Back to Bangkok #Thailand

Yeah. Überraschig. Visum abgelaufen und ich ging mal sponti (oder auch nicht) zurück nach Bangkok. 12h Nachtbus Kampot-Bangkok wurde mir verkauft. Stattdessen hockte ich 24h ich in einem Nachtbus, der dann schon in Siem Reap, also noch etwa 4h vor der Thailand-Grenze, zu einem ganz unkomfortablen Nicht-Mehr-So-Nächtlichen-Bus wechselte. Nach der Grenze – oh du liebe Odyssee namens Poipet – höckte man mich dann in eine Bus-Büchse mit 123’921 Beulen, worin ich weitere 6h nach Bangkok hötterlete. Läuft. Bei. Mir.

Mein allgemeines Wohlbefinden war zwar mittlerweile schon millionenfach besser, aber immer noch nicht bei 100%. Also war auch meine Toleranz, meinen Rucksack zig mal durch die brütende Hitze zu schleppen, eher unterdurchschnittlich. Ja ganz fest unterdurchschnittlich sogar. An der Grenze verbrachte ich sage und schreibe 3h mit Warten. In einer Warteschlange. Bewegungsradius gleich Null. Klimaanlage gleich Null. Wie viele Millionen Liter Schweiss sich dort zum achten Weltmeer verflüssigt haben? Ich weiss es nöd. Aber in Sachen Trockenheit muss man sich in Kambodscha jetzt sicher mal eine Weile keine Sorgen mehr machen.

Abends kam ich ohne Handyempfang und Akku in Bangkok an, komplett im falschen Ecken der Stadt. Zuerstmal Wifi und Steckdose suchen. Dafür bieten sich erfahrungsgemäss Starbucks, BurgerKing oder McDonalds an. Wie ein richtiger Assi kroch ich also in den nächsten Mc, bestellte Pommes und McFlurry (Ovomaltine!! Hani ja nöd chönne nei säge), liess mir die Klimaanlage direkt ins Gesicht rein blasen und vernetzte mich erstmals mit der WhatsApp und GoogleMaps Welt. „Sorry, jap bin acho, ja ich weiss, 12h Verspötig. NO WORRIES!“

In Bangkok verbrachte ich einige Tage primär mit Rumschlendern, dem Aufstocken von Lush Produkten, dem Amüsieren ab der Vielfalt an Menschen in dieser crazy City und mit Gehen. Jap, Gehen. Spazieren. Schräg gäll, aber in Kambodscha und vielen anderen Ländern Asien’s (Nepals Berge ausgeschlossen) ist „Spazieren“ fast unmöglich. Das Klima, die Strassen, der Verkehr und die Infrastruktur lassen es schlichtweg nicht zu. Ausser man geht in den Busch raus. Mein immernoch geschwächter Dengue-Kreislauf feierte also die Parks in Bangkok und die Klimaanlagen in den Shoppingzentern, wo ich auch ohne zu Shoppen auf meine 15’000 Schritte pro Tag kam. Ich weiss, das ist nicht all zu viel, aber glaubt mir: Bei jeder Treppe habe ich immernoch fast ein Herzkasperli und ich muss es wirklich immernoch etwas gemächlicher nehmen, als noch vor Dengue.

Habe in Bangkok brav etwas gearbeitet und mir gute Cappuccinos in den schönsten Kafi’s der Stadt gegönnt. Auch in Sachen Nachtmärkten habe ich mich nochmals versucht, aber als Vegetarier wurde ich auch dieses Mal nicht glücklich. Überall werfen sie Fleisch, Fisch oder sonst was halblebiges rein. Nääääääh. 

Nun, man fragt sich, warum Bangkok? Well. Bangkok hat einen wunderbar vernetzten Flughafen, ab dem ich schon seit längerem (langem) ein Trippli geplant habe. Wohin’s wohl dieses Mal geht? Erfahrt ihr bald!

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It’s movie time! #Thailand

Jap, richtig gelesen. Il grande finale! Thailand muss „endlich“ abgeschlossen werden, denn ich sitze hier schon seit 9 Tagen in Kambodscha! Wird höchste Zeit, dass ich euch davon berichten kann. Aber zuerst muss ich Altes abschliessen, sonst wird das hier nie was.

Überhaupt ist das manchmal ein bisschen chaotisch in meinem Kopf. Ich schreibe euch hier chronologisch, also bin ich beim Erzählen mängisch öppä eis, zwei Wuche hinädri. Für die Südostschweiz schreibe ich wöchentlich Kolumne und bin dabei etwa vier Monate zeitversetzt! (Da ich erst im Mai damit gestartet habe, aber auch chronologisch erzähle). Und heute habe ich (hier an diesem Tischli) meine Flüge für Oktober gebucht (uiuiuiuiui) – also da soll noch einer drauskommen. Ihr versteht jetzt vielleicht, wieso ich mich fast nicht aufs „Jetzt“ konzentrieren konnte? oopsie!

Nei, scherz. Alles halb so tragisch. Wir haben uns heute ein bequemes Plätzchen gesucht und ich habe in knapp fünf Stunden das ganze Videomaterial durchgeackert. Resultat? Hoffentlich ein würdiger Einblick in unsere Zeit in Thailand! Es erscheint auf den ersten Moment ächli lang, aber durchhalten lohnt sich (glaub).

see you soon.

sorry für d Umständ, de ersti Link het nümm funktioniert und wird usem Newsletter use nöd richtig azeigt -.-

 

Finding my inner Yogi #Chiang Mai

Wir sind die ganze Zeit unterwegs, schnappen überall Eindrücke auf, haben spannende Gespräche, reissen Themen an, bevor uns plötzlich das Hupen eines TukTuks wieder in die Realität zurückholt.  Das Thema wechselt, der Kopf rattert. Ich dachte immer, die Reisenden sind alle so vögelifrei. Aber irgendwie gibt’s einerseits doch ganz schön viel zu organisieren und andererseits haben wir hier viel zu viel Zeit, uns zu allen möglichen und unmöglichen Themen Gedanken zu machen. Das Ganze in Ruhe setzen zu lassen und zu verarbeiten, das klappt bei mir irgendwie gar nicht so leicht. Ich schaffe es kaum, mir diese Zeit zu nehmen. Will ja nix anderes verpassen! Der Blog hilft hier zwar uh fescht, das Erlebte niederzuschreiben und zu erzählen. Doch oft bleiben Fragen, Themen oder Ideen in meinem Kopf unbeantwortet. Das klingt jetzt sicher voll schräg, oder?

Zukunft vs. Gegenwart

Kurz gesagt: Ich merkte, dass zu viel Energie in meinem Kopf in Zukünftiges investiert wird. Und zukünftig bedeutet oft, dass es ungewiss oder gar hypothetisch ist. Und somit vielleicht für nix verschwendete Energie ist. Ich mache mir zu viele Gedanken, was noch kommt, was nicht, was mal sein könnte, würde, hätte. Ich mache mir ab und zu auch Sorgen, was noch sein könnte, würde, hätte. Zudem realisierte ich, dass ich in meinem Leben zu viel Energie an Dinge verschwende, die ich gar nicht brauche. Sei es materieller Ballast, aber auch emotionaler Ballast. Dinge, wie dumme Gewohnheiten, über die man sich ärgert, die man aber nicht loskriegt. Oder Ärger über längst Vergangenes, der mich nicht loslässt. Oder überhaupt lächerlicher Ärger über Kleinigkeiten, die es erstrecht gar nicht wert sind.

Was hät das ez mit Yoga und Meditation ztue?

Je länger ich mich mit dem Thema beschäftigte, desto mehr sah ich, dass man dort genau das predigt: Fokus auf’s Jetzt. Yoga wird immer als die Verbindung von Körper und Geist beschrieben und, wie man mit dem Atem auf’s Jetzt fokussieren kann. Meditation soll für einen Moment „komplettes Abstellen“ sein. Nun, ich sags euch: Meine bisherigen Meditationsversuche waren eher katastrophal und ich war 0,0% entspannt. Mir platzte der Kopf mit Gedanken und ich konnte nicht still sitzen, weil irgendwas weh tat, mir ein Bein einschlief oder weil mich eine Mücke stach. Also nein, bislang wenig erfolgreich. Gaaar nöd zen.

Das Retreat

In Chiang Mai fand ich dann ein tolles Retreat und konkret hiess das für uns: Sieben Tage in einem Permakultur Yoga & Meditations Retreat. 2x täglich 2h Yoga und Meditation. Weck-Gong um 5.30 Uhr. 3 vegane Mahlzeiten. Unterkunft basic, aber sehr bequem. Zwischendurch Workshops oder andere Yoga Trainings. Wie Sven so schön sagte: „Gehirnpause: Hier sagt man mir, wie ich mich bewegen muss, wann ich essen, aufstehen und schlafen muss.“

Klingt jetzt alles ganz hippie-easypeasy aber ich sag euch, ich hätte um 20 Uhr abends am Tisch einschlafen können. Die Atmosphäre war zwar tiefenentspannt, aber fordernd.

Was ich gelernt habe?

Ui. Wie Permakultur, ein ganzheitlicher Kreislauf von nachhaltigem Leben / Anbau / Garten, funktioniert. Wie man aus Gartenkräuter Shampoos und Gesichtsmasken herstellt (nei, ich bin no ken Oberöko…). Wie man in den Hand- und Kopfstand kommt und sonstige kuriose Positionen, von dessen Namen ich keinen Schimmer habe. Ich habe die Zeit maximal genossen, mich mit unterschiedlichen Menschen in einem so offenen Rahmen auszutauschen.

Aber es gab auch Momente, wo Sven und ich uns angeschaut haben und dachten „Okay, das isch ez echli zviel Predigt / zu vill spirituells BlaBla.“ Ja, er ist aus freiem Willen mitgekommen, imfall. Obwohl er nach der ersten Yogalektion schon fast auf allen Vieren aus dem Studio gekraxelt ist: Er hat’s bis am Ende (oke fast) durchgezogen. Sogar mit dem veganen Essen! Nur ein bisschen gemeckert, dass alles so brei-ig ist. Und säb chani nöd verlügne. Smoothiebowls, Porridge Bowls, und sustigi müesligi Sache wie Hummus häts gäh. Aber fein ischs aso gsi. Und gnueg häts au gäh.

Und jetzt?

Nach der Woche kann ich sagen: Ich kann jetzt problemlos 20 Minuten meditieren, obwohl mir ein Käfer fast ins Ohr gekäfert wäre. Mein Wille war so gross, das Ding wegzuscheuchen, aber ich hielt durch. Ziel ist es nämlich, Stärke und Willen aufzubauen. Nicht jedem Bebeli und Wehwehchen nachzugeben. Nur weil dir das Bein einschläft, fällt das gute Stück ja nicht gleich ab. Oder?! Ich habe einmal sogar so gut meditiert, dass ich eingeschlafen bin. Läuft. Scherz, ist natürlich nicht das Ziel, aber zeigt: Ich kann jetzt loslassen.

Körperlich hat mich das Yoga auch nochmals gefesselt, ich bleibe täglich dran. Auch der Veganismus ist immer wieder interessant und ich probiere seither, mind. 1-2 Mahlzeiten täglich vegan zu essen. „Ganz“ vegan ist aufgrund der beschränkten Möglichkeiten hier nicht wirklich möglich, ausser man orientiert den ganzen Tagesablauf an einzelnen Restaurants. Das ist mir dann doch schlichtweg zu viel des Guten, würde Lebensqualität einbüssen und wäre auch viel zu teuer.

Natürlich bini etz nöd oberspirituell und zünde dä ganz Tag Räucherstäbli ah. Und ich han au ke Batikröckli und Elefantehose und Glöggli-Ketteli ah. Und Rastas hani au nöd. Wirdi alles au gar nie ha! Aber mein Ziel bis Ende Jahr ist, noch viel mehr über Yoga zu lernen. Da gehören nämlich mehr als nur ein paar Übungen dazu. Seid gespannt, es gibt obercoole News für Oktober! Doch zuvor sollte ich mal den Thailand Video schneiden und hier etwas mehr aus Kambodscha erzählen. Bis gli also!

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Garden-Kitty (Mami)
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Euse Truck-Alow
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s Mit Abstand schlimmste Foti wo je vo mir gschosse worde isch. Aber: Happy me und happy Pinky (Baby Chätzli).

 

Chiang Mai #Thailand

Helloo! Ohh sorrysorrysorry, es war so ruhig hier! Grund Nr.1) Ich hatte nicht so viel zu berichten und Nr. 2) Wir versuchen zwischen durch immer mal wieder „slow travel“ Phasen einzubauen, weil das sonst langfristig einfach zu viel wird. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, dass es echt schön ist, mal wieder 5 Tage an einem Ort zu bleiben und die Umgebung so richtig zu erkunden. Nicht immer auf Schnelldurchlauf zu stellen. Deshalb haben wir uns zweieinhalb Wochen in Chiang Mai aufgehalten. Zuerst im alten Stadtkern, dann etwas ausserhalb in einem Hipster / Expat Quartier. Zu guter letzt gab’s dann die komplette „Abschottung von der Welt“. Dazu aber in einem weiteren Post noch mehr!

Chiang Mai ist eine Stadt im Norden Thailands und im Vergleich zu Bangkok wirklich herzig und chli. Der Verkehr ist so human, dass wir innerhalb der Old City meist zu Fuss spazierten oder ein MoBike mieteten. Das ist ein Mietservice per App, bei dem man mit einem QR Code das Fahrradschloss öffnen kann und pro 30 Minuten bezahlt. Voll praktisch! Ich sag euch aber, länger als 30 Minuten möchtet ihr nicht auf diesem Stein-Sattel hocken. Autschi!

Vegi & Digital Nomads

Chiang Mai (CM) ist ultrabekannt für Veganes oder mindestens Vegetarisches Essen. Dieses haben wir zwar ab und zu genossen, doch es war verhältnismässig natürlich schon teurer als der Streetfood. Besonders gefreut hat mich aber wiedermal die hohe Dichte an gutem Cappucino. Die Old City ist gespickt mit Tempeln und umgeben von einer Stadtmauer und einem Graben. Ziemlich interessante Architektur für Thailand! Noch viel bekannter als für’s Essen, ist CM aber als homebase für digital nomads. Viele probieren hier ihre ersten Schritte, versuchen sich an Geschäftsideen und sind wie verrückt am Networken. WiFi kriegst du an jeder Ecke, die Lebenshaltungskosten sind günstig, das Klima gut und Bangkok ist nur ein paar Stunden entfernt. Von dort fliegst du für wenig Geld überall hin. Für mich wär’s nix, mir fehlt das Meer. 1:0 für Bali.

Nimman & Ban Sathapon

Die Stadtteile Nimman sowie Ban Sathapon hingegen sind bei Expats sehr beliebt. Nimman ist etwas teurer (git sogar en Freitag Store und en huuufe Hipster Stores), Ban Sathapon liegt auf der anderen Seite der Hauptstrasse und ist deutlich erschwinglicher. Wir haben einiges erkundet, fanden die herzigsten Hüsli überhaupt und haben gelesen, Kaffee getrunken und gearbeitet. Ich habe die Reisevorbereitungen für unsere nächste Destination in die Hand genommen (wie kommt man über die Grenze, Visa, was können wir in diesem Monat alles machen, etc.) und meine wöchentlichen Artikel geschrieben. Zudem habe ich ein MEGA Highlight für Oktober organisiert, dazu aber sonst auch mal noch mehr. Sven hingegen war echt in die Arbeitswelt abgetaucht und superproduktiv, sodass wir unsere darauffolgende Woche „ab von der Welt“ auch wirklich beide geniessen können.

In derselben Expat-Umgebung ist auch die Maya Mall, mit mega gutem Essensangebot und cooler coworking Space. Und einem riesigen englischen Buchladen!! OMG, da hab ich mir grad zwei Bücher gegönnt. Ich muss mir irgendwo dringend wieder einen e-reader zutun, nachdem mein alter auf mysteriöse Art und Weise Beine gekriegt hat -.- merci denn! Leider sind die Kindle in Thailand so gut wie nicht erhältlich und wenn, dann für etwa doppelt so teuer wie Zuhause. Ja imfall! Aber shit happens.

Etwas weiter westlich dieser Region gibt es noch einen ganz lokalen Nachtmarkt, direkt bei der Universität. Mega cool und authentisch, hat uns unser Street Food Heini gefragt, wie zur Hölle wir diesen Nachtmarkt gefunden hätten? Sie hätten nie Pharang hier. Pharang ist das thailändische Bule, das wir schon aus Indonesien kennen. Nun, wie wir da hin kamen? Meine Kollegen von Mr. Loo haben hier ihre WC Container und das musste ich natürlich unbedingt abchecken 🙂

Khao Soi what?

Kulinarisches Highlight in CM ist trotz all den leckeren veganen Sachen und raw bakerys  definitiv die Khao Soi Suppe. Wenn ihr im Norden Thailands seid – unbedingt probieren! Das Süppli ist ziemlich sicher Brühe mit Kokosmilch und Curry, mit Nudeln, irgendwelche anderen Nudeln, rote Zwiebeln und irgendwelches saures Grünzeug. Und nach Wahl Ei, Fleisch, Fisch blabla. Aber auch ohne das ganze BlaBla war die Suppe der Oberhammer. Zum zNacht oder auch als Katerfrühstück. Schreibe euch unten noch das Resti mit der BESTEN Khai Soi überhaupt hin, hatte nämlich nicht nur eine. Aber Achtung, die Gute war oberscharf und mir tropfte der Schweiss nur so vom Nasenspitz. Feueralarm im Mund. Sven fand’s natürlich nicht scharf, aber der isst ja alles wie die Locals und ist somit als Massstab für normale Menschen nicht mehr zugelassen.

„Let’s go mountainbiking“, they said…

Als „Aktivität“ haben wir dann an einem wunderbaren Tag noch ein Mountainbike gemietet, weil wir den Hügel hinter Chiang Mai erkunden wollten. Da gäbe es wohl einen Tempel. Und ich sag’s euch, ich hätte zwischendurch nicht mehr gedacht, dass wir diesen Tempel noch lebendig erreichen werden. Es ging sage und schreibe über drei Stunden gerade den Berg rauf. Weit und breit keine anderen Velofahrer – logisch oder?! Was sind das überhaupt für zwei Affen, die da mit hochroter Birne mit etwa 2km/h den Berg hoch am abkratzen sind!?

Meine Stimmung (und mein Puls-ha!) war zwischenzeitlich so im Keller, ich hätte heulen können. Mein Herzschlag ballerte mir nur so aus dem Hals raus und der Schweiss brannte mir in den Augen. Es gab einfach keine einzige flache oder nur schon weniger steile Strecke. Ab und zu stoppten wir für einen Mini-Tempel, einen Wasserfall oder eine spezielle Aussichtsplattform. Dann fuhr ich auch noch beinahe über einen Skorpion und machte mir echt fast in die Hosen. Die Dingen sind ja nicht ganz ohne. Eine überfahrene Schlange gab’s auch noch! Aaahhhh! I HATE IT! Das Ganze kippte komplett, als wir das Strassenschild für Autos sahen auf dem Stand „Achtung: Tiefer Gang benutzen!“ WIEBITTEWAS?!?? Mein Velo war schon auf dem allertiefsten Gang und ich konnte nicht mehr anders, als nur noch vor mich hin zu grölen. Das endlose Lachen der Verzweiflung. Kapitulation pur. Ich fahr da jetzt hoch, auf Biegen und Brechen, mit einem dauerhaften Lachanfall. Den Dauerkrampf in den Oberschenkel ignoriere ich gekonnt. Mit Touristen vollgepackte Büssli schossen fleissig an uns vorbei, die einen hatten Mitleid pur, andere riefen „Go go go!“. Ich konnte nur noch lachen. Aus Mitleid für mich selbst. Sven hatte seinen Spass: „Er hätte sogar noch etwas schneller fahren können…“! JAA GEENAAAU!!! Das wetti aso zerst mal gseh…-.-!!!! 

Das allerletzte Strassenstück war dann so steil, dass, als ich etwas ruckartig pedalen wollte, ich mich plötzlich auf meinem Hinterrädli wiederfand. No churz es Männdli gmacht. Mol, lauft sensationell bi mir. Wäri det umgheit, hetti niemeh chönne starte… Aber hey, MIR HÄNDS GSCHAFFT. Pludiplutschnass. Der Tempel war ganz nett, mol. Aber der Stolz, dass wir als einzige auf diesen Berg gefahren sind und dass ich nicht aufgegeben habe, war noch viel besser 🙂 Die Videoaufnahmen sind gar nicht zu meinem Vorteil, aber ja. Im Nachhinein isch alles lustig, gäll.

Video?

Jap, es gibt wieder ein Video. Aber noch nicht jetzt. Muss das zuerst noch schneiden. Und ich möchte euch zuerst noch von unserer anderen, spannenden Woche in Chiang Mai erzählen – bleibt gespannt!

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Khao Soi Feast bei Khao Soi Nimman – best in town!
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Sushi Pre-Geburi-Heaven für Sven’s 30!
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Mr Loo getestet – check!
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Night Markets
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Herzigsts Innehöfli ever
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being such a tourist

One night in Bangkok #Thailand

Well, i eusem Fall wohl eher meh als ei Nacht in Bangkok. Aber was sein muss, muss sein. Zurück in der Stadt des ultimativen Verkehrschaos. Einmal mehr habe ich gemerkt, dass ich NIENIENIE in einer solchen Grossstadt leben möchte. Wiedermal war es dauerlaut und dauerverstopft. Da drückt wohl endgültig das Landei durch. Ich sehnte mich nach einem kleinen ruhigen Häuschen am Meer, mit Hängematte und Kokosnüssen. Überhaupt fehlt mir der Ozean. Aber ja, wenn alles kommt, wie ich mir das vorstelle, dann bin ich Ende September wieder im Wasser! Aber zuerst mal zurück zum „Jetzt“.

Tschüss Geld!

Mein Zahn ist geflickt bzw. abgeschliffen, Dentalhygiene hab ich gleich auch noch über mich ergehen lassen. Die sind imfall gar nöd zimperlich do. Und irgendwie habe ich noch eine Füllung verloren, die jetzt auch wieder drin ist. Ist zwar alles günstiger als in der Schweiz, wenn du aber zu einem „schönen, sauberen Zahnarzt“ gehen willst, kostet es halt doch ein bisschen was. Und mit minä Zähndli gspassi also nöd.

Dann ging vor kurzem das ganze Lager „Körperpflege“ aus: Deo, Shampoo und Körperseife. Natürlich könnte ich jetzt in den nächsten 7 Eleven und mir Dove, Pantene und Co. kaufen. Aber ich lerne ja immer mehr über Nachhaltigkeit / faire Wertschöpfungsketten und möchte mein Konsumverhalten deshalb stetig etwas anpassen. Also fasste ich mir die Mission, hier schlaue Käufe zu machen. Eine pflanzliche, nachhaltig produzierte Körperseife war in Bali supereasy zu finden. Deo’s und Shampoo waren da schwieriger. Es gab schon pflanzliches, aber immer mit Plastikverpackung. Ich hatte seit Dezember einen richtig coolen „Shampoo Bar“ von LUSH in einer Metallbox. Hat über ein halbes Jahr gehalten und ich habe meine Haare beim Surfen würkli echt oft gewaschen! Lush hat in Bangkok einen Laden, aber das Shampoo gab’s da leider nicht. Stattdessen habe ich mir aber einen verpackungsfreien, fast ausschliesslich natürlichen Deo sowie eine megaobergeile Gesichtsmaske gegönnt. Es ist nämlich wahnsinn, wie „schmutzig“ meine Haut jeden Abend ist. Einerseits aufgrund von Abgasen und Staub oder einfach, weil man überall hin- und dann wieder ins Gesicht fasst.

Mein Geldbeutel hingegen sieht jetzt deutlich schitterer aus, als erhofft.  Einmal mehr bin ich froh um meine Kolumne bei der Südostschweiz, da solche „Gönnereien“ dann nicht so fest schmerzen. Wir hatten in Bangkok eine kleine (!!!!) Wohnung (ca. 15qm inkl. Kuchi und Bad), in der Sven ziemlich viel arbeitete. Ich habe die Stadt erkundet, ein paar magere Fotos geschossen und unser Yogaretreat, das in ca. 10 Tagen startet, aufgegleist! Zudem habe ich festgestellt, dass Bangkok an „nicht touristischen Orten“ wirklich nicht so Vegi-freundlich ist. Ich dachte immer, in Thailand findet man überall Tofu. Denkste. Ich hatte echt Kämpfe, etwas Vegetarisches zu finden…

Hello again!

Besonders cool war aber ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Als ich bei Geberit für die WC Oase zuständig war, hatten wir im 2017 eine Kooperation mit Mr.Loo an der Badenfahrt. Die Jungs von Mr. Loo sind zwei ehemalige Banker, die sich vor ein paar Jahren in Bangkok niedergelassen haben, um Südostasien mit öffentlichen Toiletten-Containern zu erobern. Man bezahlt einen kleinen Eintritt, kriegt aber richtig schöne, saubere WCs. Wer länger in Asien ist, weiss das echt zu schätzen 😉

Jedenfalls habe ich den beiden selbstverständlich geschrieben, bevor wir nach Bangkok kamen und wir trafen uns auf einen geselligen Abend. War richtig, richtig nett und toll, sich wiederzusehen und sich auszutauschen. Auch spannend, einen Einblick hinter die Kulissen als „Arbeitgeber“ für Thai’s zu kriegen. Die Kultur ist halt schon sehr unterschiedlich und was man da für Geschichten hört, da liegst du unter dem Tisch. Ich erzähle euch sonst mal mehr, in Chiang Mai haben sie nämlich eine Toilette installiert, die ich bald besuchen werde!

Die Stadt der Night Markets

Und überhaupt „Markets“. So viel kannste kaufen, das gibt’s gar nicht. Bangkok ist von einer UNMENGE an Märkten gespickt. Der grösste in ganz Asien ist der Chatuchak Weekend Market. Wer nicht gern zu viele Leute hat, der soll da besser einen grossen Bogen rum machen. Dank der Durchschnittsgrösse von geschätzt 1.50m ist’s aber gar nicht so einengend 😉 Nein scherz, wir kamen auch etwas zu spät und es war nicht mehr all zu viel los. Gottseidank.

Richtig zu empfehlen finde ich jedoch den JJ Vintage Market, etwa 10 Gehminuten neben dem Chatuchak Market. Richtig coole Stände, hippe Shops und leckeres Essensangebot. Chillige Atmosphäre, viele Studenten und junge Leute (probably a bit middle to upper class), die dort einen gemütlichen Abend verbringen.

Derselbe Style bietet der Ratchada Rot Fai Night Market. Echt cool, man kann alles kaufen, was kein Mensch braucht. Aber, was ich ja eh liebe: Man kann richtig krass people watching betreiben. Vorallem, weil es bei den Thai’s echt keine Schamgrenzen zu geben scheint. Auch hier hängt die „bessere Klasse“ rum. Dieselben cool kids from the block, die mit uns am Anderson Paak Konzert abfeierten. Es ist echt heftig, zu sehen, wie in Bangkok eine „Elite“ existiert, die mehr Geld hat, als wir es uns überhaupt vorstellen können. Und nebenan gibt es immer noch so viele, die ganzganz einfach leben (müssen).

Chiang Mai!

Mit dem Nachtbus – was übrigens echt super organisisert ist – ging’s dann nach Chiang Mai. Zehn verkrümmte Stunden in Windkanal der Klimaanlage später befinden wir uns im Himmel der „Digital Nomads“- und Vegi / Vegan / Öko Szene. Mal schauen, ob ich hier immerhin ein Shampoo finde ;-)))! Ihr hört bald wieder von mir…

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Öffentliche Verkehr im Boot ufem grüseligste Fluss ever.
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Würm und Larve, öpper? Nei, hani nöd probiert. Merci.
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Rot Fai Night Market
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Rot Fai Night Market
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Durian gefälligst? Stinkt zur Höll. Jedesmal hani Würgereiz.

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Sirocco & Bangkok

Es gibt doch diese Szene von Hangover 2, in der die Jungs auf einer Treppe hoch über Bangkok  sitzen und der Verzweiflung so nah sind wie noch nie. Da waren wir. In einem ähnlichen Zustand wie die Hangover Jungs. Naja, nicht ganz, aber hört selbst…

M. wollte mich in Bangkok überraschen und buchte schon Monate im Voraus einen Tisch für ein Dinner im Lebua. Das empfiehlt sich übrigens auch, sonst müsst ihr euch in die für Touristen zugängliche Bar quetschen. Und dort ist es wirklich sehr eng. Bei ca. 45 Grad. Toll!

Nun, zurück zum Wesentlichen. Tagsüber haben wir in Bangkok gemacht, was man dort eben so macht: Tempel, Buddhas und die Klongs besucht, betrachtet, fotografiert und vor allem zwei Dinge: geschwitzt und uns von frechen TukTuk Fahrern verarschen lassen. Am Tag zuvor waren wir in einem der bekannten Shoppingcentren, wo ich einen mega Jumpsuit von Calvin Klein ergattert hatte. So nice und perfekt für ein so einmaliges Dinner an einem so spektakulären Ort.

(Ich muss jetzt meinen Frust hier noch kurz ablassen: Ich hatte dieses sündhaftteure Stück nach einmaligem Tragen in unserm Hotel in Koh Samui noch mass-anpassen lassen, sodass es PERFEKT sass. Zuhause brachte ich es zur wohl professionellsten Textilreinigungsfirma der Schweiz und holte es dort auch wieder ab. Verstaut im Staubbeutel fasste ich es ein Jahr nicht mehr an, bis ich einen passenden Anlass hatte. Jumpsuit aus dem Kleiderschrank genommen und festgestellt: der Gute ist um die verd****** Hälfte geschrumpft!!! Und nein, so dick bin ich definitiv nicht geworden. Und wie dumm von mir, dass ich es nicht sofort geprüft und gemerkt hatte. So. wütend. war. ich. (auf mich und die Reinigungsfirma). Aber: zu spät. Goodbye my lover…du hängst jetzt (über 2,5 Jahre später) noch immer im Kleiderschrank, da ich mich von dir nicht trennen kann. Zeit heilt offenbar nicht alle Wunden…)

Nun jedenfalls genossen wir dann einen sagenhaften Abend – im weissen Jumpsuit – bei einer Flasche Rotwein und mehreren minimalistischen Gängen zu exorbitanten Preisen und überaus übertriebener Bedienung. Kein Schritt kannst du tun, ohne dass die Kellner helfen möchten. Der Gang zur Toilette gestaltet sich folgendermassen: Person A zieht den Stuhl weg, sobald du dich in Bewegung setzst oder Anzeichen von „Aufstehen“ machst. Person B fragt, wohin du möchtest und zündet mit der Taschenlampe auf den Boden, damit du siehst, wohin du läufst. Person C öffnet dir alle Türen und sagt brav „Be careful, Miss, here is a step, Miss“. Irgendeine Person wartet auf der Toilette bis zu fertig bist und trocknet dir die Hände nach dem Waschen mit einem Waschlappen. Und dann sind wieder alle eingespannt, damit du heil zurück zum Tisch kommst. Noch nie wurde ich so zuvorkommend beherbergt. Natürlich waaaaay too much. Aber hey, was für eine Erfahrung. So fühlen sich die Royals.

Und was mir beim Gang zur Toilette als „way too much“ vorkam, das brauchte ich beim Verlassen der letzten Bar. Das Lebua beherbergt mehrere Bars und wir genossen an jeder (!) noch einen Drink. Für mich, die ja wirklich fast nie etwas trinkt, war das ganz schön genug. Ziemlich beschwipst stakselte ich mit schmerzenden Füssen in meinen 10cm-Jeffrey Campbells, die ich ebenfalls spontan zu einem guten Preis ergattert hatte, die Treppen hoch und runter, dankbar um den Kollegen, der mit der Taschenlampe vor mir rumhüpfte und rief: „Be careful, Miss, there is another step, Miss, may I help you miss?“

Am liebsten hätte ich ihn gleich gebeten, ob er mich nicht Huckepack ins Taxi tragen könne. Aber das wäre wohl auch „way too much“ gewesen.

Trotzdem: Danke Lebua für einen Abend im puren Luxus, der wirklich eine ganz andere Erfahrung war, auf die ich aber bis zum Honeymoon gerne wieder verzichten kann. Nachfolgend ein paar Impressionen. Leider denkbar schlechte Fotoqualität der Nachtbilder – sorry!

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