chatuchak Weekend Market. Wer nicht gern zu viele Leute hat, der soll da besser einen grossen Bogen rum machen. Dank der Durchschnittsgrösse von geschätzt 1.50m ist’s aber gar nicht so einengend 😉 Nein scherz, wir kamen auch etwas zu spät und es war nicht mehr all zu viel los. Gottseidank.

Richtig zu empfehlen finde ich jedoch den JJ Vintage Market, etwa 10 Gehminuten neben dem Chatuchak Market. Richtig coole Stände, hippe Shops und leckeres Essensangebot. Chillige Atmosphäre, viele Studenten und junge Leute (probably a bit middle to upper class), die dort einen gemütlichen Abend verbringen.

Derselbe Style bietet der Ratchada Rot Fai Night Market. Echt cool, man kann alles kaufen, was kein Mensch braucht. Aber, was ich ja eh liebe: Man kann richtig krass people watching betreiben. Vorallem, weil es bei den Thai’s echt keine Schamgrenzen zu geben scheint. Auch hier hängt die „bessere Klasse“ rum. Dieselben cool kids from the block, die mit uns am Anderson Paak Konzert abfeierten. Es ist echt heftig, zu sehen, wie in Bangkok eine „Elite“ existiert, die mehr Geld hat, als wir es uns überhaupt vorstellen können. Und nebenan gibt es immer noch so viele, die ganzganz einfach leben (müssen).

Chiang Mai!

Mit dem Nachtbus – was übrigens echt super organisisert ist – ging’s dann nach Chiang Mai. Zehn verkrümmte Stunden in Windkanal der Klimaanlage später befinden wir uns im Himmel der „Digital Nomads“- und Vegi / Vegan / Öko Szene. Mal schauen, ob ich hier immerhin ein Shampoo finde ;-)))! Ihr hört bald wieder von mir…

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Öffentliche Verkehr im Boot ufem grüseligste Fluss ever.
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Würm und Larve, öpper? Nei, hani nöd probiert. Merci.
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Rot Fai Night Market
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Rot Fai Night Market
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Durian gefälligst? Stinkt zur Höll. Jedesmal hani Würgereiz.

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Sirocco & Bangkok

Es gibt doch diese Szene von Hangover 2, in der die Jungs auf einer Treppe hoch über Bangkok  sitzen und der Verzweiflung so nah sind wie noch nie. Da waren wir. In einem ähnlichen Zustand wie die Hangover Jungs. Naja, nicht ganz, aber hört selbst…

M. wollte mich in Bangkok überraschen und buchte schon Monate im Voraus einen Tisch für ein Dinner im Lebua. Das empfiehlt sich übrigens auch, sonst müsst ihr euch in die für Touristen zugängliche Bar quetschen. Und dort ist es wirklich sehr eng. Bei ca. 45 Grad. Toll!

Nun, zurück zum Wesentlichen. Tagsüber haben wir in Bangkok gemacht, was man dort eben so macht: Tempel, Buddhas und die Klongs besucht, betrachtet, fotografiert und vor allem zwei Dinge: geschwitzt und uns von frechen TukTuk Fahrern verarschen lassen. Am Tag zuvor waren wir in einem der bekannten Shoppingcentren, wo ich einen mega Jumpsuit von Calvin Klein ergattert hatte. So nice und perfekt für ein so einmaliges Dinner an einem so spektakulären Ort.

(Ich muss jetzt meinen Frust hier noch kurz ablassen: Ich hatte dieses sündhaftteure Stück nach einmaligem Tragen in unserm Hotel in Koh Samui noch mass-anpassen lassen, sodass es PERFEKT sass. Zuhause brachte ich es zur wohl professionellsten Textilreinigungsfirma der Schweiz und holte es dort auch wieder ab. Verstaut im Staubbeutel fasste ich es ein Jahr nicht mehr an, bis ich einen passenden Anlass hatte. Jumpsuit aus dem Kleiderschrank genommen und festgestellt: der Gute ist um die verd****** Hälfte geschrumpft!!! Und nein, so dick bin ich definitiv nicht geworden. Und wie dumm von mir, dass ich es nicht sofort geprüft und gemerkt hatte. So. wütend. war. ich. (auf mich und die Reinigungsfirma). Aber: zu spät. Goodbye my lover…du hängst jetzt (über 2,5 Jahre später) noch immer im Kleiderschrank, da ich mich von dir nicht trennen kann. Zeit heilt offenbar nicht alle Wunden…)

Nun jedenfalls genossen wir dann einen sagenhaften Abend – im weissen Jumpsuit – bei einer Flasche Rotwein und mehreren minimalistischen Gängen zu exorbitanten Preisen und überaus übertriebener Bedienung. Kein Schritt kannst du tun, ohne dass die Kellner helfen möchten. Der Gang zur Toilette gestaltet sich folgendermassen: Person A zieht den Stuhl weg, sobald du dich in Bewegung setzst oder Anzeichen von „Aufstehen“ machst. Person B fragt, wohin du möchtest und zündet mit der Taschenlampe auf den Boden, damit du siehst, wohin du läufst. Person C öffnet dir alle Türen und sagt brav „Be careful, Miss, here is a step, Miss“. Irgendeine Person wartet auf der Toilette bis zu fertig bist und trocknet dir die Hände nach dem Waschen mit einem Waschlappen. Und dann sind wieder alle eingespannt, damit du heil zurück zum Tisch kommst. Noch nie wurde ich so zuvorkommend beherbergt. Natürlich waaaaay too much. Aber hey, was für eine Erfahrung. So fühlen sich die Royals.

Und was mir beim Gang zur Toilette als „way too much“ vorkam, das brauchte ich beim Verlassen der letzten Bar. Das Lebua beherbergt mehrere Bars und wir genossen an jeder (!) noch einen Drink. Für mich, die ja wirklich fast nie etwas trinkt, war das ganz schön genug. Ziemlich beschwipst stakselte ich mit schmerzenden Füssen in meinen 10cm-Jeffrey Campbells, die ich ebenfalls spontan zu einem guten Preis ergattert hatte, die Treppen hoch und runter, dankbar um den Kollegen, der mit der Taschenlampe vor mir rumhüpfte und rief: „Be careful, Miss, there is another step, Miss, may I help you miss?“

Am liebsten hätte ich ihn gleich gebeten, ob er mich nicht Huckepack ins Taxi tragen könne. Aber das wäre wohl auch „way too much“ gewesen.

Trotzdem: Danke Lebua für einen Abend im puren Luxus, der wirklich eine ganz andere Erfahrung war, auf die ich aber bis zum Honeymoon gerne wieder verzichten kann. Nachfolgend ein paar Impressionen. Leider denkbar schlechte Fotoqualität der Nachtbilder – sorry!

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