the movie(s) #NZ

Wie vielleicht bereits auf meiner Facebookseite gesehen, habe ich ein kleines Neuseelandfilmchen über meine Wander- und Entdeckungsabenteuer gedreht. WICHTIG: Die besten, lustigsten und herzerwärmendsten Momente kommen nicht vor, da ich diese lediglich mit den tollen Menschen oder alleine, ganz ohne Kamera, genossen habe.

As you may already have seen on my private facebook account, I made a short movie about my NZ adventures with some scenes showing me hiking (tramping) and exploring the North Island. However the movie doesn’t show the best, funniest and most heartwarming moments as these were the ones that I have enjoyed without a camera, just with the people I’ve met or on my own.

Allgemein sind Filme in Neuseeland ein grosses Thema, vor allem die „Eigenproduktionen“. Der Kiwi Humor selbst ist schon mal total anders, als was wir Westeuropäer gewohnt sind und auch die Inhalte sind eigen: Während den letzten Jahren haben neuseeländische Filmemacher sehr gute aber auch tiefgründige Filme über Alltagsthemen in Neuseeland gedreht, so beispielsweise die Problematik mit Alkohol und Drogen, psychischen Krankheiten oder häuslicher Gewalt. Doch die Kiwis lachen auch gern über sich selbst oder über die Eigenheiten der Polynesier, da man in Neuseeland auch viele Insel-Maoris von den Cook Islands hat, die irgendwie nochmals ein bisschen anders ticken 😉 Wenn du mehr über NZ wissen willst, als nur die touristischen Highlights, dann schau diese Filme:

once were warrios – sackstark, die nackte Wahrheit über den Alltag (leider) vieler Familien in den ärmeren städtischen Gebieten in den 70, 80 und 90ern. Leider gibt es solche Situationen in vielen Ländern noch heute. Der Film ist ziemlich gewalttätig, aber man lernt unglaublich viel. Wie Elli sagte: „Jeder von uns (Maori) kennt eine Familie wie diese.“ Es ist wie Star Wars bei 9Gag: Du musst diesen Film einfach schauen, um nur schon die Hälfte der Witze unter Kiwis und Maoris zu verstehen. Teil 2: What Becomes of the Broken Hearted?

Dark horse – basierend auf der wahren Geschichte von Schachprofi Genesis Potini. Behandelt Themen wie psychische Krankheiten und die immernoch aktuellen Probleme mit Gangs (Maori Gangs) und deren kriminellen Machenschaften.

Sione’s Wedding – Komödie mit lustigem Humor „über“ die Samoaner in NZ.

Whale Rider – preisgekrönte co-Produktion mit Deutschland, die viele spannende Einblicke in Maori Traditionen gibt. Du wirst sofort ein Flugticket buchen wollen bei all den wunderschönen Landschaftsaufnahmen.

Boy -ein bisschen Maori, ein bisschen Fantasy (okay, viel Fantasy) ein bisschen polynesische Musik. Ein anderer preisgekrönter Film, der dich in die Gedankenwelt eines jungen Bubs eintauchen lässt. Du wirst die Welt durch seine Augen sehen – in einer irgendwie tragischen und traurigen und doch komischerweise lustigen, ungewöhnlichen Art und Weise.

Wenn du diese Filme geschaut hast, stellst du schnell fest, dass es einen Stern am Schauspielhimmel gibt: Cliff Curtis! Mache nie nie nie den Fehler und frage einen Neuseeländer, wer denn dieser Cliff Curtis ist…oder du kriegst den bösen Blick ;-)!

In general, movies are one big topic in NZ, especially the kiwi made movies. The kiwi humour as such is totally different to what western europeans usually watch. But also the topics are quite diverse: during the last couple of years NZ filmmakers made really good and intense movies about the daily life in NZ, showing critical but crucial topics like alcohol & drugs, violence at home or gang fights in NZ. Kiwis are also good at laughing about themselves, or especially about some polynesian habits, as there are many (Cook) Island Maoris as well as Samoan and from the other pacific Islands living in NZ. Movies you must have seen if you want to know more about en zed (yes!) than just the touristy highlights:

Once were warriors – insane, the naked truth about the life of many families in suburban areas in the 70ies / 80ies /90ies. Unfortunately, in many countries families still have to deal with these issues today. Really violent and strong, but awesome as you learn a lot. As one family member said: „everyone of us (Maori) knows/knew a family like this.“ It’s like Star Wars on 9gag: You have to watch to movie to understand half of the kiwi / Maori jokes =P Followed by What Becomes of the Broken Hearted?.

Dark Horse – based on the true story of chess pro Genesis Potini. Covering Topics like mental illnesses as well as the still very current issues with gang fights and trelated crimes.

Sione’s Wedding – funny Comedy „about“ the Samoan society in NZ.

Whale Rider – award-winning co-production with Germany that gives interesting insights to Maori traditions. LOTS of scenic landscapes that make you wanna book your flight ticket immediately.

Boy -a bit of maori, a bit of Fantasy (alright,a LOT of fantasy) and a lot of polynesian soundtracks. Another award-winning NZ movie that invites to dive into the mind of a young boy and see the world through his eyes. A little bit tragic and sad but also funny in an unsual weird way.

When you have watched these movies, you realize that there is one main actor in the scene: Cliff Curtis! So pls make sure you NEVER ask a kiwi who cliff curtis is….or you will get the evil eye 😉

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Mount Maunganui #NZ

Sonne, weisser Strand und Wellen, so habe ich mir Mount Maunganui vorgestellt. Leider gab’s keine Wellen, da das Wetter zu gut war und das Meer flach wie ein See war, doch die Stadt überraschte mit etwas ganz anderem: mega coolem Surfvibe und chilligen kleinen Street Food Festivals. Nachdem man den Mauao, den kleinen Stadtvulkan erklommen und im Meer gebadet (und sich einen unmöglichen Sonnenbrand geholt) hat, gibt es nichts gemütlicheres, als sich abends in mitten der Locals auf eine Wiese zu setzen, einem talentierten Livesänger zuzuhören und das Leben einfach nur zu geniessen.

Überrascht hat mich die no-alcohol policy. In Neuseeland gibt es sehr viele Probleme mit Alkohol, Alkohol am Steuer und Drogen. Daher gibt es immer mehr Restriktionen und solche Events, die sich ausschliesslich gegen den Konsum von Alkohol positionieren und nur Softdrinks ausschenken und somit eine friedliche Atmosphäre für Jung, Alt, Familie (und Hunde) schaffen möchten. Find ich gut!

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Coromandel Roadtrip #NZ

Nach dem Pinnacles hike (NZ engl.: tramp; tramping) ging’s auf einen kleinen Roadtrip rund um die Halbinsel Coromandel. Gesehen habe ich nebst sagenhafter Natur und unzähligen Vogelarten und Hasen (sind soooo herzig, aber verbreiten leider Krankheiten, fressen die Gärten, sind daher im Volksmund „pest“ und werden entweder abgeschossen oder gnadenlos überfahren…) sogar einen Pfau, der auf der Strasse rumstand. Ich habe ihn dann kurz mit dem Handy fotografiert, doch irgendwann kam er gefährlich auf mich zugesprintet und da machte ich grad noch einen Abgang, kurz bevor er sein Federkleid entblössen konnte!

Coromandel bietet viele tolle Highlights, einerseits nur schon das Fahren durch die malerische Landschaft – ich hätte an jeder Kurve einen Fotostopp einlegen können, doch ich wollte es einfach nur geniessen – und verschiedenen Stränden, von weiss und fein bis schwarz und aus Lava, war alles dabei. Das erhoffte Highlight Hot Water Beach, wo man sich im Sand einen warmen Pool buddeln konnte, war wirklich ein kleiner Reinfall, da sich dort etwa 10 Personen auf einen Quadratmeter gestürzt hatten und das war mir dann doch zu blöd. Dafür waren der New Chum’s Beach, die Cathedral Cove und mein AirBnb absolut schön bzw. einmalig.

Zum Airbnb…ich habe ein „Basic Eco House“ in Whenuakite gebucht, soll gemäss Beschreibung sehr idyllisch im Kiwi Forest gelegen sein und nah zu den Stränden. Ich dachte mir, Fussmarsch-nah und so. Nun, der Weg zum Airbnb gestaltete sich schonmal ziemlich herausfordernd, fuhr ich über einen ca. 10km langen Kiesweg und musste irgendwann in den dicksten Urwald abbiegen auf einem „Strössli“, dass so schmal ist, dass mein kleiner Mietwagen kaum Platz hatte. In der Wegbeschreibung hiess es dann „stay right and head up hill“, alright, ich blieb also rechts und fuhr den „Hügel“ hinauf, wobei das wirklich eine üüübeeelste Steigung war. Nach ca. 4 Metern dann der Moment des Schreckens: Der vorher ziemlich stabile Kiesweg wechselte plötzlich und das Kies wurde etwa 15cm Tief, wodurch meine Räder anfingen, durchzudrehen. Das Auto wackelte wie auf Wolken von rechts nach links und mein Herz raste. Ich überlegte einen Moment, ob Bremsen nun die richtige Reaktion wäre, merkte aber sofort, dass mein kleiner 90PS Wagen dann niemals mehr anfahren konnte. Also blieb ich auf dem Gas und fuhr in Wellenbewegungen den Hügel hoch, versuchte, nicht in den Busch reinzuragen und erreichte nach gefühlten 5 Minuten, realistisch betrachtet aber wohl eher 50 Sekunden, kreideweiss und schweissüberströmt das Häuschen. Oben angekommen hätte ich am liebsten geheult, denn das AirBnb war leer und offen. Es gab keinen Schlüssel, kein WLAN, keinen Telefonempfang und es hatte etwa siebentausend Spinnen. All good, sagte ich mir. Bis ich das Auto und den Kiesweg anschaute und merkte, dass ich mich nie im Leben getrauen werde, den „Schlieferweg“ wieder hinunterzufahren. Auf der Veranda erspähte ich dann ein anderes Hausdach, ca. 300m weiter im Busch. Ich rutschte also den Hügel hinunter und rannte schnurstracks zum Haus, wo mich ein nacktes Baby und sein Vater erwarteten. Der Vater erahnte schon, dass ich vom AirBnb kam und lachte, als ich ihm mein Dilemma erklärte und meinte nur „you definitely need a 4 wheel drive, sweetheart“. Und nein, natürlich hatte mein kleiner Automat keinen Allradantrieb, also war ich überglücklich, als er mir das Auto nicht nur nach unten fuhr, sondern ich es auch dort stehen lassen durfte. Kiwi’s sind einfach so nett und hilfsbereit und selbst im tiefsten Busch hatte ich keine Bedenken, an einem fremden Haus um Hilfe zu bitten.

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When in Auckland..#NZ

Lange lange hat’s gedauert, bis ich diesen Post endlich verfassen kann. Zuerst musste ich fast 6 Jahre warten, bis ich wieder einen Flug nach Neuseeland buchen konnte. Dann musste ich mich ewig gedulden, bis der Tag des Abflugs endlich eintreffen sollte und als ich endlich im Flieger sass, konnten selbst 5 Filme am Stück den 17-stündigen Flug von Dubai nach Auckland nicht erträglicher gestalten. WTF! 17! Stunden! Über den unmöglichen Typen neben mir lasse ich mich jetzt nicht weiter aus, nur soviel: Ich konnte auf dem ganzen Flug genau zwei (!!) mal aufstehen und auf’s Klo. (WTF!!!!) Nun aber zum wesentlichen – Auckland! ILOVEYOUBEAUTIFULCITYOHMYGODINEEDTOSTAY!

Ponsonby

Für mich persönlich ganz klar der place to be in Auckland. Ponsonby ist eine gepflegte Gegend circa 15-20 Gehminuten vom CBD (Central Business District) mit allen Geschäftshäusern und dem Skytower entfernt (was m.E. kein schöner Ort ist), also immer noch super zentral, mit den Bussen der Inner Line erreichbar und trotzdem fühlt es sich an wie in einer anderen Welt, in einem hipster-igen Dorf aus der viktorianischen Zeit. Der Stadtteil ist Geschichtsträchtig, war er nämlich einer der ersten in Auckland, was man am Baustil der Häuser sehr gut erkennt. Heute wohnt da eher die upper-midddle class. Coole Shops mit lokalen Produkten aus Neuseeland reihen sich neben tolle Restaurants und ich sag’s mal so: es ist einfach alles genau nach meinem Geschmack. Leider auch eher teuer, doch wirklich sehr authentisch. Die Leute leben da wirklich und daher wirkt es sehr persönlich und heimelig, dass man am liebsten gleich einziehen würde. An meinem letzten Tag in Auckland lief ich morgens um 6 Uhr zur Bushaltestelle und es kamen mir viele Jogger entgegen und haben einen „safe trip“ gewünscht – ich mein halloo?? Wie nett ist das denn.

Sogar der Strand ist nicht weit, innert ca. 15 Minuten Spaziergang ist man beim Sentinel Beach mit Blick auf die Harbour Bridge. Wow! Und auch das Hostel war so positiv, dass ich meinen letzten Tag vor dem Abflug auch gleich im Ponsonby Backpackers eingebucht habe 😉

Mount Eden

Ein Vulkan mitten in der Stadt ist in Auckland, einer Stadt, die 48 Vulkane zählt, keine Seltenheit. Doch Mount Eden ist so zentral und hoch gelegen, dass es auch beim zweiten Mal noch immer die beste Aussicht Aucklands ist. Wer braucht schon den Skytower?! Ab Ponsonby ist’s etwa ein 2,5 bis 3-stündiger Fussmarsch rauf zum Mount und wieder zurück.

Rangitoto

Mit einer 25-minütigen Fährfahrt gelangt man zur Vulkaninsel Rangitoto, dem höchsten der Vulkane Aucklands. Die Natur auf der Insel ist wirklich atemberaubend – das Lavagestein ist so fruchtbar, dass alle Arten von Pflanzen wachsen und eine unglaubliche Vielfalt an Tieren – allen Überlegen natürlich die Vögel – auf der Insel leben. Der Parkranger John lebt einsam und abgeschieden auf der Insel mit zwei Booten und einem Kayak, mit dem er Fischen geht. Frau oder Kinder habe er keine. Alle 10 Tage kommt eine Lieferung mit Essen und Wasser für die nächsten 10 Tage und holt den Abfall ab. Ich kam auf dem Gipfel (maori: tihi) mit John und einem älteren Herrn ins Gespräch, bis sich herausstellte, dass der ältere Herr in der selben Umgebung in der Schweiz aufgewachsen ist, wie ich, aber seit Jahrzehnten in Simbabwe lebt. Zufälle gibt’s! John hat mich dann auf meiner 4-stündigen Wanderung noch einige Male mit seinem Traktor und den Touristen im Anhänger (eine Art 4×4 Lokomotive) gekreuzt und immer ein bisschen mit mir gequatscht, bis er irgendwann ausgestiegen ist  und mir seine Nummer gegeben hat, falls ich wiedermal in Auckland sei und eine private Führung beim Vulkan wolle. Sehr nett, die Neuseeländer ;-)!

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Rangitoto
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Rangitoto
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Rangitoto
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Rangitoto

The Pinnacles #NZ

(Teil 1 Aucklnd folgt noch…)

Such an adventure, ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Mit dem Intercity ging’s ab Auckland nach Kopu, wo ich zwei nette Schweizer kennenlernte und somit eine sehr kurzweilige Fahrt hatte. In Kopu nahm ich mein erstes rechtsgesteuertes Auto entgegen. Das Fahren ging bestens und so konnte ich nach dem Provianteinkauf und einem kurzfristigem Schock beim Kreiselverkehr, da ich hier ja im Uhrzeigersinn um den Kreisel muss und total falsch geschaut habe, meine Reise zum Kauaeranga Valley Road End vornehmen. Nach über 13 Kilometern Kiesweg im Busch war das Auto schon mal zur Sau, der Abenteuerinstinkt lief aber auf Hochtouren. Beim road end liess ich mein Auto und 80% meines Gepäcks für die Nacht stehen und brach zur Pinnacles Wanderung auf.

Spätestens seit dem Buch „Wild: From Lost to Found on the Pacific Crest Trail“ wollte ich auch mal alleine wandern. Gesagt, getan. Circa 2,5-3h hat der Anstieg zur Pinnacles Hut effektiv gedauert, war aber hammermässig anstrengend, da es wirklich fast ausschliesslich „Steps“ sind, also übergrosse Treppenstufen aus Steinen. Die Oberschenkel brannten und mein Ächzen hat man bestimmt im ganzen Forest Reserve gehört. Nebst zig verschiedenen Vögeln habe ich nur etwa 4 Wanderer auf ihrem Rückweg gekreuzt und zwei Wanderpärchen beim Hochlaufen überholt (hihi). Die Wanderung an sich war sonst wirklich ein Träumchen, die Pflanzenvielfalt und die Aussicht waren legitime Gründe, um eine Pause zum Durchatmen einzulegen. Abenteuerlich waren vorallem die Hängebrücken, die als Umweg bei Flut dienten. Ich musste nur einmal die Wackel-Brücke nehmen (this really scared the shit out of me), ansonsten konnte ich die Bäche zu Fuss durchqueren.

Oben angekommen wartete eine mega schöne Hütte mitten im Paradies, aber ohne Telefonnetz, ohne Elektrizität und ohne Heizung oder warmes Wasser auf mich. Leider war das Wetter schlechter als erwartet und es war „frickkkken freeezing“. Ich duschte circa eine Mikrosekunde im Eiswasser und machte mir anschliessend Tee, bis ich einsah, dass mein hauchdünnes Seideninlet definitiv zu wenig warm geben wird, um die Nacht annähernd zu überstehen. Ich trug schon alle meine Kleider und schlotterte am ganzen Leib, da war die Sonne noch nicht mal untergegangen. Der Ranger Pete, der alle 6 Tage Schichtwechsel hat und somit quasi 50% hier oben lebt, war total quirlig und ich frage mich heute noch, was der für einen Akzent hatte. Zumindest hab ich solang mit ihm gequatscht, bis ich mich traute, ihn nach einer Decke zu fragen. Und oh wunder! Ich erhielt einen lebensrettenden alten Gammelschlafsack, der etwa 10kg wog und dem Geruch zu entnehmen schon vielen schlecht vorbereiteten Menschen wie mir durch die Nacht half 😉 Aber ich war überglücklich mit dem müffeligen Stück und kuschelte mich warm ein, denn der Wecker sollte schon um 5 Uhr morgens klingeln 😉

Mit einer Taschenlampe ausgerüstet schlüpfte ich aus dem Müffelstück und konnte direkt los, ausser der Windjacke war ich ja schon komplett angezogen, da ich aufgrund der Kälte alle meine Kleider trug =P Dann ging’s im Dunkeln los, in ca. 40-50 Minuten sollte der Gipfel erklungen werden, wo ich den Sonnenaufgang vom 15. Dezember 2016 als einer der ersten Menschen der Erde bewundern wollte. Der Aufstieg war, ganz ehrlich, ziemlich kriminell. Alleine im Dunkeln musste ich über Wurzeln balancieren und an kleinen Metalltreppen die Felsen hoch klettern. Sorry Mami! Aber ist ja alles gut gegangen, die Aussicht oben war wirklich nicht von dieser Welt und noch nie hat ein Riegel zum Frühstück so gut geschmeckt, wie einsam auf dem Felsvorsprung, mit diesem wunderschönen Sonnenaufgang vor mir.

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wāhi kē. #NZ

„Once a year, go some place you’ve never been before.” – Dalai Lama

But what if I am going back? Dann hat der Ort nicht nur Spuren hinterlassen, er hat mich an sich gefesselt. Sich mir eingeprägt. Nicht wie ein Sonnenbrand, der kurz, intensiv aber dann doch vergänglich ist. Sondern wie eine Tätowierung, deren Tinte unter die Haut geht, im Verlauf der Jahre leicht ausbleicht, aber nie mehr verschwindet. Nie mehr.

wāhi kē. – (maori) somewhere else, elsewhere, another place, a different place.

Ich habe in diesem Jahr viele neue Orte besucht: Japan, Norwegen, Dänemark. Überhaupt habe ich in den vergangenen sechs Jahren die schönsten Erlebnisse sammeln dürfen und jährlich definitiv mindestens einen neuen Ort besucht: Von unzähligen Europatrips bis in fernere Ziele wie Singapur, Asien oder Israel und das Westjordanland bzw. „Palästina“ war da echt vieles (und Vielseitiges) dabei. Doch zurückkehren wollte ich über all die Jahre hinweg immer wieder ins Land am anderen „Ende“ der Welt – nach Neuseeland.

Das liegt mit Sicherheit am familiären Bezug, doch auch an der Schönheit, der Natur und der Vielseitigkeit dieses Landes. Daher möchte ich meine top shots aus meinem Neuseeland-Trip 2010 wieder aufleben lassen, doch auch etwas vorgreifen und meine Wunschliste für die vierwöchige Reise im Dezember teilen.

Kiwi bucket list 2016:

  • Do an epic hike
  • Surf some waves
  • Hug a Kauri tree
  • Eat the famous hokey pokey icecream and fresh feijoas
  • See wild living dolphins (yes, actually I have never done that before!)
  • Start a conversation with a group of strangers
  • Grab a coffee and read a book (ebook allowed) as the Japanese always did
  • Sleep in a dorm
  • Rent a car / van
  • Visit an active volcano
  • Get another tattoo (inspiration)

Jetzt merke ich erst, dass ich diese Liste in englisch verfasst habe. Schon komisch, wenn ich an Neuseeland denke, stellt sich im Kopf immer gleich was um… vielleicht muss ich meine Posts bald zweisprachig verfassen..?! Wäre sicher eine gute Übung,…;)

and now ladies and gentlemen, some kiwi-flashback on this silly Sunday, 9 october 2016 – exactly 6 years ago I was in New Zealand and in exactly two months I’ll be there again, wohoo let’s celebrate.

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Muriwai Beach, Auckland
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Huka Falls
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Rotorua
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Taranaki
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Mount Eden, Auckland
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Taranaki
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Muriwai Beach, Auckland
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Kaupokonui Beach
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Rangitoto